Wintersemester 2019/20

Ulrich Treiber

 Krisenintervention (A9, B3, B5)

 Krisenintervention ist ein großes und vielfältiges Thema, das sicher den Rahmen eines einzigen Seminars sprengt. Dennoch – und vielleicht gerade deswegen – erscheint es mir lohnend, sich einführend mit dieser Thematik zu beschäftigen, sowohl theoretisch wie praktisch.

Theoretisch durch die Einbindung der unten angegebenen Übersichtsliteratur, in der Sie gern schon vor Beginn des Seminars stöbern sollten, um Ihr eigenes Vorverständnis zu ergänzen und zu erweitern. In Ausschnitten werden wir diese im Seminar selbst besprechen, allerdings keine Einzelreferate dazu vergeben.

Praktisch durch Ihre Bereitschaft, in der einen oder anderen Übung das eigene Können, die eigene ‚Kriseninterventions-Kompetenz‘ zu verbessern und auszubauen. Dabei wollen wir uns zunutze machen, dass das Training im Rollenspiel einen Zuwachs an Sicherheit und mehr Gelassenheit für den ‚Ernstfall‘ mit sich bringen kann. Beispiele aus Ihrem Kreis sind erwünscht und können zudem dazu beitragen, den Nutzen des Seminars für Sie zu vergrößern.

 

Termine:

Samstag    28.09.2019  und   26.10.2019                                      Zeit:    09:30 – 13:30 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung: HIT, gern auch HIP und IPP

Ich bitte Sie um verbindliche Anmeldung und – bei Verhinderung – um rechtzeitige

Absage via E-Mail an das HIT und mich (E-Mail: utreiber@t-online.de)

Literatur:
Kernberg, O. (1993) Psychodynamische Therapie bei Borderline-Patienten. Huber, Bern, Göttingen, Toronto, Seattle, Kapitel 9, S. 143-156
PiD (Psychotherapie im Dialog) Themenheft Krisenintervention 4-2003, Thieme, Stuttgart, New York
PiD (Psychotherapie im Dialog) Themenheft Suizid 2-2012, Thieme, Stuttgart, New York
Simmich, T., Reimer, Ch. (1998) Psychotherapeutische Aspekte von Krisenintervention. Psychotherapeut 43: S. 143. Springer, Berlin, Heidelberg, New York
Wolfersdorf, M., Purucker, M., Franke, C.: Krisenintervention und Suizidprävention. in: Arolt, V., Kersting, A. (2010) Psychotherapie in der Psychiatrie. Springer, Berlin, Heidelberg, New York, S. 443 – 465

 

Anmeldung und Organisation:
HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann.
E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen wg. des frühen Seminartermins bitte bereits ab sofort schriftlich per E-Mail, Fax oder Post.

Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an den Dozenten (utreiber@t-online.de)

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Doris Normann
Allgemeine Neurosenlehre   ( A1, A 2.1, A5, A12)              

 Im Seminar werden die Grundlagen der psychoanalytischen Krankheitslehre vermittelt unter Berücksichtigung struktur-, konflikt- und traumapathologischer Aspekte. Hierzu wird zu Beginn am ersten Seminarsamstag ein Fallbeispiel zur Verständniserleichterung für die später abgehandelten Themen vorgestellt (bitte teilnehmen). Besprochen werden u.a. der Neurosenbegriff und seine Kontextabhängigkeit, die beiden topologischen Modelle FREUD´s, der Konfliktbegriff, die Dynamik der Symptombildung, Mechanismen des Krankheitsgewinns bzw. der Funktionalität (MENTZOS) sowie der sog. Auslösesituation; außerdem (nur Grundlagen) Ich-Leistungen, insbes. Abwehr.

 

Termine: 

Samstag   08.02.2020  und  22.02.2020


Zeit:   
erster Seminartag:      9:30 – 11:00 Uhr,  11:30 – 13:00 Uhr und 14:30 – 16:00 Uhr
zweiter Seminartag:   9:30 – 11:00 Uhr und 11:30 -13:00 Uhr


Teilnehmer/-begrenzung:

offen für HIT, IPP und HIP

Literatur:

Ermann, M.: Psychotherapie und Psychosomatik. Ein Lehrbuch auf psychoanalytischer Grundlage.
6. überarbeitete und erweiterte Auflage 2016, W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart
Hoffmann, S.O. , Hochapfel, G. , Eckardt-Henn. A. und Heuft, G.Neurotische Störungen und Psychosomatische Medizin
8. vollst. überarbeitete und erweiterte Auflage 2009, Nachdruck 2018, Schattauer Verlag, Stuttgart
Mentzos, St.: Neurotische Konfliktverarbeitung , 258. Aufl. 2015 (Nachdruck), Fischer Verlag, Frankfurt

 

 

Anmeldung und Organisation:
HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                                  
Fax 06221-8953033   Email: info@hit-heidelberg.de                                               Anmeldungen bis zum 16.10.2019  bitte schriftlich per E-Mail, Fax oder Post         Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an d. Dozentin  per E-Mail dorisnormann@aol.com

 

Renate Kremer

 Das  Erstgespräch in der psychotherapeutischen Praxis und die Indikation zur Fokaltherapie    (A4, A9, B1, B2, B3, B5, B6)
Wer hat heute noch Zeit? Schon vor Jahrzehnten wurde die Frage gestellt,  wie Psychotherapie wirksamer und dazu noch in kurzer  Zeit gelingen könnte. Wohl  kann Begrenzung im Rahmen einer Psychotherapie aus manchen  Gründen sinnvoll sein, gleichzeitig gilt es das Missverständnis „schneller, billiger, leichter“ zu hinterfragen.

In dem Seminar kann gemeinsam der Versuch unternommen werden diese im Zeitgeist so propagierte „Vereinfachung“ zu hinterfragen und Erfahrungen  aus der Praxis  zu teilen und aus der ersten Begegnung mit Patienten Hypothesen zu einem Fokus zu entwickeln

 

Termine:

Montags  28.10.,  11.11.,  25.11., 09.12., 16.12. 2019

 Zeit:    20:30 – 22:00 Uhr

 Teilnehmer/-begrenzung: Offen für Aus-und WeiterbildungsteilnehmerInnen des HIT, HIP und IPP.
Gäste auf Anfrage.

 

Vorläufige Literatur:  Gerne Ergänzung durch Vorschläge der Teilnehmer
Argelander, H. (1970) Das Erstinterviews in der Psychotherapie. Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgemeinschaft.
Argelander, H. (1970) Die szenische Funktion des Ichs und ihr Anteil an der Symptom- und Charakterbildung. Psyche 24, 325-345.
Argelander, H. et al. (1973) Das Sprechstundeninterview. Versuche mit einem psychoanalytischen Kurzgespräch. Psyche, 27, 1001-1011.
Balint, M. (1972): Fokaltherapie. Frankfurt, Suhrkamp.
Eckstaedt A. (1991) Die Kunst des Anfangs, Frankfurt, Suhrkamp 
Klüwer, R. (1995) Studien zur Fokaltherapie. Frankfurt, Suhrkamp.
Lachauer, R. (1992) Der Fokus in der Psychotherapie. München: Pfeiffer
Loch, W. (1972) Über theoretische Voraussetzungen einer psychoanalytischen
Kurztherapie. In: Ders.: Zur Theorie, Technik u. Therapie der Psychoanalyse, Frankfurt/M.: Fischer
Sandler, J. (1976) Gegenübertragung und Bereitschaft zur Rollenübernahme. Psyche 30, 297-305

 

Anmeldung und Organisation:
HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                                  
Fax 06221-8953033  Email: info@hit-heidelberg.de                                               
Anmeldungen bis zum 16.10.2019  bitte schriftlich per E-Mail, Fax oder Post.         Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an die Dozentin: renate.kremer@t-online.de

Matthias Richter

 Menschenbild und Psychoanalyse. Die Bedeutung des Menschenbildes für die therapeutische Praxis   (A 11, A 12, B6)
Es wird die Kritik an Freuds Menschenbild durch Existentialisten wie Martin Buber, Sartre und Karl Jaspers vorgestellt. Die Texte sollen nicht Anlass für philosophisch abgehobene Reflexionen und weltanschauliche Grabenkämpfe geben, sondern auf ihren Bezug zur konkreten therapeutischen Praxis hin befragt werden. Der Fokus liegt also auf der wechselseitigen Beeinflussung von Menschenbild, Psychotherapie-Konzeption und praktisch-therapeutischer Haltung.

Wir alle haben implizite Menschenbilder, die unsere Haltung zum Patienten unbewusst beeinflussen. Aktuell ist z.B. das naturwissenschaftliche Menschenbild, wie es über die Hirnforschung vermittelt wird, sehr prägend. Es legt einen eher technischen Umgang mit Patienten nahe. Ein anthropologisch vertieftes Menschenbild, so die Hoffnung, könnte die eigene therapeutische Haltung kultivieren und den Blick auf den jeweils konkreten Patienten schärfen. Dies erlaubt eine konstruktive Kritik der Psychoanalyse und stärkt gerade dadurch ihre emanzipatorische zwischenmenschliche Praxis – womöglich auch gegenüber aktuellen gesundheitspolitischen und wissenschafts-strategischen Sachzwängen.

Übrigens gibt es in Heidelberg eine einzigartige Tradition der Reflektion dieses Zusammenhangs von Menschenbild und therapeutischer Praxis in Psychiatrie und Psychosomatik. Vielleicht können wir im gemeinsamen Gespräch daran ein wenig anknüpfen.

 

Termine:
Freitag, 06.12.2019 und Samstag, 14.12.2019

 Zeit:   
freitags     18:30 –   20:00  und 20:30 – 22:00 Uhr
samstags  09:30 – 11:00 Uhr und 11:30 – 13:00 Uhr sowie 14:00 – 15:30 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:
Offen für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des HIT, IPP und HIP. Auch offen für interessierte Mitglieder.

 

Literatur:

Binswanger, L. (1994). Über Psychotherapie. Ausgewählte Werke, Bd. 3, Vorträge und Aufsätze (pp. 205-230). Heidelberg: Roland Asanger.
Buber, M. 1958. Schuld und Schuldgefühle, Heidelberg: Schneider
Jaspers, K. 1950. Zur Kritik der Psychoanalyse. Nervenarzt, 21, 456-486.
Sartre, J.-P. 2008. Die existentielle Psychoanalyse. Kapitel aus: Das Sein und das Nichts. Reinbek: Rowohlt.

Zur Vertiefung:
Freud, S. 1923. Das Ich und das Es. Frankfurt/M.: Fischer.
Holzhey-Kunz, A. 2002. Das Subjekt in der Kur. Wien: Passagen.

 

 

Anmeldung und Organisation:
HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann  Fax 06221-8953033   Email: info@hit-heidelberg.de                                               

Anmeldungen bis zum 16.10.2019  bitte schriftlich per E-Mail, Fax oder Post.         Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an den Dozenten (matthiasrichter73@gmx.de)

 

Daniel Nakhla

 Zur männlichen Identität in Theorie und Praxis    (A1, A5, A6, B2, B6)

Anhand von Texten und Praxisbeispielen widmen wir uns dem Thema Männlichkeit in seinen verschiedenen Facetten. Dabei sollen u.a. folgende Fragen bearbeitet und diskutiert werden:

  1. Theoretischer Teil

Welche psychodynamischen Theorieansätze existieren zur Genese der männlichen Identität?

Wodurch unterscheidet sich die männliche von der weiblichen Entwicklung?

Welche Bedeutung haben Aggressionen und Sexualität in der männlichen Entwicklung?

Welchen Einfluss hat die Vaterschaft auf die männliche Identität?

Wie verändert sich die männliche Identität im Verlauf des Alterungsprozesses?

  1. Praxisorientierter Teil

Welche impliziten Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit haben wir als männliche bzw. weibliche TherapeutInnen?

Inwieweit beeinflussen uns diese Vorstellungen im Bezug auf männliche Patienten?

Gibt es Grenzen des Verständnisses gegenüber männlichen Patienten?

 

Termine:

mittwochs  15.01., 22.01., 29.01., 05.02., 12.02. 2020                  Zeit:    20:30 – 22:00 Uhr

 Teilnehmer/-begrenzung:  HIT, IPP und HIP

 Literatur:

Frank Dammasch / Hans-Geert Metzger / Martin Teising (Hg.) (2009). Männliche Identität. Psychoanalytische Erkundungen. Frankfurt am Main:  Brandes & Apsel.
Hans-Geert Metzger, Frank Dammasch (Hg.) (2017). Männlichkeit, Sexualität, Aggression. Zur Psychoanalyse männlicher Identität und Vaterschaft. Gießen: Psychosozial Verlag.
Heinz Walter (Hg.) (2002). Männer als Väter. Sozialwissenschaftliche Theorie und Empirie. Gießen: Psychosozial Verlag.
Ilka Quindeau, Frank Dammasch (2014). Männlichkeiten. Wie weibliche und männliche Psychoanalytiker Jungen und Mädchen behandeln. Fallgeschichten, Kommentare, Diskussion. Stuttgart: Klett-Cotta.

Ausgewählte Kapitel der oben genannten Bücher werden am 1. Seminarabend bekannt gegeben.

 

Anmeldung und Organisation:
HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann       Fax 06221-8953033  Email: info@hit-heidelberg.de          

Anmeldungen bis zum 16.10.2019  bitte schriftlich per E-Mail, Fax oder Post.         Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an den Dozenten: dnakhla@gmx.de

Robert Lehming  &  Georges-P. Cabot

 Borderline-Persönlichkeitsstörungen Teil II  (A1, A2.1, A5, A9, B1, B2, B3, B4, B6)

 Nachdem wir uns im ersten Teil mit der Ätiologie, der Psychodynamik und den strukturellen Merkmalen der Borderlinestörung auseinandergesetzt haben, möchten wir uns in dem nun folgenden zweiten Teil des Seminars den spezifisch psycho-therapeutisch-psychoanalytischen Behandlungsmethoden und Implikationen zu-wenden.

Neben C. Rohde-Dachser und D. Buie möchten wir uns schwerpunktmäßig mit dem Ansatz von O. F. Kernberg auseinandersetzen. Für den ersten Abend möchten wir Sie bitten, den Text von C. Rohde-Dachser vorzubereiten.

 

Termine:

donnerstags 17.10., 07.11., 21.11., 05.12.2019 und 09.01.2020

 Zeit:    20:30  –  22:00 Uhr

 Teilnehmer/-begrenzung:
Offen für Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen sowie Mitglieder des HIT, HIP und IPP

 

 

Literatur:

  1. Rohde-Dachser. (1995): Das Borderline-Syndrom, Verlag Hans Huber, Göttingen
    Die Therapie des Borderline-Syndroms, S. 147-190.
  2. F. Clarkin, P. Buchheim, O. F. Kernberg (2001): Psychotherapie der Borderline-Persönlichkeit, Schattauer-Verlag, Stuttgart: Prinzipien der übertragungsfokussierten Psychotherapie (Transference-Focused Psychotherapy, TFP), S 1-80.
    Der Therapievertrag – allgemeine Aspekte, S.105-147.
    Buie, D., Adler G. (1982). The definitive treatments of the borderline patient. Int J Psychoanal Psychother; 9: 51-87.

Die gesamte Literatur ist in der Drop-Box (IPP) oder bei den Dozenten erhältlich.

 Anmeldung und Organisation: 
Wird vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung bei den Dozenten über E-Mail: robertglehming@aol.com oder praxiscabot@freenet.de

Rainald Neumeier

 

Psychoanalytische Konzeptionen in ihrer geschichtlichen Entwicklung, Teil 1 (A1, A2.1, A3, A12, B3, B5, B6)

Das Seminar soll eine Seminarreihe eröffnen, in denen die verschiedenen psycho-analytischen Schulen in ihrer Entwicklung und in der Dynamik ihrer jeweiligen Reaktion auf theoretische und behandlungstechnische Probleme verstanden werden sollen. Dabei ist ein Leitgedanke, dass die Geschichte der Psychoanalyse von einer fortwährenden Dialektik zwischen zentralen Elementen geprägt ist, von denen etwa Trieb und Trauma, Übertragung und Beziehung, Innen und Außen, Phantasie und Realität zu nennen sind.

Das erste Seminar wird sich mit einer kleinen Auswahl von einigen aus meiner Sicht repräsentativen Texten von S. Freud auseinandersetzen, in denen wesentliche Aspekte seiner Konzeptionen, Vorgriffe auf spätere Entwicklungen, aber auch Probleme seiner Theorien deutlich werden. Die Lektüre der Freudtexte erleichtert das Verständnis späterer Autoren, die sich in ihren eigenen Gedanken immer wieder ins Verhältnis zu Freud setzen.

Das erste Seminar beschäftigt sich weiter mit frühen Schülern und zugleich „Abweichlern“ von der Autorität Freud, nämlich Rank und Ferenczi.

Ausblick: Das nächste Seminar wird dann die Entwicklung der frühen ichpsychologischen und Objektbeziehungsansätze mit ihren unterschiedlichen Gewichtungen und Weiterentwicklungen thematisieren.

Die geplanten Veranstaltungen bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln besucht werden. Die Referatsliteratur wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt.

 

Termine:
montags 07.10., 21.10., 04.11., 18.11., 02.12.2019   Zeit:    20:30 – 22:00 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:   Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des IPP, HIT und HIP

Literatur:

Empfohlen:

  1. Mentzos, Lehrbuch der Psychodynamik, Göttingen 2009, insbes. Kapitel 1-4
  2. Kutter, Moderne Psychoanalyse, München-Wien 1989, insbes. Kap. 2

Literatur im Seminar:

  1. Freud, Kurzer Abriss der Psychoanalyse, 1928, Ges. W. Bd. XIII, pp 403-427
  2. Freud, Meine Ansichten über die Rolle der Sexualität in der Ätiologie der Neurosen, 1906, a.a.O. Bd. V, pp 147-159
  3. Freud, Triebe und Triebschicksale, 1915, a.a.O., Bd. X, pp 210-219 und pp 227-232
  4. Freud, Hemmung, Symptom und Angst, 1926, a.a.O. Bd. XIV, pp 162-174
  5. Freud, Bemerkungen über die Übertragungsliebe, 1915, a.a.O. Bd. X, pp 305-321
  6. Rank, Die infantile Angst, in: ders. Das Trauma der Geburt, 1924, Nachdruck Gießen 2007
  7. Ferenczi, Sprachverwirrung zwischen den Erwachsenen und dem Kind, 1932, in: ders., Bausteine zur Psychoanalyse, Bd. III, pp 511-525
  8. Ferenczi, Die Elastizität der psychoanalytischen Technik, 1927-28, a.a.O., Bd. III, pp 380-398

 

Anmeldung und Organisation:

Wird vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung beim Dozenten über E-Mail: Dr.R.Neumeier@t-online.de

Rainald Neumeier

 Psychoanalytische Konzeptionen in ihrer geschichtlichen Entwicklung, Teil 2  (A1, A2.1, A3, A12, B3, B5, B6)

Während A. Freud die bei S. Freud noch wenig systematisierte Rolle des Ich im psychischen Instanzensystem näher untersucht und dabei auch die Umweltfaktoren stärker berücksichtigt, entwickelt M. Klein auf der Grundlage des Todestriebbegriffs von S. Freud eine Objektbeziehungstheorie gespaltener, gefährdeter und gefährlicher innerer Objekte. E.H. Erikson verbindet körperliche Triebentwicklung mit psychosozialer Reifung. Hartmann, Rapaport, Kris und andere entwickeln ein Konzept des Ich, das nicht mehr nur in seinem Bezug auf Triebbewältigung und Überich gesehen wird, eine Voraussetzung für eine Psychologie des Selbst. Fairbairn thematisiert früh die psychische Bewältigung traumatisierender Objekte und stellt eine deutlich von S. Freud abgegrenzte Revision der Libidotheorie vor.

 

Ausblick:

Im nächsten Seminar werden Entwicklungen zur Selbstpsychologie sowie weitere Arbeiten zur frühen Objektbeziehung (z.B. Balint, Winnicott, Kernberg) besprochen. Die Seminarreihe wird weiterführen zu Arbeiten über Bindung, Affekt und Säuglingsforschung.

 Die Referatsliteratur kann zur Verfügung gestellt werden.

 

Termine:
montags   10.02., 24.02., 09.03., 23.03., 30.03.2020                                                 Zeit:    20:30 – 22:00 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:
Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des IPP, HIT und HIP

Literatur:

  1. Klein, Zur Theorie von Angst und Schuldgefühl, 1948, in: Das Seelenleben des Kleinkindes, Stuttgart 1962, pp 164-186,
  2. Segal, Die depressive Position, in Melanie Klein, Eine Einführung in ihr Werk, München 1974, pp 94-110
  3. Freud, Das Ich und die Abwehrmechanismen (1936), pp 37-48 und pp 61-70
    A .Freud, Wege und Irrwege in der Kinderentwicklung, Stuttgart 1968, pp 43-59 und pp 143-152
  1. H. Erikson, Die acht Phasen des Menschen, in: Ders., Kindheit und Gesellschaft, Stuttgart 1995, pp 241-272
  2. Balint, Ich-Stärke, Ich-Pädagogik und „Lernen“ (1938), in: Psychologie des Ich, hrsg. v. P Kutter, Darmstadt 1974, pp 91-104
  3. Rapaport, Die Autonomie des Ich (1950), in: Psychologie des Ich, hrsg. v. P Kutter, Darmstadt 1974, pp 215-230
  4. Apfelbaum, Probleme der gegenwärtigen Ich-Psychologie (1962), in: Psychologie des Ich, hrsg. v. P Kutter, Darmstadt 1974, pp 276-290
    W.R.D. Fairbairn, Die Verdrängung und die Wiederkehr schlechter Objekte (1943), in: Ders., Das Selbst und die inneren Objektbeziehungen, Gießen 2000, pp 89-113

 

Anmeldung und Organisation:
Wird vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung beim Dozenten über E-Mail: Dr.R.Neumeier@t-online.de

 

                                                                                                                                                                                                                                 

 

Sabine Ameskamp  &   Sabine v. Falkenhausen-Leube

 Erstinterviewseminar für Anfänger und Fortgeschrittene (A1, A2.1, A4, B1, B3, B6)
Wir werden mit Erstinterviews der Teilnehmenden arbeiten, die wir ermutigen, zu versuchen, eine Haltung  ohne „memory, desire and understanding“ (Bion) einzunehmen. Lassen Sie sich von der Entfaltung der Erstinterviews überraschen! 

Im Erstinterview kann sich die Problematik der Patienten bereits entfalten, wie das Muster eines Fraktals. Wenn der/die Analytiker/in sich darauf einlässt, kann er/sie – evtl. erst im Nachgang verstehend – Wesentliches über seine/ihre Patienten erfahren.

Wir wollen diesen Möglichkeiten Raum geben und ihnen nachspüren. Anschließend werden wir gemeinsam einüben, psychodynamische Hypothesen zu erstellen.

 

Termine:
montags 13.01., 20.01., 27.01., 03.02., 17.02. 2020

 Zeit:   20:30 – 22:00 Uhr

 Teilnehmer/-begrenzung:   Aus und Weiterbildungsteilnehmer des IPP, HIT und HIP, gerne auch interessierte Mitglieder

 

Literatur:

 Thomas Ogden: Das psychoanalytische Erstgespräch. In „Frühe Formen des Erlebens“, Psychosozial Verlag, 2006
Weitere Literatur nach den Wünschen der Teilnehmer vor Ort bei Bedarf

 Anmeldung und Organisation:

Wird vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung bei den jeweiligen Dozentinnen über E-Mail: sabineameskamp@gmx.de oder svfalkenhausen@t-online.de

 

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Martin Mayer

 Das Ringen um Haltung   (A11, B2, B3, B5, B6)
Wie kann man in der analytischen Situation mit Verstrickungen, Missverständnissen und regressiven Prozessen zugunsten eines besseren Verständnisses zur intersubjektiven Wirklichkeit miteinander umgehen?

Die erstmals von Roy Schafer 1983 erwähnte „psychoanalytic attitude“ definiert sich durch Ihre Fragilität und Verletzlichkeit.
Welche Überlegungen zur Ethik und Würde sind hier hilfreich?

Literatur und  Kasuistik  sind Grundlage für die Diskussion dieser Fragen.

 Termine:
Samstag  19.10.2019

 Zeit:   
9:30 – 11:00 Uhr, 11:15 -12:45 Uhr und 13:00 – 14:30 Uhr (3 Doppelstd.)

 Teilnehmer/-begrenzung:

Begrenzte Teilnehmerzahl, Voranmeldung erbeten s. unten.

Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des IPP und des HIT sowie des HIP.

 Literatur:

Wird nach verbindlicher Anmeldung per mail zugesandt.

Email: praxis@psychotherapiemayer.de    

 

Anmeldung und Organisation:
Wird vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung beim Dozenten über E-Mail: praxis@psychotherapiemayer.de

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Bernhard Hain, Andrea Jooß-Herzog, Lennart Pfeil

Kasuistisch-technisches Seminar (Fallseminar) mit Fallvorstellungen der Aus- und Weiterbildungsteilnehmer sowie von Dozenten  (B1, B2, B3, B5, B6) 
Beim Umgang mit unbewussten Prozessen nehmen wir vorübergehend eine Haltung des Nicht-Wissens ein, die auszuhalten gelernt / geübt werden muss. Anhand von Fallvorstellungen der Teilnehmer oder der jeweiligen Seminarleiter soll psychodynamisches Denken gefördert und die Hypothesenbildung geübt werden.

Bei den „Fällen“ muss es sich nicht grundsätzlich um supervidierte Aus- bzw. Weiterbildungstherapien handeln, sondern Sie haben auch die Möglichkeit, Patientenbegegnungen aus ihrem täglichen Arbeitsumfeld vertiefend zu besprechen (d.h. neben Behandlungsverläufen auch einzelne Stunden im Behandlungsverlauf, probatorische Sitzungen, erste Begegnungen, auch i.R. der psychosomatischen Grundversorgung).

Das Seminar kann auch als konzeptuelle Anregung genutzt werden für die Gründung von Intervisionsgruppen während oder nach der Aus- bzw. Weiterbildung sowie zum Knüpfen kollegialer Kontakte.


Teilnehmer:

Für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des HIT ab dem 1. Semester.


Für die Weiterbildung in fachgebundener Psychotherapie sind lt. Weiter-bildungsordnung insgesamt 15 Doppelstunden Fallseminar erforderlich.

Wichtig: eine verbindliche Anmeldung zu den Kasuistik-Abenden ist unbedingt erforderlich. Die Doppelstunden sind auch einzeln belegbar. Absagen bitte an das Sekretariat sowie im Falle kurzfristiger Verhinderung (unter zwei Wochen vor Beginn) Absagen bitte zusätzlich auch an den jew. Dozenten per E-Mail.

 

Termine und Uhrzeit:
jeweils donnerstags, einzeln buchbare Abende und Doppelstunden

24.10.2019     18:45 – 20.15 Uhr  und  20:30 – 22:00 Uhr    Leitung:       Andrea Jooß-Herzog

12.12..2019    18:45 – 20:15 Uhr  und  20:30 – 22:00 Uhr    Leitung:       Bernhard Hain 

23.01.2020    18:45 – 20:15 Uhr  und  20:30 – 22:00 Uhr     Leitung:       Lennart Pfeil 

 

 Anmeldung und Organisation:

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                                 
Fax 06221-8953033   E-Mail: info@hit-heidelberg.de                                       
Anmeldungen bis zum 16.10.2019  bitte schriftlich per E-Mail, Fax oder Post

 

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