Sommersemester 2021

 

Ulrich M. Treiber

 

Suizidalität (Präsenzseminar; Ort bitte erfragen)                         A 2.3, B3, B4

 

Das Thema dieses Seminars kann als Spezialfall des weiter gefassten Themas Krisenintervention angesehen werden. Es soll sowohl um theoretische wie praktische Aspekte von Suizidalität gehen.

 

Wir werden insbesondere

  • psychodynamische Hypothesen zur Entstehung von Suizidalität erörtern,
  • die besondere Situation der einzelnen Teilnehmer_innen beleuchten, in der sie im Rahmen ihrer Tätigkeit jeweils mit dem Thema Suizidalität konfrontiert sind und
  • in Rollenspielen Ihr spezifisches ‚Handwerkszeug‘ für den Umgang mit suizidalen Patienten (weiter-)entwickeln.

 

Zu diesem Seminar, das im WS 20/21 als Präsenzseminar ausfallen musste, fand im SS 2020 ein (Video-)Einführungsabend statt, bei dem auch die zu lesende Literatur besprochen wurde und einzelne Kurzreferate verteilt wurden.

Deshalb ist es auf jeden Fall erforderlich, sich für dieses Seminar bei Frau Kuhlmann neu anzumelden, da das Seminar live stattfinden soll und aus Corona-Gründen eine Höchstzahl an TN festgelegt ist. Falls noch Plätze jenseits der TN-Zahl des Einführungsabends frei sind, sind weitere TN gern willkommen.

 

Termine und Ort: Achtung Terminänderung

Samstag, den 10.07.2021  und 24.07.2021    Ort: ggf. erfragen (Heidelberg)

 

Zeit:

jeweils 9 Uhr 30 – 13 Uhr 30

 

Teilnehmer/-begrenzung:

HIT, HIP, IPP

 

Literatur:

  • PiD (Psychotherapie im Dialog) Themenheft Suizid 2-2012, Thieme, Stuttgart, New York
  • Die weitere Literatur wurde im Video-Einführungsabend vereinbart und kann gern beim Dozenten erfragt werden.

 

Anmeldung und Organisation:                                                                                                     

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                                                          
Email: info@hit-heidelberg.de                                 Anmeldungen  bitte schriftlich per E-Mail oder Post                    
Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen auch an den Dozenten: utreiber@t-online.de

 

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Frederic Bülow

 

Allgemeine Neurosenlehre (Präsenzseminar/ ggf. online)   A1, A 2.1, A5, A12             

 Im Seminar werden die Grundlagen der psychoanalytischen Krankheitslehre vermittelt unter Berücksichtigung struktur-, konflikt- und traumapathologischer Aspekte. Hierzu wird zu Beginn am ersten Mittwoch ein Fallbeispiel zur Verständniserleichterung für die später abgehandelten Themen vorgestellt. Besprochen werden u.a. der Neurosenbegriff und seine Kontextabhängigkeit, die beiden topologischen Modelle FREUD´s, der Konfliktbegriff, die Dynamik der Symptombildung, Mechanismen des Krankheitsgewinns bzw. der Funktionalität (MENTZOS) sowie der sog. Auslösesituation; außerdem (nur Grundlagen) Ich-Leistungen, insbes. Abwehr.

 

Termine: Mittwoch, den 05.05., 19.05., 09.06.,16.06., 23.06.2021

 

Zeit: jeweils 20 Uhr 30 – 22 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:    offen für HIT, IPP und HIP

Literatur:

Mentzos, St.: Neurotische Konfliktverarbeitung

25. Aufl. 2015 (Nachdruck), Fischer Verlag, Frankfurt

Freud, Sigmund: Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse (Studienausgabe) Bd.1 von 10,  Fischer Verlag, Frankfurt 6. Auflage (1. August 1989)

Jungclaussen, Ingo: Handbuch Psychotherapie-Antrag: Psychodynamisches Verstehen und effizientes Berichtschreiben in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie,  Schattauer; 1.,3. unveränderter Ndr. 2015 Auflage (28. Dezember 2012)   hieraus Teil B Psychoanalytische Theorien verständlich erklärt, S. 33-85.

Ermann, M.: Psychotherapie und Psychosomatik. Ein Lehrbuch auf psychoanalyti-scher Grundlage. 6. überarbeitete und erweiterte Auflage 2016, W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart

 

Anmeldung und Organisation:                                                                                                                  
 
HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                                                        E-Mail: info@hit-heidelberg.de                                              
t        

Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an den Dozenten Herrn Dr. med. Frederic Bülow, FA für Psychotherapeutische Medizin, E-Mail: frederic.buelow@gmx.de

Angelika Gilliard & Matthias Richter                                      A11, A12, B2, B6

 

„Ethische Fragen in der Psychotherapie“ (Präsenzseminar; Ort: bitte erfragen!)

 

Das Seminar soll mit den ethischen Richtlinien des psychotherapeutischen Berufes vertraut machen, um eine verantwortungsbewusste psychotherapeutische Hal-tung zu entwickeln, Fehlentwicklungen zu erkennen und sensibel zu werden für Abstinenzverletzungen, Grenzüberschreitungen und missbräuchliches Verhalten in psychotherapeutischen Behandlungen und Ausbildungsprozessen. Ziel ist es, auf problematische Konstellationen und innere Positionen beim Therapeuten sowie beim Patienten aufmerksam zu machen, die in schwierige, den Patienten schädi-gende Entwicklungen führen könnten. Das Seminar soll die Bewusstheit dafür för-dern, dass therapeutisches Handeln als technischer Einsatz von Interventionen falsch verstanden wäre, sondern vielmehr eine zwischenmenschliche Praxis dar-stellt, die immer auch zugleich ethisch relevante Haltung bzw. ethisches Handeln ist. Ein weiteres Ziel ist die Beschäftigung damit, wie der Schutz und die Unter-stützung des geschädigten Patienten aussehen können und wie der Umgang mit beschuldigten Therapeuten konstruktiv sein kann. Wir wünschen uns von den Teilnehmern die Bereitschaft, kurze Impulsreferate zu übernehmen. Dafür werden im Vorfeld vier Artikel über einen Dropbox-link zur Verfügung gestellt.

 

Termine und Ort: Achtung Terminänderung

Freitag, den 25.06.    Zeit: 18 Uhr 30 – 20:00 Uhr und 20:30 – 22:00 Uhr

Samstag, den 26.06.  Zeit: 10.00–13.30 Uhr

Ort. HIT, Alte Bergheimerstr. 5 im großen Raum

 

Teilnehmer/-begrenzung: offen für HIT, IPP und HIP

 

Literaturempfehlung:

Schleu Andrea, Schreiber-Willnow  Karin, Wöller Wolfgang (Hg.): Verwickeln und  Entwickeln.
Ethische Fragen in der Psychotherapie (2014) VAS                                       

Becker-Fischer,M.Fischer,G., Eichenberg,C. (2007):
Sexuelle Übergriffe in der Psychotherapie und in der Psychiatrie.                                                                              

Rudolf, Gerd: Psychodynamische Psychotherapie (2010) SchachauerVerlag  Prinzipien und Zielvorstellungen
Psychodynamischer Psychotherapie, S. 199-217     

Martin Ehl, Brigitte Helbig-Tietze, Irmgard Lücking u.a.: Ethische Prinzipien in der Psychoanalyse. Psyche 59. Jahrgang 6

Über die DozentInnen:
Angelika Gilliard, Dipl. Psych., niedergelassene Psychoanalytikerin, Lehranalytikerin (DGPT) und Lehrtherapeutin, Supervisorin, Gruppenanalytikerin                                         Matthias Richter, Dr. phil. Dipl. Psych., niedergelassener Tiefenpsychologe und Gruppentherapeut.

Anmeldung und Organisation:

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                                                      E-Mail: info@hit-heidelberg.de                                              
Anmeldungen bis zum 07.04.2021 bitte schriftlich per E-Mail oder Post        

Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an die DozentInnen: gilliard@web.de oder matthiasrichter73@gmx.de

 

 

Sara Schneider

 

Sexualität(en) in der TP                                                 A1, A 2.1, A4, A5, A6, B5, B6 

In diesem Seminar sollen verschiedene Aspekte von Sexualität erörtert und im Kontext der Praxis psychodynamischer Psychotherapie diskutiert werden.

Inhalte sind sowohl die Diagnostik sexueller Störungen (gemäß ICD-10 F52) als auch die Differenzierung zwischen Geschlecht (sex), Geschlechtsidentität, Geschlechterrolle (gender) und sexueller Orientierung. Im gemeinsamen Gespräch soll erarbeitet werden, welche Voraussetzungen auf Seiten von Behandler*innen gegeben sein müssen, um neutral, angst- und wertfrei sexuellen Themen in Psychotherapien Raum zu geben. Eigene Prägungen und Einstellungen sollen reflektiert und überdacht werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit erotischer Übertragung und Gegenübertragung in der psycho-dynamischen Psychotherapie.

Das Einbringen eigener Fälle der Teilnehmer*innen ist ausdrücklich erwünscht, jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar.

 

Termine:

Freitag,    den 23.04.2021            Zeit 20:30 Uhr – 22:00 Uhr

Samstag, den 24.04.2021 Zeit   9:30 Uhr – 17:30 Uhr 
(Mittagspause voraussichtl. 13:00 bis14:00 Uhr)

 

Teilnehmer/-begrenzung:

offen für HIT, IPP und HIP

Literatur:

Clement, U. & Henning, A.-M. (2018): Wenn es um das eine geht: das Thema Sexualität in der Therapie. Göttingen: V&R.

Ermann, M. (2019): Identität und Begehren – Zur Psychodynamik der Sexualität. Stuttgart: Kohlhammer.

Kehlet Lins, K. (2020): Sprechen über Sex. Heidelberg: Carl-Auer.

Darüber hinaus gemeinsam gelesene Literatur kann von der Dozentin im Seminar zur Verfügung gestellt werden.

 

Anmeldung und Organisation:

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                              

E-Mail: info@hit-heidelberg.de                                              

Anmeldungen bis zum 07.04.2021 bitte schriftlich per E-Mail oder Post.         

Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an die Dozentin S. Schneider

(psychotherapie.schneider@web.de

 

 

 

Kasuistisch-technisches Seminar (Fallseminar) mit Fallvorstellungen der  Weiterbildungsteilnehmer sowie von Dozenten                               B1, B2, B3, B5, B6  (Präsenzseminar/ggf. online)

Beim Umgang mit unbewussten Prozessen nehmen wir vorübergehend eine Haltung des Nicht-Wissens ein, die auszuhalten gelernt/geübt werden muss. Anhand von Fallvorstellungen der Teilnehmer oder der jeweiligen Seminarleiter soll psychodynamisches Denken gefördert und die Hypothesenbildung geübt werden.

Bei den „Fällen“ muss es sich nicht grundsätzlich um supervidierte  Weiter-bildungstherapien handeln, sondern Sie haben auch die Möglichkeit, Patientenbegegnungen aus ihrem täglichen Arbeitsumfeld vertiefend zu besprechen (d.h. neben Behandlungsverläufen auch einzelne Stunden im Behandlungsverlauf, probatorische Sitzungen, erste Begegnungen, auch i.R. der psychosomatischen Grundversorgung).

Das Seminar kann auch als konzeptuelle Anregung genutzt werden für die Gründung von Intervisionsgruppen während oder nach der Aus- bzw. Weiterbildung sowie zum Knüpfen kollegialer Kontakte.


Teilnehmer:

Für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer nur des HIT ab dem 1. Semester. Bei Präsenzveranstaltung voraussichtl. max 10 Teilnehmer.

Für die Weiterbildung in fachgeb. Psychotherapie sind lt. WBO 2018 insgesamt 15 Doppelstunden Fallseminar erforderlich, für die Zusatz-Weiterbildung Psychotherapie lt. WBO 2020 insgesamt 30 Doppelstunden.

Wichtig: Eine verbindliche Anmeldung zu den Kasuistik-Abenden ist unbedingt erforderlich. Die Doppelstunden sind auch einzeln belegbar. Absagen bitte an das Sekretariat sowie im Falle kurzfristiger Verhinderung (unter zwei Wochen vor Beginn) Absagen bitte zusätzlich auch an den jeweiligen Dozenten per E-Mail.

 

Termine und Uhrzeit:

jeweils donnerstags, einzeln buchbare Abende und Doppelstunden

 

29.04.2021               18:30 – 20:00 Uhr und 20:30 – 22:00 Uhr, Leitung: Ameskamp/v. Falkenhs.

 

10.06.2021                  18:30 – 20.00 Uhr und 20.30 – 22:00 Uhr, Leitung:  Sara Schneider

 

01.07.2021                  18.30 – 20:00 Uhr und 20:30 – 22:00 Uhr, Leitung:  Daniel Nakhla

 

 

 

Anmeldung und Organisation:

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                                  
E-Mail: info@hit-heidelberg.de                                       
Anmeldungen bis zum 07.04.2021  bitte schriftlich per E-Mail oder Post                                                                                                              

Bei kurzfristigen Absagen: sabineameskamp@gmx.de/svfalkenhausen@t-online.de, psychotherapie.schneider@web.de, dnakhla@gmx.de

Seminare des IPP offen für TeilnehmerInnen des HIT

 

Herbert Greß

 

Essstörungen (Präsenzseminar/ggf. online)        A1, A2, A4, A5, B1, B2, B3, B6

Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas und Binge-Eating werden als Krank-heitsbegriffe definiert, klassifiziert und abgegrenzt. Epidemiologie, Ätiologie und Pathogenese sowie Komorbidität werden in ihrer Bedeutung für Diagnostik, Differentialdiagnostik, Therapie und den gesamten Krankheitsverlauf erörtert. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der psychodynamischen, psychoanalyti-schen Perspektive. Zusätzlich werden soziokulturelle, lerntheoretische und familien-therapeutische Befunde sowie medizinische und psychosomatische Aspekte in die Betrachtung einbezogen. Eigene Erfahrungen, Berichte, Kurzbeiträge über erlebte Fallgeschichten aus dem Kreis der Teilnehmer sind sehr erwünscht, vor allem mit Blick auf Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand.

 

Termine: 

Donnerstag,            den 06.05. und 24.06. 2021         Zeit: 20:30 Uhr – 22:00 Uhr
Samstag,                  den 17.07.2021                               Zeit: 09:30 Uhr – 13:00 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:

Offen für alle Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen des HIT, HIP und IPP.

Literatur:

Wolfgang Herzog, Beate Wild, Hans-Christoph Friederich: Anorexia nervosa. In: Karl Köhle et al. (Hg), Uexküll, Psychosomatische Medizin, Theoretische Modelle und klinische Praxis, Studienausgabe der 8. Auflage, Urban & Fischer, München 2018, 629-638
Jörn von Wietersheim:Bulimia nervosa. In: Karl Köhle et al. (Hg), Uexküll, Psychosomatische Medizin, Theoretische Modelle und klinische Praxis, Studienausgabe der 8. Auflage, Urban & Fischer, München 2018, 639-650
Martina de Zwaan, Barbara Mühlhans, Stephan Herpertz: Adipositas. In: Karl Köhle et al. (Hg), Uexküll, Psychosomatische Medizin, Theoretische Modelle und klinische Praxis, Studienausgabe der 8. Auflage, Urban & Fischer, München 2018, 829-840 
Michael Ermann: Psychotherapie und Psychosomatik, Ein Lehrbuch auf psychoanalytischer Grundlage, 7., erweiterte und überarbeitete Auflage, Kohlhammer, Stuttgart 2020                                                                                        Sven Olaf Hoffmann (Hg), Frank R Hochapfel (Hg) et al.: Neurotische Störungen und Psychosomatische Medizin: Mit einer Einführung in Psychodiagnostik und Psychotherapie Taschenbuch, 8. Auflage, Schattauer, Stuttgart 2009
Weitere spezielle Literatur wird am Einführungsabend vorgestellt. Gerne können auch Vorschläge aus dem Teilnehmerkreis erfolgen.

Anmeldung und Organisation:                                                                                                                   Wird vom IPP organisiert. Anmeldung bitte per E-Mail beim IPP Gudrun Rißmann

 

 

Georges-P.  Cabot

 

Aspekte des Schweigens in analytischen u. tiefenpsychologischen Psychotherapien  (Präsenzseminar/ ggf. online)                                 A2, B3, B5, B6

 

Die mögliche Annahme, dass fehlende verbale Interventionen mit einer mangelnden therapeutischen Arbeit gleichgesetzt werden, kann dazu führen, dass zentrale Veränderungs- und Transformationsprozesse des Pat. nicht angemessen wahrgenommen und gewürdigt werden. Therapeutische Interventionen müssen auf dem Hintergrund der Frage, ob sie dem aktuellen Prozess dienen oder ihn vielleicht gar behindern, stetig reflektiert und hinterfragt werden. Die Grundhaltung, dass wir im Grunde wenig oder fast nichts über unser eigenes und das Unbewusste unseres Gegenübers wissen, ist ein Aspekt, an dem wir beständig arbeiten müssen und der uns im Grunde weiter empfänglich bleiben lässt, was der Analysand oder der Patient uns an unbewusstem Material eigentlich mitteilen möchte. Das Schweigen des Therapeuten und des Patienten kann am einen Pol den Ausdruck von Widerstand und Abwehr und am anderen Pol aber wichtige Kristallisationsmomente eines Veränderungsprozesses darstellen, der erst durch das rezeptive Zuhören des Analytikers ermöglicht wird. Über diese Aspekte möchte ich anhand der zu lesenden anhängenden Literatur mit Ihnen ins Gespräch kommen. Das erste Referat werde ich mit dem Text von Frau Heenen-Wolff selbst übernehmen, die übrigen werden am ersten Abend unter den Seminarteilnehmern verteilt und sind für die nachfolgenden Termine vorzubereiten.

 

Termine:

Donnerstag, 22.04., 20.05., 17.06., 08.07. und 22.07.2021

 

Zeit:

jeweils 20:30 – 22:00 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:

für fortgeschrittene Kandidatinnen und Kandidaten des IPP, HIT und HIP, die bereits Ausbildungsbehandlungen durchführen.

 

Literatur:

Becker, Maria (2013) Schweigen in der Psychotherapie und Pausen in der Musik. Psyche – Z Psychoanal 67, 1100-1125

Von Schlieffen, Henning (1982) Der schweigende Analytiker.

Psyche – Z Psychoanal 19, 289-306

Heenen-Wolff, Susanne (2008) Geteiltes Leid ist halbes Leid – kleine Metapsychologie des analytischen Zuhörens, Vortrag 58. Lindauer Psychotherapiewochen 2008 (www.lptw.de)

Schneider, Gerhard (2003) Fokalität und Afokalität in der (psychoanalytischen) tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und Psychoanalyse. In: A. Gerlach, A.-M. Schlösser u. A. Springer (Hg) Psychoanalyse mit und ohne Couch. Haltung und Methode. Gießen Psychosozial-Verlag, 108-125

 

 

Anmeldung und Organisation:

Wird vom IPP organisiert. Anmeldungen bitte per Mail an den Dozenten: praxiscabot@gmail.com

 

 

 

 Sabine von Falkenhausen-Leube & Sabine Ameskamp

 

Abwehrmechanismen und Coping –Strategien                   A1, A2.1, A12, B3, B5

(Präsenzseminar/ggf. online)

 

In diesem Seminar wollen wir uns mit einem zentralen Konzept der Psychoanalyse befassen. Der Begriff der Abwehr hat sich im Lauf der Zeit in Inhalt und Bedeutung verändert. Von Sigmund Freud zu Beginn noch als lästiger „Widerstand“ gegen die Erforschung des Unbewussten aufgefasst, erhielt die Fähigkeit zur psychischen Abwehr mit der Entwicklung der Ich-Psychologie mehr Wertschätzung, sie wurde als essentiell wichtig für die Aufrechterhaltung des seelischen Gleichgewichtes gewürdigt.

Später fand das Abwehr-Konzept Eingang in andere Konzepte wie das der Stressbewältigung durch Coping- oder Bewältigungsstrategien.

Wir gehen aus von dem Grundlagen-Werk „Das Ich und die Abwehr-Mechanismen“ von Anna Freud, aus dem wir einige Texte lesen werden, und werden uns anhand weiterer Texte und eigener Fallbeispiele mit dem Konzept der Abwehr und seiner Entwicklung befassen.

Die Teilnehmer sollten die Bereitschaft zur Lektüre von Artikeln und zum Erstellen eines kleinen Referates mitbringen. Durch das Vorstellen von Beispielen aus der eigenen Arbeit können sie einüben, Abwehr-Phänomene wahrzunehmen und zu benennen. 

 Termine: 

Montag, den 07.06., 14.06., 05.07., 12.07., 19.07.2021

 

Zeit:  jeweils 20 Uhr 30 – 22 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:

offen für HIT, IPP und HIP

Literatur:

Anna Freud: „Das Ich und die Abwehr-Mechanismen“

Weitere Literatur wird von den Referentinnen am ersten Abend bekanntgegeben

 Anmeldung und Organisation:                                                                                                                  
Wird vom IPP organisiert. Anmeldungen bitte per Mail an die Dozentinnen: svfalkenhausen@t-online.de oder sabineameskamp@gmx.de

 

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