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Seminare im WS 2017/18

 

Cornelius Honold

Psychodynamische Traumatherapie (A1, A2, A9, B3)

Nachdem sich die psychoanalytisch begründete Psychotherapie historisch zunächst intensiv mit der Behandlung „traumatisierter“ Menschen auseinandergesetzt hatte, scheint mitverursacht durch neue, vor allem psychobiologische Forschungsergebnisse und daran orientierte Behandlungskonzepte eine zunehmende Aufteilung in Patienten mit zu bearbeitenden neurotischen Konflikten auf der einen und „traumatisierte“ Patienten auf der anderen Seite wichtig. So wichtig, dass sich diese sogar nachvollziehen lässt bis in die therapeutischen Identitäten der Behandler und Behandelnden als beispielsweise Analytiker und Analysanden im Unterschied zu „Traumatherapeuten“ und „Traumapatienten“. Es wurden sogar eigene Ausbildungsinstitute für „Traumatherapie“ gegründet, die sich ausschließlich der Vermittlung der Kompetenzen zur Behandlung von Traumatisierten widmen.

In diesem Seminar wollen wir anhand der angegebenen Literatur und der klinischen Erfahrung der SeminarteilnehmerInnen versuchen, die Brücke zwischen klassischer, konfliktzentrierter Neurosenlehre und den Modellen zu den sogenannten „Traumafolgestörungen“ zu beleben und über eine integrative „psychodynamische Traumatherapie“ nachzudenken.

Das Seminar richtet sich somit vornehmlich an Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen in psychodynamischer Psychotherapie, die sich innerhalb dieser Ausbildung (und Identitätsbildung) für Modelle zur integrativen Behandlung traumatisierter Patienten interessieren. Zum ersten Seminartag bitte ich alle TeilnehmerInnen, die beiden folgenden Literaturangaben bereits durchgelesen zu haben: Reddemann, Fischer: Worauf es ankommt (Seiten 263-278) sowie Uexküll: Lehrbuch Psychosomatische Medizin, Kapitel: Psychotraumatologie (Seiten 631-641). Kopiervorlagen sind im Sekretariat des HIT bei Frau Kuhlmann ab Beginn des Wintersemesters erhältlich.

 

Termine: 20.01.2018 und 03.02.2018

Zeit:  9.30 – 15.30 Uhr

TeilnehmerInnen: offen für Aus- und WeiterbildungskandidatInnen des HIT, IPP und HIP

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)
Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 18.10.2017 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.


 

Ulrich M. Treiber

Psychodynamisch verstehen – systemisch-lösungsorientiert intervenieren II (A9, B3, B5)

Im SS 2017 haben wir theoretisch und auch praktisch begonnen, die fruchtbare Spannung zwischen psychodynamischem und systemischen Vorgehen in der Therapiepraxis auszuloten.

In diesem Folgeseminar soll es praktisch vor allem darum gehen, einzelne aus dem Systemischen kommende Interventionen konkret (in Rollenspielen) einzuüben, um sie in das eigene therapeutische Vorgehen angemessen zu integrieren.

Darüber hinaus wollen wir uns mit einigen Kapiteln aus dem Buch von Rieforth/Graf befassen, nachdem im letzten Semester der theoretische Stand Fürstenaus und die Grundlagen der systemischen Erkenntnistheorie beleuchtet wurden.

Das Seminar ist vor allem für Teilnehmer_innen des Erstseminars gedacht. Aber es können auch gern neue Teilnehmer_innen dazustoßen. Diese bitte ich, mich zuvor per E-Mail zu kontaktieren, um Empfehlungen für eine vorbereitende Lektüre zu erhalten.

 

Termine:  Samstag, 28. Oktober und 18. November 2017

Zeit:  jeweils 09.30 – 13.30 Uhr

Teilnehmer_innen:   HIT, gern auch HIP und IPP

Literatur:
Fürstenau P (2004) Entwicklungsförderung durch Therapie, Pfeiffer, Stuttgart
Fürstenau P (2007) Psychoanalytisch verstehen – Systemisch denken – Suggestiv
intervenieren.  Klett-Cotta, Stuttgart
Rieforth J, Graf G (2014) Tiefenpsychologie trifft Systemtherapie: Eine besondere
Begegnung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen Toronto
Schlippe A von, Schweitzer J (Bd. 1 2012, Bd. 2 2006) Lehrbuch der systemischen
Therapie und Beratung I und II. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen Toronto
Schlippe A von, Schweitzer J (2009) Systemische Interventionen. Vandenhoeck &
Ruprecht, Göttingen Toronto

 

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)
Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 18.10.2017 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.


 

Konrad M. Wetzel

Mein Partner ist krank“ (A6, B3, B6)

Fallseminar:  über therapeutische Gespräche mit Partnern/Eltern/Angehörigen von Patienten, die somatisch/psychisch/psychiatrisch erkrankt sind und im Rahmen eines ambulanten/stationären Settings behandelt werden/wurden.

Angestrebt ist eine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen, die im freundschaftlich, kollegialen Bemühen eigne Fälle besprechen will; mit einem Thema, das eine wichtige Ergänzung zum Einzelsetting bedeutet. Zentrales Thema ist die innere Funktion der Erkrankung im Beziehungsumfeld des Patienten und des therapeutischen Umgangs damit.

Dies evtl. über mehrere Semester. Grundlegende Familien-u. Paartherapeutische Kenntnisse werden dabei vermittelt/wiederholt. Es ist ein kasuistisches-praxisbezogenes  Seminar über die Fälle der Teilnehmer, evtl. mit Rekonstruktionsaufstellungen, Rollenspielen etc.

 

Termine: Mittwoch: 15.11.17, 29.11.17, 13.12.2017, Dienstag 16.01.18

Zeit: 20.30-22.00 Uhr

Teilnehmer_innen: Offen für HIT, IPP, HIP.

Literatur : 

  1. Watzlawick ( 1988 ) Münchhausens Zopf; Huber.
  2. Boszormenyi – Nagy ( 1973 ) Unsichtbare Bindungen; Klett/Cotta
  3. Stirlin ( 1975 ) Von der Psychoanalyse zur Familientherapie; Klett Verlag
  4. Stirlin Gerechtigkeit in nahen Beziehungen; Carl-Auer Verlag

und viele seiner Werke !

  

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)
Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 18.10.2017 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.

 


 

Doris Normann

Allgemeine Neurosenlehre (A1, A 2.1, A3)
Im Seminar werden die Grundlagen der psychoanalytischen Krankheitslehre vermittelt unter Berücksichtigung konflikt-, struktur- und traumapathologischer Aspekte. Hierzu wird zu Beginn am ersten Seminarsamstag ein Fallbeispiel zur Verständniserleichterung für die später abgehandelten Themen vorgestellt (bitte teilnehmen).

 

Termin: Samstag, den  11.11. 2017                   Zeit: 09.30-13.00 und 14.00-15.30 Uhr

Termin: Samstag, den  09.12.2017                    Zeit: 09.30-13.00 Uhr

keine  Teilnehmerbegrenzung; offen für HIT, IPP und HIP

Literatur:

Ermann, M.:Psychotherapie und Psychosomatik. Ein Lehrbuch auf psychoanalytischer Grundlage.,6.
überarb. und erweit. Aufl. 2016, W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart
Hoffmann, S.O. ,  Hochapfel, G. , Eckardt-Henn. A. und Heuft, G.:
Neurotische Störungen und Psychosomatische Medizin
8., vollst. überarb. und erw. Aufl. 2009, Schattauer Verlag, Stuttgart
Krause, R.:Allgemeine psychoanalytische Krankheitslehre
Neuaufl. 2009 (Bd I und II zusammengefasst), Psychosozial Verlag, Gießen
Mentzos, St.: Neurotische Konfliktverarbeitung, 23. Aufl. 2013, Fischer Verlag, Frankfurt

 

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)
Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 18.10.2017 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.

 


 

Susanne Ditz

Über Sexualität reden (A1, A5, A6)
Sexuelle Funktionsstörungen treten nicht selten als Begleitsymptome häufiger psychischer Störungsbilder, wie Angststörungen oder Depressionen auf. Darüber hinaus können sie Frühsymptom von psychischen und somatischen Erkrankungen sein. Sie gehen mit erheblichem Leidensdruck und negativen psychischen wie körperlichen Folgeerscheinungen für die betroffene Person und die Paare einher. Um Patienten und Patientinnen mit aktuell aufgetretenen und/oder chronifizierten Sexualstörungen behandeln zu können, bedarf es einer spezifischen diagnostischen und therapeutischen Kompetenz. Wie kann z.B.  verlorengegangene Erotik in einer Partnerschaft wieder auf leben? Wie können sich langjährige Partnerschaften aus der sexuellen Lähmung befreien? Und wie kann die Spannung zwischen individueller und partnerschaftlicher Sexualität therapeutisch genutzt werden? Die therapeutische Arbeit mit den sexuellen Erfahrungen ermöglicht einen unmittelbaren Zugang zum Unbewussten. Sie arbeitet im Zentrum von Affekt und Abwehr. Das heißt, dass die konkreten sexuellen Erfahrungen mit sich selbst und im Umgang mit der/dem PartnerIn als Vehikel dienen, um sich aus alten Konfliktstrukturen zu lösen und die bisherigen Schutzfunktionen der sexuellen Symptomatik überflüssig werden zu lassen.

Seminarinhalte sind: Erhebung einer Sexualanamnese, Frage- und Interviewtechniken beherrschen, sexuelle Funktionsstörungen klassifizieren, sexuelle Dysfunktionen bei Depressionen, Sexuelles in Übertragung und Gegenübertragung,  professionelle Haltung, Rollenklarheit, Selbstreflexion, Sexualtherapie. Eine Fortsetzung des Seminars im Sommersemester mit Schwerpunkt Sexualtherapie ist geplant.

 

Termine: montags 19.02., 05.03.,12.03., 19.03., 26.03.2018

Zeit: 20:30 -22.00 Uhr

Teilnehmer_innen: Offen für HIT, IPP, HIP.

Literatur

  1. Freud (1914): Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie
  2. Clement (2005): Erotik – eine Frage der Entscheidung. Psychologie heute , 26-29
  3. Clement (2016): Systemische Sexualtherapie. Klett-Kotta
  4. Arentewicz, G. Schmidt (1986); Sexuell gestörte Beziehungen
  5. Schnarch (2011): Die Psychologie sexueller Leidenschaft. Klett-Kotta
  6. Schnarch (2012): Intimität und Verlangen Klett-Kotta

 

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)
Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 18.10.2017 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.


 

Ludwig Janus

 Reflexion des politischen Geschehens mit den Mitteln der Psychoanalyse und der Psychohistorie (A1, A6, A12)
Die Ansätze der psychoanalytischen Kulturpsychologie und der Psychohistorie bieten auf mehreren Ebenen Möglichkeiten zu einer Reflexion des politischen Geschehens, die meines Erachtens zu wenig genutzt werden. Denn sie könnten eine bedeutende Ressource für eine Hintergrundreflexion des politischen Handelns. Das Seminar soll diese Potenziale vergegenwärtigen, um Wege der Vermittlung in die Öffentlichkeit zu diskutieren.

Termine: 16.11.2017, 23.11.2017, 30.11.2017  Zeit: 20.30-22.00 Uhr

Teilnehmerkreis: alle Semester und Mitglieder, offen für Ausbildungsteilnehmer u. Mitglieder des HIT und anderer Institute.

 

Literatur
deMause, L (2005) Das emotionale Leben der Nationen. Drava, Klagenfurt.
Janus L (2006) Der Geschichte der Menschheit als psychologischer Entwicklungsprozess. Mattes, Heidelberg 2006.
Janus L (2013) Die Psychologie der Mentalitätsentwicklung – vom archaischen zum modernen Bewusstsein (dort die Beiträge von Georg Oesterdieckhoff und Willy Obrist). LIT, Münster.
Janus L (2015) Verantwortung für unsere Gefühle – die emotionale Dimension der Aufklärung. Mattes, Heidelberg. Mattes, Heidelberg
Janus L (2017)  Der Wandel der Identitätsstrukturen im Laufe der Geschichte. Mattes, Heidelberg (Spätherbst).

 

Adresse: Jahnstr. 46, 69221 Dossenheim, Tel. 06221 801650, E-Mail: janus.ludwig@gmail.com, www.Ludwig-Janus.de

Vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung über den jeweiligen Dozenten an: janus.ludwig@gmail.com


 

Renate Kremer

Beendigung von Psychoanalysen und Psychotherapien  (B2, B6)
Offenbar ein schwieriges Thema, kein Stichwort bei Sigmund Freud im Gesamtregister.
Aber  mit den Interessierten an diesem Seminar kann es gelingen eigene Literaturvorschläge auszuwählen
und mit Fallvorstellungen das Thema zu erhellen.

 

Termin: Montag 11.12.17
(Vorbesprechung mit den Literaturempfehlungen der Teilnehmer)
Zeit: 20:30 bis 22:00 Uhr

 

Weitere Termine: 08.01.18, 15.01.18, 22.01.18 und 29.01.18
Zeit: 20:30 bis 22:00 Uhr

TeilnehmerInnen: Aus-und Weiterbildungsteilnehmer/Innen des IPP, HIT, HIP und Gäste
Literatur:
Diederichs , P. (Hg.)  2006 Die Beendigung von Psychoanalysen und Psychotherapien.Die Achillesferse der psychoanalytischen Behandlungstechnik
Giessen:psychosozial
Novick, Jack, & Kerry Kelly Novick 2008 Ein guter Abschied
Brande & Apsel

Vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung über den jeweiligen Dozenten an: renate.kremer@t-online.de

 


 

Michael Stasch

„Antragswerkstatt“ (A10, B1, B2)

Sie haben in der Antragswerkstatt die Gelegenheit, in Arbeit befindliche Anträge vorzustellen und zu diskutieren. Die Veranstaltung soll Sie bei der Therapieplanung und Anfertigung von Berichten für den Gutachter unterstützen. Auch Fortsetzungs- oder Umwandlungsanträge können gerne eingebracht werden. Voraussichtlich werden wir an einem Abend einen Fall ausführlich besprechen, aber auch „kleinformatige“ Fragen können beantwortet werden.

Termine:       Mittwoch, 25.10.2017         Zeit 20.30 – 22.00 Uhr

Mittwoch, 22.11.2017         Zeit 20.30 – 22.00 Uhr

Mittwoch, 20.12.2017         Zeit 20.30 – 22.00 Uhr

Mittwoch, 24.01.2018         Zeit 20.30 – 22.00 Uhr

Mittwoch, 21.02.2017         Zeit 20.30 – 22.00 Uhr

 

 

TeilnehmerInnen:
Eine Teilnahme ist möglich für alle behandelnden Ausbildungsteilnehmer/-innen des HIT, HIP und IPP.

Literatur:

Hohage, R. (1997). Analytisch orientierte Psychotherapie in der Praxis. Stuttgart:  Thieme.
Stasch, M., Grande, T., Janssen, P., Oberbracht, C. & Rudolf, G. (2014). OPD-2 im
Psychotherapie-Antrag. Psychodynamische Diagnostik und Fallformulierung. Bern: Huber.

 

Vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung über den jeweiligen Dozenten an: praxis@psychotherapie-stasch.de


 

Dr.med. Sabine v.Falkenhausen-Leube und Dr.med. Sabine Ameskamp

Die Entwicklungspsychologie des Körpers oder die Somapathologie des Alltagslebens (A1, A2.2, A5)

 In diesem Seminar möchten wir gemeinsam darüber nachdenken, wie frühe vorsprachliche Alltagspraktiken im Umgang zwischen Pflegeperson und Kind die Entwicklung des Körperselbsts beeinflussen. Schon in den frühesten Phasen der körperlichen Abhängigkeit, hat das Baby viele Möglichkeiten, Interaktionen mitzugestalten:  sich Einlassen-sich Abwenden, ruhige Aufmerksamkeit-Schreien, Entspannung-Anspannung, Nahrung aufnehmen und verdauen- Aufstoßen und Erbrechen, zur Ruhe kommen und vertrauensvoll Einschlafen- Brüllen…. Dies hat Auswirkungen auf die Pflegepersonen und das sich entwickelnde Individuum im Sinne von gemeinsamen Bedeutungszuschreibungen, die weit über das Körperliche hinausgehen. Im Sinne von aufeinander abgestimmten Inszenierungen, die immer komplexer werden, im Verlauf der Entwicklung zunehmend von der eigenen Verarbeitung (Umarbeitung, Phantasien, Nachträglichkeit, Bildung von Repräsentanzen) des heranwachsenden Kindes abhängig sich entwickelnd.

Das nonverbale Körpergedächtnis wird durch die gemeinsamen Körperpraktiken geprägt und der Körper bleibt zeitlebens ein Schauplatz des Zwischenmenschlichen, der auch in psychoanalytischen Behandlungen zu uns spricht, wenn wir auf seine Sprache achten. Welche Erfahrungen dann wie verarbeitet werden ist im Einzelfall nicht voraus zu bestimmen, aber Verbindungen zwischen dem Hier und Jetzt und dem Dann und Damals oszillieren ständig. Im analytischen Prozess findet eine unterschwellige Co-Regulation statt, die, wenn es gut läuft, zu einer psychovegetativen Harmonisierung führen kann.

In unserer Praxis haben wir es mit psychogenen Körperphänomenen zu tun, die bis zu schweren Unfällen, Entzündungen, Schmerzsyndromen…reichen. Oft ist es schwer, sie gegen „rein Körperliches“ abzugrenzen, mitunter sind es körperliche „Fehlhandlungen“ die noch nicht Verbalisierbares darstellen. Wenn wir offen für eine latente Bedeutung bleiben, können wir unser Verständnis des Patienten erweitern. Wir planen, mithilfe vieler Fallbeispiele, gerne auch der TeilnehmerInnen, diesen Verständniszugang zu diskutieren.

 

Termine: Montags: 23.10, 06.11, 20.11, 04.12, 18.12.2017

Zeit :20.30-22.00 Uhr

 

Vorläufige Literaturliste:
Grieser, Jürgen: Die Triangulierung des Körpers,  Forum  Psychoanal (2008) 24:125-146
Laplanche, Jean: von der eingeschränkten zur allgemeinen Verführungstheorie, in Kinder –und Jugendlichen-Psychotherapie, Heft 174, 48.JG., 2/2017
McDougall, Joyce: Theaters oft the body, Norton, N.Y.1989
Plassmann, Reinhard: Transformationsprozesse in der Traumatherapie und die Technik der Prozessdeutung.  Forum Psychoanal (2016) 32:83-97

 

Vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung über den jeweiligen Dozenten
an: Svfalkenhausen@t-online.de oder sabineameskamp@gmx.de

 


 

Martin Mayer

 Narzissmus in der Behandlung            (A2.1, B3)

Die hundert Jahre dauernde Konzeptgeschichte des Narzissmus zeigt ein sich wandelndes Bild von der Triebpsychologie bis zur intersubjektiven Wende.
Während narzisstische Neurosen bei Freud noch als unbehandelbar galten, zeigt heute praktisch jeder psychogene Patient eine narzisstische Problematik.

Im Seminar soll die Soziogenese des Selbst anhand der normalen pathologischen und destruktiven Formen des Selbst nachgezeichnet und anhand von Fallbeispielen erörtert und diskutiert werden.

Termin:         Fr  23.02. 2018,                   Zeit: 20.30-22.00 Uhr
Termin          Sa 24.02. 2018,                   Zeit: 09.30-14.30 Uhr

 

TeilnehmerInnen: des IPP und HIT.

 

Literatur :

Otto F.Kernberg (2014) Liebe und Aggression, Schattauer Verlag
Martin Altmeyer (2004) Narzissmus und Objekt Vandenhoek&Ruprecht
Ein intersubjektives Verständnis zur Selbstbezogenheit
John Steiner (2006) Narzisstische Einbrüche: Sehen und Gesehen
werden, Klett-Cotta
Winnicott (2002) Reifungsprozesse und fördernde Umwelt, Psychosozial
Verlag

Weitere Literatur wird am Einführungsabend bekannt gegeben

Vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung über den jeweiligen Dozenten :Martin Mayer: mayler@t-online.de

 


 

Kasuistisch- technisches Seminar (Fallseminare)

mit Fallvorstellungen der Aus- und Weiterbildungsteilnehmer sowie von Dozenten

Beim Umgang mit unbewussten Prozessen nehmen wir vorübergehend eine Haltung des Nicht-Wissens ein, die auszuhalten gelernt / geübt werden muss. Anhand von Fallvorstellungen der Teilnehmer oder der jeweiligen Seminarleiter soll psychodynamisches Denken gefördert und die Hypothesenbildung geübt werden. Je nach Fragestellung können im Weiteren auch Indikation, Prognose und Interventionsmöglichkeiten tiefenpsychologisch fundierten Vorgehens erörtert werden.

Bei den „Fällen“ muss es sich nicht grundsätzlich um supervidierte Aus- bzw. Weiterbildungstherapien handeln, sondern Sie haben auch die Möglichkeit, Patientenbegegnungen aus ihrem tägl. Arbeitsumfeld vertiefend zu besprechen (d.h. neben Behandlungsverläufen auch einzelne Stunden im Behandlungsverlauf, probatorische Sitzungen, Erstgespräche und Begegnungen, auch i.R. der psychosomatischen Grundversorgung).

Das Seminar kann auch als konzeptuelle Anregung genutzt werden für die Gründung von lntervisionsgruppen während oder nach der Aus- bzw. Weiterbildung, sowie zum Knüpfen kollegialer Kontakte.

 

Doris Norman                     Dienstag                  12.12.2017               20.30 – 22.00 Uhr

Lennart Pfeil                       Dienstag                  19.12.2017               20.30 – 22.00 Uhr

Lennart Pfeil                       Dienstag                  09.01.2018               20.30 – 22.00 Uhr

Ludwig Janus                     Mittwoch                  17.01.2018               20.30 – 22.00 Uhr

Ludwig Janus                     Mittwoch                  07.02.2018               20.30 – 22.00 Uhr

 

 

Für Aus- und Weiterbildungskandidaten ab dem 1. Semester

 

Wichtig: Eine verbindliche Anmeldung zu den kasuistischen Seminaren ist unbedingt erforderlich.

Anmeldung und Organisation: HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie)
Frau Kuhlmann, Fax. 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Anmeldungen bis zum 18.10.2017 bitte schriftlich per E- Mail, Fax oder Post.