06221 8953030 info@hit-heidelberg.de

Seminare im WS 2016/17

Ulrich M. Treiber

 

Suizidalität (B3, B4)

Dieses Seminar ist als Folgeseminar zum SS-16-Seminar Krisenintervention geplant. Nachdem dort allgemeinere theoretische wie praktische Aspekte von Krisenintervention erarbeitet wurden, soll es hier vorwiegend um den Spezialfall der Suizidalität gehen.

Wir werden insbesondere

  • psychodynamische Hypothesen zur Entstehung von Suizidalität behandeln,
  • die besondere Situation der einzelnen Teilnehmer_innen beleuchten, in der sie im Rahmen ihrer Tätigkeit jeweils mit dem Thema Suizidalität konfrontiert sind und
  • in Rollenspielen das spezifische ‚Handwerkszeug‘ für den Umgang mit suizidalen Patienten (weiter-)entwickeln.

Das Seminar ist vorwiegend für bisherige Teilnehmer_innen des Seminars Krisenintevention gedacht, aber auch so konzipiert, dass neue Teilnehmer_innen davon profitieren können.

 

Termine:Samstag, 19.11.2016, 01.04.2017

Zeit:  9.30 – 13.30 Uhr

 

Literatur:

Zur Vorbereitung auf den Novembertermin bitte ich Sie, einzelne Artikel aus dem unten genannten Themenheft zu lesen. Einzelheiten können Sie gern schon nach Ihrer Anmeldung via E-Mail (Utreiber@t-online.de) erfragen.

  • PiD (Psychotherapie im Dialog) Themenheft Suizid 2-2012, Thieme, Stuttgart, New York

Die Literatur, die zwischen dem ersten. und zweiten Seminarblock erarbeitet werden soll, wird im Novembertermin angegeben.

 

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)

Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 15.10.2016 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.

 


 

Ludwig Janus

Der Wandel der Identitätsstrukturen im Laufe der Geschichte (A2, A12)
Von den Stammeskulturen, über die antiken Hochkulturen, das Mittelalter bis heute haben sich die  Strukturen der Identität und der Beziehungen der Menschen untereinander und  in ihrem Bezug auf ihre Gesellschaft und die Welt insgesamt immer wieder grundsätzlich verändert. Diese Veränderungen lassen sich heute auf dem Hintergrund der psychoanalytischen Kulturtheorie und der neueren psychohistorischen Forschungen von Lloyd de Mause, Willy Obrist, Georg Oesterdieckhoff und anderen genauer erfassen. Eine Linie der Veränderung ist der Wandel der Gefühlsregulation von einer Regulation in Bezug auf geistliche oder weltliche Autoritäten hin zu einer persönlicheren Verantwortung für die eigenen  Gefühle. Auch in den Bereichen der Moral, des Denkens, der Gestaltung von Beziehungen u.a. steht heute die eigene Verantwortung im Gegensatz zu früher im Vordergrund. Eine Reflexion dieser Zusammenhänge ist allgemein zum Verständnis der Herausforderung bei der Integration der Flüchtlinge wie auch konkret bei Therapien mit PatientInnen aus anderen Kulturen bedeutsam.

Termine: Donnerstag: 20.10.2016, 10.11.2016, 17.11.2016, 01.12.2017

Zeit:           20.30 – 22.00 Uhr

Teilnehmerkreis: offen für Ausbildungsteilnehmer u. Mitglieder des HIT, IPP und HIP

 

Literatur 

Freud S: “Totem und Tabu“ (1913), „Die Zukunft einer Illusion“ (1927) und  „Das Unbehagen an der Kultur“ (1930)

Rank O:  „Trauma der Geburt“ (kulturpsychologischer Teil) (1924), „Kunst und Künstler“ (!932) beide Psychosozial, Gießen.

De Mause, L (2005) Das emotionale Leben der Nationen. Drava, Klagenfurt.

Janus L (2006) Der Geschichte der Menschheit als psychologischer Entwicklungsprozess. Mattes, Heidelberg 2006.

Janus L (2013) Die Psychologie der Mentalitätsentwicklung – vom archaischen zum modernen Bewusstsein (dort die Beiträge von Georg Oesterdieckhoff und Willy Obrist). LIT, Münster.

Janus L (2015) Verantwortung für unsere Gefühle – die emotionale Dimension der Aufklärung. Mattes, Heidelberg.

 

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)

Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 15.10.2016 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.



 

Michael Stasch

„Antragswerkstatt“ (A10, B1, B2)

Sie haben in der Antragswerkstatt die Gelegenheit, in Arbeit befindliche Anträge vorzustellen und zu diskutieren. Die Veranstaltung soll Sie bei der Therapieplanung und Anfertigung von Berichten für den Gutachter unterstützen. Auch Fortsetzungs- oder Umwandlungsanträge können gerne eingebracht werden. Voraussichtlich werden wir an einem Abend einen Fall ausführlich besprechen, aber auch „kleinformatige“ Fragen können beantwortet werden.

 

Termine:       Mittwoch, 19.10.2016, 23.11.2016 ,  14.12.2016,   11.01.2017,  08.02.2017
Zeit 20.30 – 22.00 Uhr

 

Teilnehmer:   Eine Teilnahme ist möglich für alle behandelnden Ausbildungsteilnehmer/-innen des HIT, HIP und IPP.

 

Literatur:

Hohage, R. (1997). Analytisch orientierte Psychotherapie in der Praxis. Stuttgart:  Thieme.

Stasch, M., Grande, T., Janssen, P., Oberbracht, C. & Rudolf, G. (2014). OPD-2 im

Psychotherapie-Antrag. Psychodynamische Diagnostik und Fallformulierung. Bern: Huber.

 

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)

Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 15.10.2016 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.



 

Doris Normann

 Allgemeine Neurosenlehre  (A1, A2.1, A3)
Im Seminar werden die Grundlagen der psychoanalytischen Krankheitslehre vermittelt unter Berücksichtigung konflikt-, defizit- und traumapathologischer Aspekte. Hierzu wird zu Beginn ein Fallbeispiel zur Verständniserleichterung für die später abgehandelten Themen vorgestellt (bitte teilnehmen). Am zweiten Seminarsamstag ist Gelegenheit für ein Referat von LOHMER et al.  über einen Übersichtsartikel, der sich der Differenzierung der reifen, mittelreifen und unreifen Strukturpathologien und deren klinischen Erscheinungsformen widmet (11 Seiten Text, gut lesbar) bitte bei Interesse schon im Vorfeld bei der Seminarleiterin melden).

Termine:

Samstag, den   12.11.2016           Zeit: 09:30 Uhr – 13:00 Uhr und 14:00-15:30 Uhr
Samstag, den   10.12.2016           Zeit: 09:30 Uhr – 13:00 Uhr

 

keine  Teilnehmerbegrenzung; offen für HIT, IPP und HIP

Literatur:

Ermann, M.: Psychotherapie und Psychosomatik. Ein Lehrbuch auf psychoanalytischer Grundlage.: 6. Aufl. 2016, W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart

Hoffmann, S.O. ,  Hochapfel, G. , Eckardt-Henn. A. und Heuft, G.: Neurotische Störungen und Psychosomatische Medizin 8., vollst. überarb. und erw. Aufl. 2009. Schattauer Verlag, Stuttgart

Krause, R.: Allgemeine psychoanalytische Krankheitslehre, Neuaufl. 2009 (Bd I und II zusammengefasst), Psychosozial Verlag, Gießen

Mentzos, St.: Neurotische Konfliktverarbeitung, 17.Aufl. 2013, Fischer Verlag, Frankfurt

 

 

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)

Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 15.10.2016 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.

 


 

Bernhard Hain

Psychiatrische Krankheitsbilder: Systematik, Psychodynamik, Behandlungswege einschließlich Psychopharmakotherapie Teil 1 (A1, A2.3, A4, A8, B1).

 

Die wichtigsten psychiatrischen Krankheitsbilder werden systematischvorgestellt. Das AMDP-System wird als Leit-Modell der Befunderhebungvorgestellt und an Beispielen erprobt. Die Psychodynamik insbesondere die Störung im Selbst- und Objektbezug wird an kleinen Fall-Vignetten erarbeitet. Störungen der kognitiven Funktionen und Ich-Funktionen werden vorgestellt. Die Behandlungswege und Behandlungsformen , einschließlich der Indikationen für Psychopharmakotherapie werden den Krankheitsbildern zugeordnet. Lernformen: Kurzvorträge, Diagnostische Arbeit mit dem AMDP-Manual.

Referate der Teilnehmer (bitte vorher anfragen)

 

Termine:       Samstag 26.11.2016          Zeit: 09.00-12.30 Uhr

                         Samstag 25.03.2017          Zeit: 09.00-16.30.Uhr

 

Offen für die Teilnehmer des HIT, HIP, IPP

 

Literatur:

Dieter Ebert: „Psychiatrie systematisch“ 8. Auflage 2011 Arbeitsgemeinschaft AMDP: „Das AMDP-Manual“ 9.Auflage 2016

Stavros Mentzos „Psychodynamische Modelle in der Psychiatrie“ 3.Auflage 2001

Jürgen Kind „Suizidal – Die Psychoökonomie einer Suche“ 3.Auflage 1998

Dietmar Stiemerling: „10 Wege aus der Depression“ 5.Aufklage 2001

 

 

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)

Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 15.10.2016 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.


 


 

Susanne Ditz

Über Sexualität reden (A1, A5, A6).                                                                                                                                                  Sexuelle Funktionsstörungen treten nicht selten als Begleitsymptome häufiger psychischer Störungsbilder, wie Angststörungen oder Depressionen auf. Darüber hinaus können sie Frühsymptom von psychischen und somatischen Erkrankungen sein. Sie gehen mit erheblichem Leidensdruck und negativen psychischen wie körperlichen Folgeerscheinungen für die betroffene Person und die Paare einher. Um Patienten und Patientinnen mit aktuell aufgetretenen und/oder chronifizierten Sexualstörungen behandeln zu können, bedarf es einer spezifischen diagnostischen und therapeutischen Kompetenz. Wie kann z.B. verlorengegangene Erotik in einer Partnerschaft wieder auf leben? Wie können sich langjährige Partnerschaften aus der sexuellen Lähmung befreien? Und wie kann die Spannung zwischen individueller und partnerschaftlicher Sexualität therapeutisch genutzt werden? Die therapeutische Arbeit mit den sexuellen Erfahrungen ermöglicht einen unmittelbaren Zugang zum Unbewussten. Sie arbeitet im Zentrum von Affekt und Abwehr. Das heißt, dass die konkreten sexuellen Erfahrungen mit sich selbst und im Umgang mit der/dem PartnerIn als Vehikel dienen, um sich aus alten Konfliktstrukturen zu lösen und die bisherigen Schutzfunktionen der sexuellen Symptomatik überflüssig werden zu lassen.

Seminarinhalte sind: Erhebung einer Sexualanamnese, Frage- und Interviewtechniken beherrschen, sexuelle Funktionsstörungen klassifizieren, sexuelle Dysfunktionen bei Depressionen, Sexuelles in Übertragung und Gegenübertragung,  professionelle Haltung, Rollenklarheit, Selbstreflexion, Sexualtherapie.

 

Termine: montags 24.10., 7.11., 14.11.,21.11., 28.11.2016

Zeit:  20.30 – 22.00 Uhr

Teilnehmer: offen für Kandidaten des HIT, IPP, HIP

 

Literatur:

  1. Clement (2005):  Erotik – eine Frage der Entscheidung. Psychologie heute , 26-29
  2. Clement (2006):  Systemische Sexualtherapie. Klett-Kotta
  3. Schnarch (2011): Die Psychologie sexueller Leidenschaft. Klett-Kotta

 

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)

Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 15.10.2016 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.

 


 

Eva Mannek-Steinbrenner und Georges-P. Cabot

 Psychoanalyse und Islam Teil I (A6, B3)                                                                                                                                    Jenseits einer polemisch im In- und Ausland angeheizten Debatte, müssen wir als Analytiker feststellen, dass wir über die islamischen Traditionen aber auch die Religionsformen zunächst ein hohes Maß an Unkenntnis haben. Um sich mit diesem Thema zu befassen, können insgesamt drei Perspektiven eingenommen werden: Neben dem religiösen, spielt der kulturelle und nicht zuletzt der individuell-persönliche Aspekt eine wesentliche Rolle.

Ein besseres Verständnis kann uns ermöglichen, durchaus psychotherapeutisch-analytisch zu arbeiten. Dabei geht es weniger um die Art der Religion, als vielmehr um den Umgang mit dieser und dessen kulturelle Einbettung.

Dieses kann sich in der Ausgestaltung und Affektqualität psychoanalytischer Grundkonflikte wiederfinden.

Dieses Seminar ist als Anstoß zu einer inneren Auseinandersetzung zu verstehen, auch verbunden mit der Frage, welche Implikationen die spezifischen unbewußten Vorgänge in der Behandlung von Patienten eine Rolle spielen können.

Im ersten Teil dieses Seminars möchten wir uns mit den Grundlagen des Monotheismus, den spezifischen Aspekten des ödipalen Konfliktes, der Bedeutung und den Umgang mit der Sexualität und mögliche begünstigende Faktoren für eine Radikalisierungstendenz beschäftigen.

 

Termine:       Donnerstag: 27.10., 24.11., 08.12.16, 19.01.17 und 09.02.17

Zeit:                jeweils um 20.30 Uhr

 

Offen für Ausbildungskandidaten IPP, HIT und HIP

 

Literatur:                                                                                                                                                                                                

  • Assmann. (2009): Mnemoklasmus: Über Destruktivität und Identität in den monotheistischen Religionen. Psyche – Z Psychoanal 63, 852-876 Klett-Cotta Verlag, Stuttgart
  • E. Ardjomandi. (1995): Die Faszination der Gewalt. Über die gebrochene Identität der „aufgeklärten: iranischen Frau“. aus Gewalt und Zivilisation, Hrsg. A.-M. Schlösser, A. Gerlach, Psychosozial Verlag, Gießen, S. 167-192.
  • Jiko. (2004): Die Verleugnung der Ambivalenz. Eine psychoanalytische Annäherung an den Monotheismus im Islam. Psyche – Z Psychoanal 58, 26-46 Klett-Cotta Verlag, Stuttgart
  • Jiko. (2007): Die Idealisierung des sexuellen Triebes im Islam. Psyche – Z Psychoanal 61, 1132-1154 Klett-Cotta Verlag, Stuttgart
  • Benslama (2016): la radicalisation comme symptôme (Radikalisierung als Symptom). Un furieux désir de sacrifice (Ein zorniges Bedürfnis nach Aufopferung),
  • Éditions Le Seuil Paris, p. 37-63, La guerre des subjectivités dans l’islam,  http://www.mucem.org/fr/node/3476#, Vortrag und Auszug aus dem Buch wird vom Referenten aus dem Französischen übersetzt.                                                                                                                                                                       Gruen. (2000): Der Fremde. Der Fremde in Uns, Klett-Cotta Verlag Stuttgart, S. 9-34.

Die Literatur ist bei den Dozenten erhältlich und wird am ersten Abend zum Teil als Kopiervorlagen zur Verfügung gestellt.

 

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)

Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 15.10.2016 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.

 


 

Sabine v. Falkenhausen und Ulrich Deutschmann

 Versuch einer Sprachentwirrung zwischen Analytikerin und Baby (A2, A5, A6)

In Analysen haben wir es immer mit dem Baby zu tun welches wir und der Analysand einmal waren. Auch in der analytischen Literatur begegnen wir unterschiedlichen Phantasmen, die sich Baby nennen,  und sich je nach therapeutischer Schule unterscheiden. Auch das Produkt unserer Arbeit, das „analytische Baby“ gehört dazu. Zusätzlich passieren reale Schwangerschaften, werden Kinder geboren, die unsere Fähigkeit zu triangulieren und im Sinn zu behalten herausfordern.

Co-Regulation, Selbstregulation, Abwehrmechanismen, Coping Strategien lassen sich in Statu nascendi beobachten, genau wie transgenerationale Traumatransmission durch elterliche Projektionen, Ängste oder kindliche Besonderheiten.

In diesem Seminar betrachten wir sowohl das reale Baby mit seinen Kommunikationsmöglichkeiten, wie die phantasmatischen Babys der Eltern und unserer Fachliteratur  und werden anhand von Fallvignetten unsere Beobachtungs, Containment- und Verstehensmöglichkeiten für nonverbale Botschaften – auch nützlich für Erwachsenentherapien- erweitern.

 

Termine:                  Mittwoch 25.01.17, 01.02.17, 22.02.17, 08.03.17, 15.03.17,
Zeit:                            20.30-22.00 Uhr

 

Teilnehmer: offen für Teilnehmer von IPP, Hit und HIP

 

Literatur:

Fraiberg, S: Gespenster im Kinderzimmer

Fraiberg, S: Pathologic Defences in Infancy

Green, A: Die tote Mutter

Bick, E: Das Hauterleben in frühen Objektbeziehungen

Anzieu, D: Das Haut -Ich

Salomonsson, Bjorn (2016):Infantile defences in parent-infant psychotherapy: The example of gaze avoidance.In: The International journal of psycho-analysis 97 (1), S. 65–88.

Cohen,L.; Slade,A. The Psychology and Psychopathology of Pregnancy: Reorganization and Transformation

Barrows, Paul (2007):Wandel in der Eltern-Kind-Psychotherapie

Israel, Agathe (2008): Frühe Kindheit in der DDR. In: Kinderanalyse.

Berger, Margarete (1997): Zur frühen Entwicklung von Kindern und Eltern nach erfolgreicher In-vitro-Fertilisation. In:  Kinderanalyse.

 

 

Vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung über den jeweiligen Dozenten an: Svfalkenhausen@t-online.de

 


 

Ulrich Deutschmann
Geschichte der Psychoanalyse Teil 2: 1918 – 1945 (A12)

 Das Seminar ist das zweite von insgesamt drei Folgen. So wie bereits im ersten Teil soll auch hier eine Perspektive weniger auf eine Geschichte der Ideen und Konzepte, als auf eine Geschichte der Personen eingenommen werden. Hierzu ist der Blick auf die sozial- und gesellschaftsgeschichtlichen Entwicklungen dieser Zeit unerlässlich. Einen wesentlichen Schwerpunkt bildet dabei natürlich die politische Entwicklung in Deutschland – die Polarisierung in der Weimarer Republik, die zunehmende nationalistische Radikalisierung Ende der 20er Jahre, die dann in den Nationalsozialismus mündete und schließlich im Zivilisationsbruch des Holocaust endete. Aus der Vielfalt möglicher Themen wollen wir zum Einen die Entwicklung der Psychoanalyse in Deutschland herausgreifen. Zum Anderen wollen wir uns mit den Biografien von zwei Psychoanalytikerinnen beschäftigen, die Deutschland verlassen haben.

 

Termine:.

Donnerstag 12.01.2017,                                           Zeit:   20.30-22.00 Uhr

Samstag      11.03.2017,                                          Zeit:  09.00-17.00 Uhr

 

Offen für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des IPP, des HIT, HIP und des VAKJP-Instituts.

 

Literatur:

Wehler, Hans-Ulrich (2003): Deutsche Gesellschaftsgeschichte Bd. 4. München: Beck

Jones, Ernest(1955/1984): Sigmund Freud – Leben und Werk. 3 Bd. München: dtv

Lockot, Regine (1985): Erinnern und Durcharbeiten. Zur Geschichte der Psychoanalyse im Nationalsozialismus. Frankfurt/M.: Fischer  (nur antiquarisch erhältlich)

Lockot, Regine (1994): Die Reinigung der Psychoanalyse. Die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft im Spiegel von Dokumenten und Zeitzeugen (1933 – 1951). Tübingen: Edition diskord

Siebenhüner, Gerda (2005): Frieda Fromm-Reichmann – Pionierin der analytisch orientierten Psychotherapie von Psychosen. Gießen: Psychosozial Verlag

Grosskurth, Phyllis (1986/1993): Melanie Klein. Ihre Welt und ihr Werk. Stuttgart: Verlag Internationale Psychoanalyse

 

Einzelheiten zur Literatur werden auf dem Einführungsabend bekanntgegeben.

 

Vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung über den jeweiligen Dozenten an: Ulrich Deutschmann: udeutschmannhd@aol.com

 


 

Anja Guck-Nigrelli/Andreas Renzel

Weibliche Adoleszenz (A1, A5)

Ist die Adoleszenz noch immer – wie Anna Freud 1958 konstatierte – ein Stiefkind der Psychoanalyse? Wir wollen uns mit Grundlagentexten (Anna Freud, Laufer und Laufer) und zeitgenössischen Arbeiten (King, Flaake, Erdheim u.a.) zur weiblichen Adoleszenz auseinandersetzen, um einen Einblick in diese turbulente Lebensphase zu gewinnen, in der es um die Loslösung von den elterlichen, inzestuösen Objekten, das Finden neuartiger Lösungen für alte infantile Konflikte, den Erwerb einer eigenen (Geschlechts-)Identität und den Aufbruch in das eigene Leben geht.

 

Termine: Einführung (obligatorisch): Freitag,                                   Zeit: 27.01.17, 20.30 Uhr,

weitere Termine: Sa 11.02.17, 9.30- 13.00 Uhr, Sa 18.02.17,         Zeit: 9.30-13.00 Uhr

 

TeilnehmerInnen:offen für  KandidatInnen des IPP, HIT, HIP, AKJP-Institut.
Max. 15 TeilnehmerInnen.

 

Literatur: U.a. ausgewählte Kapitel aus den folgenden Werken:

Bohleber, Werner (Hg.)(1996): Adoleszenz und Identität. Verlag Internationale Psychoanalyse, Stuttgart.

Flaake, Karin (2003): Körperlichkeit und Sexualität in der Adoleszenz junger Frauen: Dynamiken in der Vater-Tochter-Beziehung. Psyche 57: S. 403 – 425.

Freud, Anna (1958): Probleme der Pubertät. In: Die Schriften der Anna Freud. Bd. VI. Fischer, München 1980.

King, Vera, Flaake, Karin (Hg.)(1992): Weibliche Adoleszenz. Campus, Frankfurt.

King, Vera (2012): Adoleszente Identitätssuche und Ablösung: Entwicklungsanforderungen und Krisenpotenziale in Generationenbeziehungen. In: Grimmer, B., Sammet, I.,Dammann, G. (Hg.): Psychotherapie in der Spätadoleszenz. Kohlhammer, Stuttgart.

Laufer, Moses und Laufer, M.Egle (1989): Adoleszenz und Entwicklungskrise. Stuttgart, Klett-Cotta

 

 Vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung über den jeweiligen Dozenten

Bitte vorher anmelden, damit wir Ihnen Seminarplan, Literaturliste und Texte vorher zusenden können: kontakt@andreas-renzel.de



 

 Sebastian Leikert

 Der Signifikant und das Begehren – Grundbegriffe der Psychoanalyse Lacans und ihre Bedeutung für die psychoanalytische Praxis (A3, A12, B3)

Lacan polarisiert nach wie vor. Dagegen wird in meinem Seminar der Versuch unternommen, ihn als einen Autor zu rezipieren, der jenseits aufgeregter Debatten wichtige Fragen aufwirft und innerhalb einer modernen und durch verschiedene Theoriediskurse informierten Behandlungstechnik wertvolle Orientierungen bieten kann.

Das Seminar konzentriert sich auf zwei Texte welche die Grundbegriffe Lacans für die Behandlung fruchtbar machen. Das Spiegelstadium (1) interpretiert Freuds Konzept des Narzissmus und zeigt seine organisierende Kraft für das Körperselbst ebenso wie die Tendenz des Imaginären, sich der sprachlichen Arbeit der Analyse zu verwehren. Damit sind die Begriffe des körperlich Realen und Imaginären situiert. Der Graph des Begehrens (2) präsentiert sich zweifellos recht enigmatisch. Er lässt sich aber pragmatische erläutern, vor allem da die Spiegelbeziehung sich bereits in diesen Graph eintragen lässt. Hinzu kommt die Kette der Signifikanten, die das Begehren strukturiert. Hier werden wir diskutieren, wie vor allem die unbewusste Signifikantenkette einen Wiederholungszwang ausübt und das Subjekt nicht freilässt, sein eigenes Begehren zu konfigurieren. Es wird darum gehen einerseits Lacans Konzepte im Anschluss an andere Autoren zu situieren, andererseits aber auch die Momente herauszuarbeiten, die spezifisch für Lacan sind.

 

Termine:
Freitag           10. Februar 2017 Vorbesprechung.                   Zeit:  20:30 – 22:00
Freitag            17. März 2017                                                         Zeit: 20:30 – 22:00
Samstag         18. März 2017                                                        Zeit: 09:00 – 15:00

 

Dieses Seminar ist offen für Kandidaten von  HIT, IPP, HIP

 

Literatur:

Lacan, Jacques (1949): Das Spiegelstadium als Bildner der Ichfunktion, wie sie uns in der psychoanalytischen Erfahrung erscheint. In: Schriften I, Olten: Walter 1975.
Lacan, J. (1960) Die Subversion des Subjekts und die Dialektik des Begehrens im Freud´schen Unbewussten. Schriften II, Olten: Walter, (1975).

 

Vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung über den jeweiligen Dozenten :Sebastian Leikert,  E-Mail: s.leikert@web.de


 


 

Andrea Jooß-Herzog

Negativ Therapeutische Reaktion (NTR), Identitätswiderstand, narzisstische Gefahr der Heilung und catastrophic change (B6,B3).
Diese Theoriekonzepte können in manchen Fällen helfen, für scheinbar dysfunktionale und destruktive Entwicklungen in psychoanalytischen Behandlungen ein tieferes Verständnis zu entwickeln und eine Sinnhaftigkeit zu erkennen.

Es soll v.a. mit Fallbeispielen gearbeitet werden. Die wesentlichen theoretischen Aspekte werden dabei vermittelt werden.

 

Termine:

Freitag, den      13.1.2017     Zeit:  18.30 – 20.00 Uhr

Samstag, den   20.1.2017     Zeit:  09.30 –  13.00 Uhr

Samstag, den   28.1.2017     Zeit:  09.30 – 13.00 Uhr

 

offen für Teilnehmer von HIT, IPP, HIP

 

Eine Literaturliste liegt im Seminar aus oder kann am Ende des Jahres bei mir erfragt werden.

 


 

Kasuistisch- technisches Seminar (Fallseminare)
mit Fallvorstellungen der Aus- und Weiterbildungsteilnehmer sowie von Therapeuten

Stefanie Wilke                     Dienstag                   25.10.2016               20.30 – 22.00 Uhr

Lennart Pfeil                        Dienstag                   22.11.2016               20.30 – 22.00 Uhr

Renate Kremer                    Mittwoch                   30.11.2016               20.30 – 22.00 Uhr

Renate Kremer                    Dienstag                   06.12.2016               20.30 – 22.00 Uhr

Lennart Pfeil                        Dienstag                   13.12.2016               20.30 – 22.00 Uhr

Stefanie Wilke                     Dienstag                   17.01.2017               20.30 – 22.00 Uhr

Renate Kremer                    Montag                      30.01.2017               20.30 – 22.00 Uhr

Lennart Pfeil                        Dienstag                   14.02.2017               20.30 – 22.00 Uhr

 

 

Für Aus- und Weiterbildungskandidaten ab dem 1. Semester 

Wichtig: Eine verbindliche Anmeldung zu den kasuistischen Seminaren ist unbedingt erforderlich.

 

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)

Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 15.10.2016 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.