Seminarangebot

Oliver Florig / Matthias Richter

Sinndimensionen psychischer Störung                                                         HIT

Präsenzseminar/ggf. online                                                                       A2.1, A3, A4, B3

 

Die zentrale Entdeckung Freuds ist, dass der jeweilige Zustand nicht bloßes Symptom ist, sondern einen konkreten Sinn in der Lebenswelt der Betroffenen hat. Dieser Sinn ist dem Betroffenen als unbewusstes Motiv oftmals selbst nicht klar – und so wird es zur Aufgabe der Psychotherapie, diesen besser zu ‚verstehen‘. Für Freud stand diesbezüglich das Triebleben im Vordergrund, wie es in den frühen zwischenmenschlichen Beziehungserfahrungen biographisch geprägt wird. Nun gibt es neben diesen „Triebschicksalen“ durchaus noch andere Sinndimensionen, die im Mainstream der Tiefenpsychologie aber oftmals zu kurz kommen. Dazu gehört der Sinn von psychischen Störungen bei der Gestaltung unserer gegenwärtigen Beziehungen (vgl. intersubjective turn) oder die ungeklärte Frage nach den „Werten“ des psychisch Leidenden (vgl. Logotherapie). Auch die Angst vor bzw. Verdrängung von „existenziellen Zumutungen“ wie z.B. das Bewusstsein der eigenen Endlichkeit könnten ein Sinn von psychischen Störungen sein (Existenzanalyse). Und nicht zuletzt gibt es dafür auch „gesellschaftliche Gründe“ (vgl. emanzipatorische Psychotherapie).

Wir wollen anhand klinisch-praktischer Beispiele demonstrieren, inwiefern das Verstehen weiterer Sinndimensionen ein zentrales und praxisnahes „Handwerkszeug“ für Psychotherapeuten darstellt. Wir können gemeinsam darüber nachdenken, worin genau der konkret heilende Einfluss dieser erweiterten Sinndimensionen liegt.

Termine:  Donnerstag: 27.10., 10.11., 17.11., 08.12. und Mittwoch 14.12.2022

Zeit:   jeweils 20:30 – 22:00 Uhr

Teilnehmer/-begrenzung
Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen des HIT, IPP und HIP
Bei Präsenz Begrenzung auf 16 TeilnehmerInnen

Literatur
Benjamin J. (1996): Die Fesseln der Liebe. Psychoanalyse, Feminismus und das Problem der Macht. Frankfurt / M. Fischer

Buber, M. (1958): Schuld und Schuldgefühle. Heidelberg. Schneider

Frankl, V.E. (2009): Ärztliche Seelsorge. Grundlagen der Logotherapie und Existenzanalyse (2. Aufl.). München: dtv

Fromm, E. (2014): Wege aus der kranken Gesellschaft. München: dtv

Fuchs, T. (2008): Existenzielle Vulnerabilität. In S. Rinofener-Kreidel & H.A.Wiltsche (Hrsg.) der Karls Jaspers‘ Allgemeine Psychopathologie zwischen Wissenschaft, Philosophie und Praxis (s. 95-108). Würzburg: Königshausen & Neumann

Holzhey-Kunz, A. (2002): Das Subjekt in der Kur. Wien: Passagen

Anmeldung:                                                                                                             
Bitte möglichst bis Donnerstag, den 13. Oktober 2022 per E-Mail an: richter@psychotherapeutische-praxis-heidelberg.de

 

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Matthias Richter

 Ethische Fragen in der Psychotherapie                                                              HIT

Präsenzseminar/ggf. online                                                                                 A11, B2, B6

           

Das Seminar soll mit den ethischen Richtlinien des psychotherapeutischen Berufes vertraut machen, um eine verantwortungsbewusste psychotherapeutische Haltung zu entwickeln, Fehlentwicklungen zu erkennen und sensibel zu werden für Abstinenzverletzungen, Grenzüberschreitungen und missbräuchliches Verhalten in psychotherapeutischen Behandlungen und Ausbildungsprozessen. Ziel ist es, auf problematische Konstellationen und innere Positionen beim Therapeuten sowie beim Patienten aufmerksam zu machen, die in eine schwierige, den Patienten schädigende Entwicklung führen könnten. Das Seminar soll die Bewusstheit dafür fördern, dass therapeutisches Handeln als technischer Einsatz von Interventionen falsch verstanden wäre, sondern vielmehr eine zwischen-menschliche Praxis darstellt, die immer auch zugleich ethisch relevante Haltung bzw. ethisches Handeln ist. Ein weiteres Ziel ist die Beschäftigung damit, wie der Schutz und die Unterstützung des geschädigten Patienten aussehen können und wie der Umgang mit beschuldigten Therapeuten konstruktiv sein kann.

 

Ich wünsche mir von den Teilnehmern die Bereitschaft, kurze Impulsreferate zu übernehmen. Dafür werden im Vorfeld vier Artikel über einen Dropbox-link zur Verfügung gestellt.

 

Termine:       Freitag 02. Dezember und Samstag 03. Dezember 2022

 

Zeit:      Freitag    18:30 – 21:45 Uhr (2 Doppelstunden)
               Samstag  09:30 – 15:00 Uhr (3 Doppelstunden)

TeilnehmerInnen/-begrenzung
Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen des HIT, IPP und HIP

Bei Präsenz Begrenzung auf 16 TeilnehmerInnen

Literaturempfehlungen
Schleu A., Schreiber-Willnow, K., Wöller W. (Hg): Verwickeln und Entwickeln. Ethische Fragen in der Psychotherapie (2014) VAS

Becker-Fischer M., Fischer G., Eichenberg C. (2007): Sexuelle Übergriffe in der Psychotherapie und in der Psychiatrie

Rudolf G.: Psychodynamische Psychotherapie (2010) Schachauer Verlag: Prinzipien und Zielvorstellungen Psychodynamischer Psychotherapie, S. 199 -217

Ehl M., Helbig-Tietze B., Lücking I. u.a.: Ethische Prinzipien in der Psychoanalyse. Psyche 59. Jahrgang 6

 

Anmeldung

Bitte möglichst bis Freitag, den 18. November 2022 per E-Mail

an: richter@psychotherapeutische-praxis-heidelberg.de

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Ulrich M. Treiber

 Psychodynamisch verstehen – systemisch-lösungsorientiert intervenieren   HIT

Präsenzseminar                                                                                  A6, A9, B1, B2, B3, B5

 

In diesem Seminar wollen wir uns damit beschäftigen, inwieweit systemisches Handwerkszeug die tiefenpsychologische Praxis fruchtbar unterstützen kann.

Wir werden uns theoretisch u. a. mit Artikeln und Äußerungen von Peter Fürstenau befassen, der sich schon lange mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat, um die psychoanalytischen Hintergründe eines solchen Vorgehens besser zu verstehen bzw. zu durchleuchten. Daneben soll in Grundrissen die Konzeptualisierung systemischen Denkens skizziert werden.

Wir werden aber auch einige Tools des systemischen Intervenierens soweit kennenlernen und uns erarbeiten, dass wir sie in praxi ausprobieren können, d.h. miteinander in Rollenspielen vertiefen, um sie so in der eigenen therapeutischen Praxis anwenden zu können.

Das Seminar soll einführenden Charakter in dieses Vorgehen haben, das von manchen als eklektisch bezeichnet werden mag, in meinen Augen aber durchaus in einen ernst genommenen tiefenpsychologischen bzw. psychodynamischen Rahmen passt. Bei Bedarf kann ein Folgeseminar angeboten werden, um die Breite des für die tiefenpsychologische Arbeit nützlichen systemischen Handwerkszeugs noch weiter auszuloten und durch praktische Übungen zu fundieren.

 

 Termine: Samstag, 14. Januar und 04. März 2023

Zeit:         jeweils 09:30 – 13:30 Uhr

 

 TeilnehmerInnen:

Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen des HIT, gern auch HIP und IPP

 

Literatur:

Fürstenau P. (2004) Entwicklungsförderung durch Therapie, Pfeiffer, Stuttgart

Fürstenau P. (2007) Psychoanalytisch verstehen – Systemisch denken Suggestivintervenieren.  Klett-Cotta, Stuttgart

Rieforth J., Graf G. (2014) Tiefenpsychologie trifft Systemtherapie: Eine besondere Begegnung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen Toronto

Schlippe A. von, Schweitzer J. (Bd. 1 2012, Bd. 2 2006) Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I und II. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen Toronto       

Schlippe A. von, Schweitzer J. (2009) Systemische Interventionen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen Toronto

 

 Anmeldung und Organisation:

Bitte per Mail an: utreiber@t-online.de

 

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 Cornelius Honold

Einführung in die psychoanalytische Entwicklungslehre                             HIT

Präsenzseminar/ggf. online                                                                        A1, A2, A3, A12

 

In diesem Seminar wollen wir uns beschäftigen mit den Grundlagen der psycho-analytischen Entwicklungslehre sowie einem Überblick über deren historische Entwicklung. Triebtheoretische Aspekte werden wir mit Überlegungen zur Ich- und Selbst-Entwicklung sowie zu Objektbeziehungen zusammentragen, um dann die Bedeutung von Internalisierungs- und Externalisierungsvorgängen für das Verständnis von Struktur, Grundkonflikten und deren Verarbeitungsmodi für die klinische Praxis in den Mittelpunkt zu stellen.

Alle SeminarteilnehmerInnen werden ermuntert, bereits zum 1. Seminartag aus der aufgeführten Literatur die angegebenen Seiten aus dem Buch von S. Mentzos zur Vorbereitung gelesen zu haben.

 

Termine:  Freitag, 20. Januar und Samstag 21. Januar 2023

 

Zeit:           Freitag   18:30 – 21:45 Uhr (2 Doppelstunden)
                  Samstag 09:30 -15:00 Uhr (3 Doppelstunden)

 

TeilnehmerInnen/-begrenzung
Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen des HIT, IPP und HIP

Literaturempfehlungen
Stavros Mentzos: Neurotische Konfliktverarbeitung, Seiten 38-60, 88-104, 123-141, Fischer Verlag, 258. Auflage (2015).

Hoffmann/Hochapfel: Neurosenlehre, Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin, Seiten 25-57, Schattauer Verlag, 8. Auflage (2009).

Mertens/Waldvogel: Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe, Kohlhammer Verlag, 4. Auflage.

 

 Anmeldung

Bitte möglichst bis Freitag, den 13. Januar 2023 per E-Mail an:  corneliushonold@web.de

 

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 Sara Schneider

Behandlungstechniken in der TP                                                                                HIT Präsenzseminar/ggfs. online                                                                        B2, B3, B5, B6

In diesem Seminar sollen neben den zentralen verbalen Techniken, die die TP mit der AP teilt (Konfrontieren, Klarifizieren, Deuten und Durcharbeiten), auch weitere Techniken thematisiert werden, die die Stellungnahme der BPTK zur Prüfung der Richtlinienverfahren (gemäß § 13 bis 15 der PT-RL) für die TP vorsieht.

Sowohl bei PatientInnen mit strukturellen Störungen als auch bei neurotischen PatientInnen können kreative, erlebnisaktivierende und strukturierende Techniken im Rahmen einer TP verwendet werden. Diese Techniken sollen im Seminar vorgestellt und in Bezug auf ihre „Chancen und Risiken“ diskutiert werden. Es soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, wann welche Techniken sinnvoll in eine tiefenpsychologisch fundierte Behandlung eingebaut werden können – und wann ihre Verwendung vielleicht eher einem Agieren der Therapeut*in entspringt (und wie dieses vermieden werden kann).

Das Seminar soll die Theorie-Praxis-Verschränkung fördern. Es dürfen explizit Fälle bzw. Fallvignetten der Teilnehmer*innen eingebracht werden.

 

Termine:   Freitag 10. März 2023 und Samstag 11. März 2023

 

Zeit:   Freitag: 20:30 – 22:00 Uhr
 Samstag 9:30 – 17:30 Uhr

 

TeilnehmerInnen/-begrenzung
Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen des HIT, IPP und HIP

 

Literaturempfehlungen
Jaeggi, E. & Riegels, V. (2008): Techniken und Theorie der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Stuttgart: Klett-Cotta.

 Weitere Texte werden im Seminar zur Verfügung gestellt.

 

Anmeldung:

Bitte möglichst bis zum 24. Februar 2023 per E-Mail an: psychotherapie.schneider@web.de

 

 Seminare des IPP die auch für Teilnehmer*innen des HIT offen sind

 

 

Lily Gramatikov                                                                                                                                                      IPP

 Weiblichkeit im (feministischen) psychoanalytischen Diskurs – Textseminar Teil 2

Präsenz-Seminar                                                                                                  A1, A2, A5, A6, A12

Weiblichkeit im (feministischen) psychoanalytischen Diskurs – Textseminar Teil 2

Wo steht die Psychoanalyse in Bezug auf die gesellschaftlichen Veränderungen der weiblichen Geschlechterrolle, des Verständnisses der Homosexualität, der Variabilität von Gender? Im Anschluss an das „Weiblichkeits“-Seminar Teil 1 (SS 22), das sich mit Texten von Psychoanalytikerinnen aus der Zeit von 1920 bis 1990 beschäftigt hat, sollen nun neuere psychoanalytische Aufsätze diskutiert werden. Heutzutage gilt die duale Kategorie »Geschlecht« in ihrer essentialistischen Fundierung als überholt; in den Kultur- und Sozialwissenschaften hat sich „Gender“ als fluide Kategorie des Geschlechtlichen etabliert. Damit einhergehend werden Formen der Objektwahl und des Begehrens, die sich außerhalb der heterosexuellen Matrix bewegen, entpathologisiert. Das Seminar untersucht, ob und in welchem Ausmaß dieser Diskurs in der Psychoanalyse repräsentiert ist.

Für den ersten Abend sollte der Aufsatz von Susann Hennen-Wolff (online abrufbar) gelesen werden.

 

Termine:

Freitag, 30.09.2022, 20.30 – 22.00 Uhr.

Samstag, 15.10.2022 und 22.10.2022, jeweils 10.00 Uhr – 13.30 Uhr.

 

TeilnehmerInnen:

IPP, HIT, HIP. Andere InteressentInnen nach Absprache. Die Teilnahme an Teil 1 des Seminars stellt keine Voraussetzung dar.

Wenn eine Präsenzveranstaltung aufgrund der Pandemie-Bedingungen nicht möglich sein sollte, wird das Seminar auf das SS 2023 verschoben.

 

Literatur:
Hansbury, G. (2017 [2011]). King Kong und Goldlöckchen: Transmännlichkeiten vor dem Hintergrund der Trans-Trans-Dyade. In: Hutfless, B. & Zach, B. (Hg*innen) (2017). Queering Psychoanalysis. Wien, Zaglossus e. U.

Harris, A. (1994). Geschlecht als Konstruktion. In: Benjamin, J. (Hrsg.) (1994). Unbestimmte Grenzen – Beiträge zur Psychoanalyse der Geschlechter. Frankfurt a.M., Fischer.

Heenen-Wolff, S. (2015). Die «genitale» Sexualität – Versuch der Dekonstruktion eines normativen psychoanalytischen Konzepts. Journal für Psychoanalyse, 57. https://doi.org/10.18754/jfp.57.9

Imhorst, E. (2019). Wir wären so gerne eindeutig! Geschlecht – Gender – Identität. In: Moeslein-Teising et. al. (2019). Geschlechter-Spannungen. Gießen, Psychosozial.

Koellreuter, A. (2020). Zur Desexualisierung der präodipalen Mutter. Laplanche im Diskurs der Queer-Theorie. Psychoanalyse im Widerspruch, 65, S. 67 – 88.

Rendtorff, B. (2020). Was »ist« das Weibliche – so es denn existiert? Psychoanalyse im Widerspruch, 65, S. 49 – 65.

 

Anmeldung: bitte per Mail an die Dozentin:
lily.gramatikov@web.de

 

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 Renate Kremer                                                                                                                                         

Träume, ein wichtiger Weg zum Unbewussten?                                        IPP

Präsenzseminar                                                                                                    B2, B3, B5

 In dem Seminar kann nach einer kurzen Einführung mit Freuds berühmten 7. Kapitel der Traumdeutung (1900 a) versucht werden den Schwerpunkt auf die Arbeit mit Träumen im unterschiedlichen psychotherapeutischen Setting zu legen. Dazu gehören Fallvor-stellungen der Teilnehmer und der Seminarleiterin.

 

 

Termine:       Montag: 24.10., 7.11., 14.11., 5.12., 12.12.2022
Zeit:              jeweils 20:30-22:00 Uhr

 

TeilnehmerInnen/-begrenzung
Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen des HIT, IPP und HIP

 

 

Literaturempfehlungen
Freud, S. (1990 a) Die Traumdeutung  GW II/III oder
Freud, S. (2011) Die Traumdeutung. Hamburg: Nikol
Loch, W. (1999)Die Krankheitslehre der Psychoanalyse S. 85-92
Mertens, W. (1995) Schlüsselbegriffe der Psychoanalyse S. 185-189
Schredl, M. (2013)Träume. Unser nächtliches Kopfkino. Heidelberg: Springer Spektrum.

Gerne Vorschläge von TeilnehmerInnen

Bitte Anmeldung per E-Mail an: renate.kremer@t-online.de

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 Sabine Ameskamp / Sabine v. Falkenhausen-Leube                                                   IPP

 Erstinterviewseminar für Anfänger und Fortgeschrittene

Präsenzseminar/Online-Seminar                                                A2, A4, B1, B2, B3, B6

 Wir werden mit Erstinterviews der Teilnehmenden arbeiten, die wir ermutigen, zu versuchen, eine Haltung  ohne „memory, desire and understanding“ (Bion) einzunehmen. Lassen Sie sich von der Entfaltung der Erstinterviews überraschen!  Im Erstinterview kann sich die Problematik des Patienten bereits entfalten, wie das Muster eines Fraktals. Wenn der Analytiker sich darauf einlässt, kann er – evtl. erst im Nachgang verstehend – Wesentliches über seinen Patienten erfahren. Wir wollen diesen Möglichkeiten Raum geben und ihnen nachspüren. Anschließend werden wir gemeinsam einüben, psychodynamische Hypothesen zu erstellen. Die Teilnehmenden sollten bereit sein, eigenes Material mitzubringen. Zum ersten Termin wünschen wir uns, dass Jede/r die ersten 10 Sekunden einer Erstbegegnung intensiv wahrzunehmen versucht und anschließend aufschreibt.

 Termine:
Donnerstag, 15.12.2022, 19.01., 16.2., 9.03., 16.03.2023,

 Zeit: jeweils 20:30 – 22:00

TeilnehmerInnen: IPP, HIT, HIP

 

Literatur:
Hermann Argelander: Das Erstinterview in der Psychotherapie

Anita Eckstaedt: Die Kunst des Anfangs
Thomas Ogden: Das psychoanalytische Erstgespräch. In „frühe Formen des Erlebens“
Psychosozial Verlag, 2006

Weitere Literatur nach den Wünschen der Teilnehmer vor Ort bei Bedarf

 Anmeldung: bitte per Mail an die Dozentinnen:
sabineameskamp@gmx.de oder Svfalkenhausen@t-online.de

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Georges-P.  Cabot und Philine Freudenberg                                                                   IPP

Präsenzseminar/Online-Seminar                                                A2, A12, B3, B4, B5, B6

 

Deutungsoptionen in analytischen u. tiefenpsycholog. Psychotherapien Teil III
Im dritten Teil des Seminars möchten wir unsere Zeitreise durch die Geschichte der Deutungen und ihre Anwendungen vorläufig zu Ende führen und uns den aktuelleren theoretischen Haltungen und Auseinandersetzungen kontrovers nähern. In der bestehenden Pluralität analytischer Schulen möchten wir in einem Wechsel aus zusammenfassenden Monographien, weiteren Originalartikeln und auch aus dem Blickwinkel verschiedener psychoanalytischer Schulen weiter versuchen, diese Thematik in die aktuell bestehende Diskussion einzufügen. Ein wichtiges Ziel wird es zudem sein, nun auf dem Hintergrund der bisherigen bearbeiteten Literatur auch kasuistische konkrete Beispiele gemeinsam zu besprechen. Weiter gilt es den Unterschied in der Handhabung der Deutung im analytischen und im tiefenpsychologisch fundierten Setting herauszuarbeiten. Das erste Referat werden die Dozenten übernehmen, die übrigen werden am ersten Abend unter den Seminarteilnehmern verteilt und sind für die nachfolgenden Termine vorzubereiten.

 

Termine

Donnerstag 14-tägig:
12.01., 26.01., 09.02., 02.03., und 16.03.2023, jeweils 20.30 – 22.00 Uhr

 

TeilnehmerInnen:

Für fortgeschrittene Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen

des IPP, des HIT und des HIP, die bereits Ausbildungsbehandlungen durchführen

 

 

Literatur:

Bollas, C. (2011). Übertragungsdeutung als Widerstand gegen die freie Assoziation. In C. Nedelmann: Phantasie und Realität, Psychoanalytische Betrachtungen Kohlhammer Verlag 11-23.

Ferro, A. (2004). Deutung: Signale aus dem analytischen Feld und emotionale Transformationen. Psychoanalyse im Widerspruch, 31, 83-96

Fonagy, P. (1991) Thinking about thinking: Some clinical and theoretical considerations in the treatment of a borderline patient. International Journal of Psycho-Analysis, 72, S.639-656

Laplanche, J. (1992) Deutung zwischen Determinismus und Hermeneutik. Eine neue Fragestellung. Psyche – Z. Psychoanal, 46, 467-498.

Tuckett, D. (2020). Übertragung und Übertragungsdeutung neu betrachtet. In: Münch, K. (Hg), Internationale Psychoanalyse, Bd. 15. Einklang und Vielstimmigkeit. Psychosozial-Verlag 251-287.

Will, H. (2020). Drei Dimensionen, die eine psychoanalytische Deutung ausmachen. Forum der Psychoanalyse – Frommann-Holzboog, 80, 135-157.

 

Anmeldung: bitte per Mail an die Dozenten: Philine@Freudenberg-psychotherapie.de oder praxiscabot@gmail.com

 

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Sabine von Falkenhausen-Leube                                                                                                 IPP

Präsenz-/ Onlineseminar                                                                                     A2.1; A6; A7; B3

 Transgenerationalität

Im Rahmen des Moduls 11 „Psychotherapie des Alters und soziale Einflüsse auf psychische Leiden“ findet das Seminar „Transgenerationalität“ statt. Wir werden die normale transgenerationale Weitergabe betrachten, wie sie überall passiert, welche Mechanismen dabei ablaufen. In einem weiteren Schritt werden wir uns mit seelischen Folgen problematischer bis traumatischer Übertragungen und ihrer seelischen Verarbeitung/ oder Nichtverarbeitung beschäftigen. Zur Vorbereitung empfehle ich den Artikel von Selma Freiberg „ghosts in the nursery“ / bzw. Gespenster im Kinderzimmer. Hier wird anhand eingängiger Fallbeispiele beschrieben, wie seelische Traumatisierungen der Eltern die Beziehung zu ihren Babies belasten können. Und wie therapeutisch eingegriffen werden kann, um prophylaktisch das Baby aus dem Teufelskreis negativer Interaktionen herauszuholen. Ferner sehr lesenswert ist der Artikel von Daniel Stern, in dem versucht wird, nachzuempfinden, wie Momente des Missverstehens zwischen Eltern und Kindern geschehen. Solche Momente sind normal in der Entwicklung, aber wenn sie überhand nehmen, können sie weitreichende Folgen haben. 

 

Die übrigen Artikel sind ebenfalls geeignet, Sie mit verschiedenen Facetten des Themas vertraut zu machen. Je nach Ihrem Interesse werden wir darauf eingehen.

 

Bitte melden Sie sich, wenn Sie einen der Artikel referieren möchten. Ferner brauchen wir zwei Kasuistiken. Bitte melden Sie sich auch dafür bei mir, damit ich die Zeiten planen kann.

 

Termin: Samstag, 25.03.2023 von 09:30 bis 17:30 Uhr (4 Doppelstunden)

 TeilnehmerInnen: IPP und HIT (verbindliche Anmeldung bis zum 01.11.2022)

 

 

Literatur: Die Literatur wird Ihnen nach Ihrer Anmeldung in der Dropbox zur Verfügung gestellt

Daniel Stern, 1990, Diary of a baby, Ch. 10: worlds collide

Fraiberg, S.; Adelson, E.; Shapiro, V., Gespenster im Kinderzimmer

 

 Anmeldung: Bitte per Mail: svfalkenhausen@t-online.de

 

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Cornelius Honold, Sara Schneider, Daniel Nakhla,                                                    HIT

Kasuistisch-technisches Seminar (Fallseminar) mit Fallvorstellungen der
WeiterbildungsteilnehmerInnen sowie von DozentInnen                                              
Präsenzseminar/ggf. online

 

Beim Umgang mit unbewussten Prozessen nehmen wir vorübergehend eine Haltung des Nicht-Wissens ein, die auszuhalten gelernt/geübt werden muss. Anhand von Fallvorstellungen der TeilnehmerInnen oder der jeweiligen SeminarleiterInnen soll psycho-dynamisches Denken gefördert und die Hypothesen-bildung geübt werden.

Bei den „Fällen“ muss es sich nicht grundsätzlich um supervidierte Weiterbildungs-therapien handeln, sondern Sie haben auch die Möglichkeit, Patienten-begegnungen aus ihrem täglichen Arbeitsumfeld vertiefend zu besprechen (d.h. neben Behandlungsverläufen auch einzelne Stunden im Behandlungsverlauf, probatorische Sitzungen, erste Begegnungen, auch i.R. der psychosomatischen Grundversorgung).

Das Seminar kann auch als konzeptuelle Anregung genutzt werden für die Gründung von Intervisionsgruppen während oder nach der Weiterbildung sowie zum Knüpfen kollegialer Kontakte.

 

TeilnehmerInnen:

Für WeiterbildungsteilnehmerInnen nur des HIT ab dem 1. Semester (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

 

Für die Weiterbildung in fachgebundener Psychotherapie sind lt. alter Weiter-bildungsordnung insgesamt 15 Doppelstunden Fallseminar erforderlich, für die Zusatz-WB Psychotherapie lt. neuer WBO 2020 insgesamt 30 Doppelstunden.

 

Wichtig: Eine verbindliche Anmeldung zu den Kasuistiken ist unbedingt erforderlich. Die Doppelstunden sind auch einzeln belegbar. Absagen bitte an die jeweiligen DozentInnen per E-Mail.

 

 

Termine und Uhrzeit:

Ein Mittwoch, zwei Donnerstage; einzeln buchbare Doppelstunden

Mi. 30.11.2022  18:30 – 20.00 Uhr und 20:15 – 21:45 Uhr, Leitung: Cornelius Honold

Do. 01.12.2022  18:30 – 20:00 Uhr und 20:15 – 22:00 Uhr,  Leitung: Sara Schneider

Mi. 02.02.2023  18:30 – 20:00 Uhr und 20:15 – 22:00 Uhr, Leitung: Daniel Nakhla

 Anmeldung bitte schriftlich per E-Mail an:

corneliushonold@web.de,
psychotherapie.schneider@web.de,
dnakhla@gmx.de

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