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Über Tiefenpsychologie

Tiefenpsychologie bedeutet nach unserem Verständnis eine klare psychoanalytische Grundhaltung in Krankheits- und Therapiekonzeption sowie die Überzeugung, Menschen in ihrer Tiefendimension verstehen zu wollen und Symptome nicht nur als Störung von Funktionalität, sondern als Signal notwendiger innerer Entwicklungsprozesse zu begreifen; aber auch eine Haltung, die traditionelles psychoanalytisches Denken undogmatisch und nicht um seiner selbst willen pflegt, vielmehr neuen Entwicklungen und Erkenntnissen stets offen gegenüber steht.

Eine enge Kooperation wird gepflegt zwischen dem HIT und dem Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Heidelberg-Mannheim e.V. (IPP) und der Psychosomatischen Universitätsklinik sowie dem dort angesiedelten Heidelberger Institut für Psychotherapie (HIP). Auch die Anerkennung von Aus- und Weiterbildungsinhalten aus der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie für eine spätere psychoanalytische Weiterbildung wird zwischen den Instituten praktiziert und gefördert.

 

Wozu psychodynamisch denken?

 

Das Denken in psychodynamischen Zusammenhängen mit Hilfe tiefenpsychologisch/analytischer Konzepte fördert:

  • die Fähigkeit, durch Selbstreflexion eigene Affekte in schwierigen Behandlungsverläufen zu verstehen und zu regulieren; dazu gehört auch eine Balance zwischen Empathie und Abgrenzung
  • Möglichkeiten, den Patienten zu stärken, indem unverständliches und ängstigendes seelisches und psychosomatisches Geschehen benennbar und verstehbar wird
  • das Erleben und Vermitteln von Wertschätzung biographischen Gewordenseins in seinem Gelingen, aber auch in der Begegnung mit Grenzen und Enttäuschungen
  • Lebenskrisen durch Schwellensituationen, Krankheit oder Alter in ihren unbewussten Hintergründen auszuloten, ihre Bedeutung anzuerkennen und dadurch neue Handlungsspielräume und Entwicklungen zu ermöglichen
  • Sicherheit in der eigenen professionellen Rolle zu gewinnen, ohne sich darin zu verbrauchen
  • Auswirkungen unbewusster Abwehrprozesse wie z.B. Spaltungen in sozialen Kontexten (Familie, Gruppe, Team) wieder zu erkennen
  • gesellschaftliche Prozesse und kulturelle Schöpfungen unter dem Aspekt zu verstehen, welche unbewussten Themen sich in ihnen manifestieren

…und vieles mehr!