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Seminare des HIT und IPP im Wintersemester 2026/27

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Georges-P. Cabot und Philine Freudenberg IPP: Borderline Persönlichkeit in analytischen u. tiefenpsycholog. Psychotherapien

Kennzeichnung Ausbildungsordnung Psychologen:  A 1, A 2.1, A 3, A 4, A9, B 1, B 2, B 3; B 6

Kennzeichnung Weiterbildungsordnung Ärzte: D/K

In einem ersten Teil soll ein Bogen über die Theorien von O.F. Kernberg, C. Rohde-Dachser, C. A. Lawnson und P. Fonagy gespannt werden. Ziel ist es, die Grundlagen, die Struktur, die Definition, die Ätiologie und die Symptomatik dieser schwerwiegenden Persönlichkeitsstörung zu erfassen.

In einem zweiten Teil sollen im Wintersemester 2024/25 vor allem die therapeutischen Implikationen, die schwierige Behandlung, auch anhand von Fallvignetten erweitert werden.

Das Seminar soll sowohl für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des IPP als auch für in tiefenpsychologisch fundierter Aus- und Weiterbildung befindliche Kollegen geöffnet sein. Diese Patienten werden relativ häufig zunächst in einer tiefenpsychologisch fundierten Behandlung behandelt. Die Schwere der Störung erfordert jedoch häufig eine wiederholte, gegebenenfalls langjährige, zuweilen modifiziert analytische Psychotherapie.

Termine: Donnerstags, 11.4. | 25.04. | 16.5. | 6.6. | 27.6.2024

Zeit: 20:30 – 22:00 Uhr

Teilnehmer: Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des IPP, HIT, HIP und AKJP

Literatur

1. Rohde-Dachser C (1989) Das Borderline-Syndrom. Kapitel C. Die Genese des Borderline-Syndroms. S. 154-171 Verlag Hans Huber, Bern

Kernberg O F (1983) Borderline-Störungen und pathologischer Nar-zißmus. 1. Kapitel: Das Syndrom. Deskriptive Analyse: S. 25-40. Suhr-kamp Taschenbuch Wissenschaft, Frankfurt am Main

2. Kernberg O F (1983) Borderline-Störungen und pathologischer Nar-zißmus. Strukturelle Analyse: S. 40-67. Suhrkamp Taschenbuch Wis-senschaft, Frankfurt am Main

3. Fonagy P, Luyten P (2011) Die entwicklungspsychologischen Wur-zeln der Borderline-Persönlichkeitsstörung in Kindheit und Adoleszenz: Ein Forschungsbericht unter dem Blickwinkel der Mentalisierungstheo-rie, Psyche – Z Psychoanal 65, S. 900-952
Lawson C A (2018) Borderline-Mütter und ihre Kinder. Kapitel: Das verwahrloste Kind, Als-ob-Mütter oder ein kasuistischer Fall
Anmeldung: Anmeldungen bitte per Mail an die Dozenten: Philine@Freudenberg-psychotherapie.de oder praxiscabot@gmail.com

03. November 2026 und weitere | EXISTENZIELLE ASPEKTE PSYCHISCHER STÖRUNGEN | FUCHS | HIT

Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs: Existenzielle Aspekte psychischer Störungen

  • HIT-Codierung: D/K
  • IPP-Codierung: A1, A2, A2.1, A2.2, A2.3, A4, A5, A12, B3, B5 // A, S, Entw, Ps

Die existenzielle Dimension psychischer Störungen erfährt in den meisten
Therapieverfahren nur geringe Beachtung. Gleichwohl gehören die Vulnerabilität und Gefährdung der menschlichen Existenz zu den wichtigsten Voraussetzungen psychischen Krankseins. Diese Dimension soll an fünf Seminarabenden beleuchtet werden. Es geht um die Belastungen, Widersprüche und Grenzsituationen, die mit der menschlichen Existenz unausweichlich verbunden sind und für die psychisch kranke Menschen oft eine besondere Sensibilität mitbringen.

Themen:

  • Existenzielle Vulnerabilität
  • Grenzsituationen
  • Psychopathologie der Hyperreflexivität
  • Psychopathologie der Freiheit
  • Leiden an der Sterblichkeit

 

Termine (Präsenzseminar – Raum B):

Donnerstag, , 03.11., 17.11., 01.12., 08.12. und 15.12.2026

Zeit:

19:30 – 21:00 Uhr

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Maximal 20 Teilnehmende.
Geöffnet für Teilnehmer:innen des HIT, IPP, HIP und AKJP.

 

Literatur:

Yalom, I. (1989):  Existenzielle Psychotherapie. Edition Humanistische Psychotherapie, Köln.

Fuchs, T. (2020):  Randzonen der Erfahrung. Beiträge zur phänomenologischen Psychopathologie. Alber, Freiburg.

Arnold, T. & Fuchs, T. (2026):  Das unersättliche Selbst. Phänomenologie des Narzissmus. Suhrkamp, Berlin.

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen unter Angabe des Instituts bitte per E-Mail an Frau Kunde:
info@hit-heidelberg.de. HIT und IPP werden bei der Platzvergabe bis zum 15.10.2026 bevorzugt berücksichtigt. Anschließend erfolgt die Vergabe freier Plätze an HIP und AKJP. Anmeldeschluss: 31.10.2026.
Die Anmeldung ist verbindlich. Eine Nachrückliste wird geführt.

13.-14. November 2026 | DIE THERAPEUTISCHE BEZIEHUNG | RICHTER | HIT

NoveDr. phil., Dipl.-Psych. Matthias Richter: Die therapeutische Beziehung

  • HIT-Codierung: B
  • IPP: A3, B3, B5, B6 // B, Th, F

Was machen Psychotherapeut:innen eigentlich genau, wenn es ihnen gelingt, Menschen mit psychischem Leid zu helfen?

In der Psychotherapieforschung gibt es Hinweise darauf, dass es gar nicht so sehr die verfahrensspezifischen Techniken sein könnten, wie wir vielleicht glauben – vielmehr scheinen für den Therapieerfolg „unspezifische Wirkfaktoren“ entscheidend zu sein, die mit der therapeutischen Beziehung einhergehen. Was aber sind die Eigenschaften einer hilfreichen therapeutischen Beziehung? Wie lassen sich diese Eigenschaften in der therapeutischen Praxis verwirklichen? Und stehen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Organisation und mediale Darstellung der Psychotherapie dazu zunehmend im Widerspruch?

Wir möchten Sie einladen, anhand von ausgewählten Texten und Fallbeispielen die Gestaltung der therapeutischen Beziehung gemeinsam zu reflektieren.

Termine: (Präsenzseminar – Raum B)

Freitag, 13. November 2026 | 18:30–21:45 Uhr

Samstag, 14. November 2026 | 09:30–15:00 Uhr

Teilnehmerbegrenzung:

Maximal 25 Teilnehmende.
Geöffnet für Teilnehmer:innen des HIT, IPP, HIP und AKJP.

 

Literaturempfehlung:

Cremerius, J. (2003): Wodurch wirkt Psychotherapie? IN LANG, H. (Ed.) Wirkfaktoren der Psychotherapie. Würzburg, Verlag Königshausen & Neumann.

Greenson, R. R. (2000): Übertragungsbeziehung, Arbeitsbeziehung, reale Beziehung: Technik und Praxis der Psychoanalyse, Klett-Cotta.

Rogers, C. R. (1989): Die Eigenschaften einer hilfreichen Beziehung. IN ROGERS, C. R. (Ed.) Entwicklung der Persönlichkeit. Stuttgart, Klett-Cotta.

Stern, D. N. (2002): Nicht-deutende Mechanismen in der psychoanalytischen Therapie. Das ‚Etwas-Mehr‘ als Deutung. Psyche: Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen, 56, 974-1006.

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen unter Angabe des Instituts bitte per E-Mail an Frau Kunde: info@hit-heidelberg.de. HIT und IPP werden bei der Platzvergabe bis zum 15.10.2026 bevorzugt berücksichtigt. Anschließend erfolgt die Vergabe freier Plätze an HIP und AKJP. Anmeldeschluss 31.10.2026.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt; eine Nachrückliste wird geführt.

11.-12. Dezember 2026 | TIEFENPSYCHOLOGISCHE KONZEPTE ZUR DIAGNOSTIK UND BEHANDLUNG VON DEPRESSIONEN | HONOLD | HIT

Dr. med. Cornelius Honold: Tiefenpsychologische Konzepte zur Diagnostik und Behandlung von Depressionen

  • HIT-Codierung: : D/K; B
  • IPP-Codierung: A1, A2.1, A2.3, A3, A4, A5, B1, B2, B3, B4, B5, B6 // A, S. B, Entw. Th, F

Patient:innen mit depressiven Störungen bilden in der ambulanten und stationären Therapie die größte Gruppe. Wir wollen uns mit Hilfe der Literatur und der klinischen Erfahrungen der Teilnehmenden einen Überblick über das weite Feld sowohl der Theorien, der Diagnostik und auch zu den tiefenpsychologisch fundiertenBehandlungsansätzen verschaffen. Dabei sollen auch gruppentherapeutische Aspekte Raum bekommen. Praktische Fallbeispiele der Teilnehmenden sind
willkommen.

Termine: (Präsenzseminar – Raum B)

Freitag, 11. Dezember 2026 | 18:30 – 21:45 Uhr
Samstag, 12. Dezember 2026 | 09:30 – 14:45 Uhr

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Maximal 20 Teilnehmende.
Geöffnet für Teilnehmer:innen des HIT, IPP, HIP und AKJP.

 

Literatur:

H. Schauenburg (2004): Analytisch orientierte Therapie der Depression, in: Lehrbuch der Psychotherapie, Band 2, Kap. 4.3: Psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Therapie, herausgegeben von Leichsenring, Verlag CIP-Medien.

S. Freud (1917): Trauer und Melancholie

S. Mentzos (1995): Die psychoanalytischen Depressionstheorien, in: Depression und
Manie, Verlag Vandenhoeck und Ruprecht

M. Wolfersdorf (2008): Zur tiefenpsychologischen Psychodynamik bei der Depression, in: Psychotherapie, 13. Jahrgang 2008, Bd. 13, Heft 1, Verlag CIP-Medien

D. Huber und G. Klug (2011): Psychoanalytische Therapie der Depression: oldie but goody, in: Psychotherapie, 16. Jahrgang 2011, Bd. 16, Heft 2, Verlag CIP-Medien

Mertens/Waldvogel (2000): Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe, Kohlhammer Verlag.

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen unter Angabe des Instituts bitte per E-Mail an Frau Kunde:
info@hit-heidelberg.de. HIT und IPP werden bei der Platzvergabe bis zum 31.10.2026 bevorzugt berücksichtigt. Anschließend erfolgt die Vergabe freier Plätze an HIP und AKJP. Anmeldeschluss 13.11.2026.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt; eine Nachrückliste wird geführt.

08.-09. Januar 2027 | ALLGEMEINE NEUROSENLEHRE - TEIL 2: "DIE 3 KRANKHEITSMODELLE" | SCHNEIDER | HIT

Dipl.-Psych. Sara Schneider: Allgemeine Neurosenlehre – Teil 2: „Die 3 Krankheitsmodelle“

  • HIT-Codierung: D/K
  • IPP-Codierung: A1, A2, A2.1, A2.2, A3, A5 // A, S, B, Entw

Es erfolgt eine Einführung in die 3 ätiopathogenetischen Krankheitsmodelle der psychodynamischen Theorien (Konflikt-, Struktur- und Traumamodell).

Auf diese Weise sollen unterschiedliche Ansätze zur Entwicklung psychodynamischer Hypothesen vermittelt und an konkreten Einzelfällen der Teilnehmenden geübt werden.

 

Termine: (Präsenzseminar – Raum B)

Freitag, 08. Januar 2027 | 18:30–21:45 Uhr

Samstag, 09. Januar 2027 | 09:30–14:45 Uhr

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Maximal 20 Teilnehmende.
Geöffnet für Teilnehmer:innen des HIT, IPP, HIP und AKJP.

 

Literaturempfehlung:

Boll-Klatt, A. & Kohrs, M. (2014): Praxis der psychodynamischen Psychotherapie, Teil III (Die pathogenetischen Krankheitsmodelle der psychodynamischen Therapieverfahren), Kap. 14-16. Stuttgart: Schattauer.
Oder*

Jungclaussen, I. (2018/2021): Handbuch Psychotherapie-Antrag, Teil C 1, C2 und C3. Stuttgart: Schattauer.
*Die Lektüre von Boll-Klatt & Kohrs bzw. von Jungclaussen ist alternativ!

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen unter Angabe des Instituts bitte per E-Mail an Frau Kunde:
info@hit-heidelberg.de. HIT und IPP werden bei der Platzvergabe bis zum 31.10.2026 bevorzugt berücksichtigt. Anschließend erfolgt die Vergabe freier Plätze an HIP und AKJP. Anmeldeschluss ist 11.12.2026.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt; eine Nachrückliste wird geführt.

29.-30. Januar 2027 | ETHIKSEMINAR | TILCH-BAUSCHKE / NAKHLA | HIT

Dr. Edeltraud Tilch-Bauschke und Dipl.-Psych. Daniel Nakhla: Ethikseminar

  • HIT-Codierung: B
  • IPP-Codierung: A3, A5, A6, A11, A12, B2, B3, B6 // ER, B

In dem Seminar sollen vielschichtige Aspekte von Grenzverletzungen und Fehlverhalten in Psychotherapien, Supervision und Selbsterfahrung thematisiert werden. Dabei sollen die unterschiedlichen Formen von Ethikverstößen benannt und Risikofaktoren für Grenzüberschreitungen sowie „Red Flags“ als Vorzeichen einer drohenden Ethikverletzung in Behandlungen untersucht werden. Zusätzlich wollen wir anhand von Filmausschnitten aus Psychotherapie-Serien über das Thema diskutieren.

Termine (Präsenzseminar-Raum B):

Freitag, 29. Januar 2027 | 18:30 – 21:45 Uhr
Samstag, 30. Januar 2027 | 09:30 – 15:15 Uhr

Teilnehmer:innenbegrenzung

Maximal 15 Teilnehmende.
Geöffnet für Teilnehmer:innen des HIT, IPP, HIP und AKJP.

 

Literaturempfehlung:

Dr.med. Gisela Krauss (2011): Erfahrungen einer Vertrauensanalytikerin der DGPT. Einblicke-Erfahrungen-Ausblicke. Psychoanalyse im Widerspruch 46 (2011), 67-78

Dipl.-Psych. Ann-Kathrin Scheerer (2019): Asymmetrie, Abstinenz, Anonymität – Garanten der psychoanalytischen Ethik. (Vortragsmanuskript Jahrestagung Landesverband NRW der DGPT in Köln am 6.11.2019).

 

Anmeldung und Organisation:

Dies ist ein Nachholtermin aus dem vergangenen Semester. Bereits angemeldete Teilnehmende werden bei der Platzvergabe selbstverständlich bevorzugt berücksichtigt.
Anmeldungen unter Angabe des Instituts bitte per E-Mail an Frau Kunde: info@hit-heidelberg.de. HIT und IPP werden bei der Platzvergabe bis zum 31.10.2026 bevorzugt berücksichtigt. Anschließend erfolgt die Vergabe freier Plätze an HIP und AKJP. Anmeldeschluss 18.12.2026.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt; eine Nachrückliste wird geführt.

12.-13. Februar 2027 | TECHNIKEN DER GRUPPENPSYCHOTHERAPIE | PUTZKE | HIT

Dr. Michael Putzke : Techniken der Gruppenpsychotherapie

  • HIT-Codierung: B
  • IPP-Codierung: B1, B2, B3, B4, B5, B6, B8, A6, A9 // B, G

Nachdem wir vor zwei Jahren uns mit der Theorie der Gruppenpsychotherapie und der Gruppenanalyse beschäftigt haben, geht es in diesem Seminar um die Praxis und die Techniken der Gruppenpsychotherapie. Es geht um Techniken der Gruppenleitung, Formen der Gruppen, ambulante und stationäre Herausforderungen, Umgang mit schwierigen Situationen. Die Beeinflussung des Gruppenprozesses durch den Leiter/die Gruppenteilnehmer, den Beginn und die Beendigung einer Gruppe. Damit das Seminar zu einem ‚egotraining in action wird‘, wäre es hilfreich, sollten Sie bereits Erfahrungen in und mit Gruppen gesammelt haben, konkrete Fragen, Fallvignetten und Schwierigkeiten aus der eigenen Praxis mit einzubringen.

 

Termine: (Präsenzseminar – Raum B)

Freitag, 12. Februar 2027 | 18:30–21:45 Uhr

Samstag, 13. Februar 2027 | 09:30–14:45 Uhr

Teilnehmerbegrenzung:

Maximal 20 Teilnehmende.
Geöffnet für Teilnehmer:innen des HIT, IPP, HIP und AKJP.

 

Literaturempfehlung:

Alder, S. (2005): Psychodynamisches und analytisches Arbeiten in Gruppen, Kohlhammer, Stuttgart.

Foulkes, S.H. und Anthony, E.J. (2026): Gruppenpsychotherapie psychosozial, Gießen.

Strauß, B. (2022): Gruppenpsychotherapie, Kohlhammer, Stuttgart

Tschuschke, V. (2010): Gruppenpsychotherapie, Thieme, Stuttgart
* Die konkrete Literatur wird im Dezember bekannt gegeben.

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen unter Angabe des Instituts bitte per E-Mail an Frau Kunde: info@hit-heidelberg.de. HIT und IPP werden bei der Platzvergabe bis zum 31.10.2026 bevorzugt berücksichtigt. Anschließend erfolgt die Vergabe freier Plätze an HIP und AKJP. Anmeldeschluss 15 01.2027.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt; eine Nachrückliste wird geführt.

20. Februar & 20. März 2027 | SUIZIDALITÄT | TREIBER | HIT

Dipl.-Psych. Ulrich M. Treiber: Suizidalität

  • HIT-Codierung: D/K; B
  • IPP-Codierung: B1, B2, B4, B6, A3, A4, A7, A10 // B, ER, S

Suizidalität ist eine existenzielle Thematik, der wir im psychiatrischen, aber auch psychotherapeutischen Kontext immer wieder ausgesetzt sind, sei es im Rahmen depressiver Verfassungen, sei es als chronische Form bei bestimmten Persönlichkeitsstörungen, sei es bei besonderen Risikogruppen wie jüngeren oder auch gerade älteren Menschen. Dieses Seminar soll sich mit einzelnen wichtigen Aspekten der Thematik näher befassen, um eine größere eigene Sicherheit im Umgang damit zu erreichen.

Wir werden insbesondere

  • psychodynamische Hypothesen zur Entstehung von Suizidalität erörtern
  • die besondere Situation der einzelnen Teilnehmer:innen beleuchten, in der sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit jeweils mit dem Thema Suizidalität konfrontiert sind
  • in Rollenspielen Ihr spezifisches „Handwerkszeug“ für den Umgang mit suizidalen Patient:innen (weiter-)entwickeln.

 

Termine: (Präsenzseminar – Raum B)

Samstag, 20. Februar 2027 | 09:30–13:30 Uhr

Samstag, 20. März 2027 | 09:30–13:30 Uhr

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Maximal 25 Teilnehmende.
Geöffnet für Teilnehmer:innen des HIT, IPP, HIP und AKJP.

 

Literaturempfehlungen:

PiD (Psychotherapie im Dialog) Themenheft Suizid 2,2012. Thieme, Stuttgart, New York

PiD (Psychotherapie im Dialog) Themenheft Suizidalität 2, 2026. Thieme, Stuttgart, New York

*Weitere Literatur wird im Seminar bekanntgegeben.

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen unter Angabe des Instituts bitte per E-Mail an Frau Kunde: info@hit-heidelberg.de. HIT und IPP werden bei der Platzvergabe bis zum 31.10.2026 bevorzugt berücksichtigt. Anschließend erfolgt die Vergabe freier Plätze an HIP und AKJP. Anmeldeschluss 22.01.2027.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt; eine Nachrückliste wird geführt

05.-06. März 2027 | VOM ERSTINTERVIEW ZUM BERICHT AN DEN:DIE GUTACHTER:IN | LEUSCHNER / TILCH-BAUSCHKE |HIT

Dr. med. Maren Leuschner & Dr. med. Edeltraud Tilch-Bauschke: Vom Erst-Interview zum Bericht an den:die Gutachter:in

  • HIT-Codierung: D/K; B
  • IPP-Codierung: A1, A2, A2.1, A2.2, A2.3, A4, A9, A10, A11, B1, B3, B5, B6 // A, S, B, EI, Entw. Th

Nach einer kurzen theoretischen Einführung von Frau Tilch-Bauschke, die selbst jahrelang als Gutachterin tätig war, werden die Seminarleiterinnen anhand eigener Fälle den Aufbau eines Berichtes an den:die Gutachter:in erläutern.

Danach haben die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, eigene Patient:innen vorzustellen, bei denen wir gemeinsam Berichte anhand der Symptomatik, Familienanamnese, Psychodynamik, Diagnosestellung (Symptom- und OPD-Diagnosen), Indikationsstellung, Prognose und Behandlungsplan erarbeiten.

Der Schwerpunkt des Seminars wird darauf liegen, mit Ihnen ein strukturiertes Vorgehen zu üben, das Ihnen die Erstellung der Berichte an den:die Gutachter:in leicht macht.

Termine: (Präsenzseminar – Raum B)

Freitag, 05. März 2027 | 18:30 – 21:45 Uhr

Samstag, 06. März 2027 | 9:30 – 15:00 Uhr

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Maximal 15 Teilnehmende.
Geöffnet für Teilnehmer:innen des HIT, IPP und HIP.

 

Literaturempfehlung:

Jungclaussen, I.(2018): Handbuch Psychotherapie-Antrag. 2.Auflage. Schattauer-Verlag, Stuttgart.

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen unter Angabe des Instituts bitte per E-Mail an Frau Kunde: info@hit-heidelberg.de. HIT und IPP werden bei der Platzvergabe bis zum 31.10.2026 bevorzugt berücksichtigt. Anschließend erfolgt die Vergabe freier Plätze an HIP. Anmeldeschluss: 05.02.2027.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt; eine Nachrückliste wird geführt.

Alle Teilnehmenden sollten eine Erst-IV-Dokumentation als Basis für einen Bericht an die Gutachtenden mitbringen.

21. Oktober 2026 | SONDERKASUISTIK: SOZIALE ARBEIT | BÖSEL | HIT

Prof. Dr. sc. hum. Maren Bösel : Soziale Arbeit

  • HIT-Codierung: B

In der psychotherapeutischen Behandlung werden Behandler:innen immer wieder mit sozialen Problemlagen ihrer Patient:innen konfrontiert. Nicht selten besteht eine Unsicherheit über die Einschätzung der Dringlichkeit sowie der angezeigten Maßnahmen. Aufgrund der Komplexität der Lebenssituation der Patient:innen ist oft mal eine interdisziplinäre Herangehensweise notwendig. Die Kasuistik wird daher unter Einbezug der sozialarbeiterischen Expertise erfolgen und ermöglicht nicht nur die interdisziplinäre Betrachtung des individuellen Falls mit sozialen Fragen, sondern auch einen Austausch zwischen Psychotherapie und Klinischer Sozialarbeit.

 

Termine: (Präsenzseminar – Raum C)

Dienstag, 21. Oktober 2026 | 18:30 – 20:00 Uhr und 20:15 – 21:45 Uhr

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Pro Kasuistik mindestens 3, maximal 10 Teilnehmende.
Geöffnet für Weiterbildungsteilnehmer:innen des HIT ab dem 1. Semester.

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen pro Kasuistisch-technischem Fallseminar bitte per E-Mail an Frau Kunde: info@hit-heidelberg.de

 

 

18. November 2026 & 14. Januar 2027 | KASUISTISCH-TECHNISCHES FALLSEMINAR | HONOLD / NAKHLA | HIT

Dr. med. Cornelius Honold & Dipl.-Psych. Daniel Nakhla: Kasuistisch-technisches Fallseminar mit Fallvorstellungen der Weiterbildungsteilnehmenden sowie von Dozent:innen

  • HIT-Codierung: B

Beim Umgang mit unbewussten Prozessen nehmen wir vorübergehend eine Haltung des Nicht-Wissens ein, die auszuhalten gelernt/geübt werden muss. Anhand von Fallvorstellungen der Teilnehmer:innen oder der jeweiligen Seminarleiter:innen soll psycho-dynamisches Denken gefördert und die Hypothesenbildung geübt werden.

Bei den „Fällen“ muss es sich nicht grundsätzlich um supervidierte Weiterbildungstherapien handeln, sondern Sie haben auch die Möglichkeit, Patientenbegegnungen aus ihrem täglichen Arbeitsumfeld vertiefend zu besprechen (d.h. neben Behandlungsverläufen auch einzelne Stunden im Behandlungsverlauf, probatorische Sitzungen, erste Begegnungen, auch i.R. der psychosomatischen Grundversorgung). Das Seminar kann auch als konzeptuelle Anregung genutzt werden für die Gründung von Intervisionsgruppen während oder nach der Weiterbildung sowie zum Knüpfen kollegialer Kontakte.

Termin: (Präsenzveranstaltung – Raum C)

Mittwoch, 18. November 2026 | 18:30 – 20:00 Uhr und 20:15 – 21:45 Uhr, Honold
Donnerstag, 14. Januar 2027 | 18:30 – 20:00 Uhr und 20:15 – 21:45 Uhr, Nakhla

*einzeln buchbare Doppelstunden

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Pro Kasuistik mindestens 3, maximal 10 Teilnehmende.
Geöffnet für Weiterbildungsteilnehmer:innen des HIT ab dem 1. Semester.

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen pro Kasuistisch-technischem Fallseminar bitte per E-Mail an Frau Kunde: info@hit-heidelberg.de

14.10.2026 und weitere |DAS PSYCHOANALYTISCHE ERSTINTEVIEW | SCHICK / MOHRAZ | IPP

Daniela Schick & Maryam Mohraz: Das psychoanalytische Erstinterview

  • IPP-Codierung: A1, A2, A4, A9, B1, B3, B6 // EI, Entw., A
  • HIT-Codierung: D/K; B

Das psychoanalytische Erstgespräch kann als offener, unstrukturierter Handlungsdialog aufgefasst werden. Hier geben uns die Patient:innen bereits wichtige Hinweise auf ihre unbewussten Wünsche, Bedürfnisse und inneren Konflikte. Unsere besondere Aufmerksamkeit soll den sich entfaltenden Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen gelten. In Verbindung mit den weiteren Informationen können so erste psychodynamische Hypothesen gebildet werden und eine Idee, worum es in der Behandlung gehen könnte.

Wir wollen in diesem Seminar anhand von Erstgesprächs-Fallbeispielen der Teilnehmenden ein gemeinsames tieferes Verständnis für diese erste persönliche Begegnung entwickeln. Hierzu sollen auch bedeutsame psychoanalytische Arbeiten gelesen und im Seminar gemeinsam besprochen werden.

Termine:

Mittwoch, 14.10.26 | 19:00 – 20:30 Uhr (online per Zoom Meeting)
Freitag, 06.11.26 | 18.00 – 19:30 Uhr
Samstag, 07.11.26 | 09:30 – 16:00 Uhr

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Das Seminar wendet sich besonders an Teilnehmer:innen in psychoanalytischer Aus- und Weiterbildung. Plätze werden zunächst Teilnehmer:innen des IPP zugewiesen. Sollten Plätze frei sein, erhalten diese Teilnehmer:innen des HIT.
Maximal 15 Teilnehmende.

 

Literaturempfehlung:

Laimböck, Annemarie (2019): Das psychoanalytische Erstgespräch. Brandes &
Apsel

Eckstaedt, Anita (1991): Die Kunst des Anfangs. Psychoanalytische Erstgespräche. Suhrkamp

Argelander, Hermann (1970): Das Erstinterview in der Psychotherapie

*Weitere Literatur wird ggf. nach Anmeldung ergänzt.

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen bitte möglichst bis zum 05.10.26 via E-Mail an: daniela.schick@posteo.de oder kontakt@praxis-mohraz.de

16. November 2026 und weitere | EINFÜHRUNG IN DIE SOMATISCHE NARRATION TEIL 1 | LEIKERT | IPP

Sebastian Leikert: Einführung in die Somatische Narration Teil 1

  • IPP-Codierung: A1, A2, A2.1, A2.2, A3, B1, B3, B5 // B, Th, S, Ps
  • HIT-Codierung: D/K; B

Die somatische Narration ist eine traumaorientierte psychodynamische Behandlungstechnik, die gezielt das Körpergedächtnis der Traumaspuren ansteuert und durcharbeitet. Dazu wird systematisch die Wahrnehmung des Körperselbst ins Zentrum der gemeinsamen Aufmerksamkeit gestellt. Die symbolisch-deutende Zusammenarbeit bleibt im Hintergrund und überlässt dem sich vertiefenden Körper-zu-Körper-Dialog das Feld. So entsteht eine Tiefenregression, die den psychoanalytischen Prozess ins Feld jenseits der psychischen Repräsentationen führt und prämentale, körperlich chronifizierte Abwehrstrukturen ansteuert und durcharbeitet. Im Seminar werden die verschiedenen Aspekte der somatischen Narration mit vielen Beispielen und in Bezug auf klassische Text (Freud: Jenseits des Lustprinzips; Winnicott: Die Beziehung zwischen dem Geist und dem Leibseelischen; Green: Der Komplex der toten Mutter) diskutiert. Das Seminar umfasst insgesamt 8 Sitzungen über zwei Semester und schließt mit einer Blockveranstaltung, bei der im Rollenspiel die Arbeit mit der somatischen Narration eingeübt werden kann.

 

Termine: 

Montag, 16.11.26, 14.12.26, 18.01.27 und 15.02.27  | jeweils 20:30 – 22:00 Uhr (Online – Der Link für die Zoom-Sitzung wird den Teilnehmenden zugeschickt)

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Kandidat:innen und Mitglieder des IPP, HIT und HIP
Maximal 30 Teilnehmende.
Kandidat:innen werden bevorzugt berücksichtigt.

 

Literaturempfehlung:

Leikert, S. (2026): Psychoanalytische Traumabehandlung und somatische Narration. Frankfurt/M, Brandes und Apsel (erscheint im September 2026)

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen bis zum 22. Oktober 2026 via E-Mail an: s.leikert@web.de

11. Januar 2027 und weitere | BORDERLINE, EIN KONZEPT IM WANDEL | AMESKAMP / FALKENHAUSEN-LEUBE | IPP

Sabine Ameskamp & Sabine von Falkenhausen-Leube: Borderline, ein Konzept im Wandel der Zeit

  • IPP-Codierung: A1, A2, A3, A5, A9, A12, B1, B2, B3, B4, B5, B6 // A, S, B, Entw., Th
  • HIT-Codierung: D/K; 

Das Seminar kann allenfalls eine Einführung in dieses Riesengebiet anbieten.

Der britische Psychiater Charles Hughes verwendete 1884 erstmals den Begriff „Borderland“, um Fälle zwischen Gesundheit und Krankheit zu verorten. Mit Adolph Stern begann man ab 1938, von „Borderline“ zu sprechen. Damit wurden Patienten und Fälle beschrieben, die sich im Grenzgebiert zwischen Neurose und Psychose bewegten. In der Folge wurde der Begriff vor allem durch psychoanalytische Modelle gefasst. Dabei ging es vor allem um Übertragungs- und Gegenübertragungs-Phänomene sowie um die „Borderline“-typische Psychodynamik. Aktuell hat man sich von diesem Denken gelöst, was sich in dem operationalisierten Ansatz von ICD und DSM zeigt.

Im Seminar folgen wir der Entwicklung des Borderline-Konzeptes von seinen Anfängen bis hin zu neueren Entwicklungen und befassen uns mit therapeutischen Ansätzen wie dem Mentalized Based Treatment nach Fonagy und Batemann und der Dialektisch Behavioralen Therapie nach M. Lineham. Besonderes Augenmerk soll den Komorbiditäten und differentialdiagnostischen Gesichtspunkten gelten. Zu erwähnen wären hier neben Störungen jeglicher Art besonders die Traumafolgestörungen sowie neurodivergente Phänomene wie ADHS Und Autismus Spektrum-Störungen.

Die Teilnehmer:innen werden ermutigt, ihre Erfahrungen in diesem Bereich in Form von eigenen kleinen Fallbeispielen zu teilen.

Termine:

Montag, 11.01.2027, 25.01., 01.02., 22.02., 01.03. | jeweils 20:30 – 22:00 Uhr

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Offen für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer:innen aller Institute;
Maximal 16 Teilnehmende.

 

Literaturempfehlung:

wird im Seminar bekannt gegeben.

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen bitte bis zum 01.11.26 via E-Mail an: sabineameskamp@gmx.de
Die Plätze werden nach Anmeldungseingang vergeben.

14. Januar 2027 und weitere | ASPEKTE DES MALIGNEN NARZISSMUS UND DISSOZIALER PERSÖNLICHKEITSANTEILE ... | CABOT | IPP

Georges-P. Cabot: Aspekte des Malignen Narzissmus und dissozialer Persönlichkeitsanteile in analytischen und tiefenpsychologischen Behandlungen

  • IPP: A1, A2.1, A2.2, A4, A5, A9, B1, B2, B3, B5, B6 // A, S, EI, Th, B, Entw., ER
  • HIT-Codierung: D/K; B

Auch wenn wir im ambulanten Bereich selten Patienten/innen mit ausgeprägter Delinquenz oder schweren Malignem Narzissmus analytisch oder tiefenpsychologisch behandeln, so beginnen wir oft Behandlungen, bei denen erst im Verlauf Aspekte dieser schwereren strukturellen Störungen deutlicher werden. Die zu Beginn nur andeutungsweise vorhandene und nicht erkannte Destruktivität kann sich plötzlich und unverhohlen im Verlauf der Behandlung entfalten. Die in der Übertragung und Gegenübertragung vorhandenen Gefühle und Wahrnehmungen und auch spezifischen psychodynamischen Merkmale können uns helfen und dazu beitragen, diagnostisch genau vorzugehen, grenzverletzendes, latent gewalttätiges und destruktives Verhalten zu erkennen, ohne hierfür das Mitgefühl und die Zugewandtheit zu den Patienten/innen zu verlieren.

Um damit in einer guten Weise umgehen zu können, ist es wichtig, um die Vorläufer des malignen Narzissmus sowie Aspekte der dissozialen Persönlichkeitsanteile zu wissen, um diese rechtzeitig erkennen zu können. Da in der Regel solche Patienten/innen auch über eine hohe intellektuelle Fähigkeit verfügen können, ist den Aspekten der bewussten Täuschung, der Täter-Opfer-Umkehr, der Selbstviktimisierung, der Einschüchterung und vor allem des Angriffs auf die Wahrnehmungsfunktionen des Gegenübers eine besondere Funktion zuzuordnen. Inhaltlich wird das Seminar mit einer Fallvorstellung beginnen, und im Folgenden werden wir, mit Freud beginnend, verschiedene Grundlagenliteratur hierzu lesen.

Termine:

Donnerstag, 14.01.2027, 28.01., 18.02., 04.03. und 18.03. | jeweils 20.30 – 22.00 Uhr

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer:innen des IPP, HIT, HIP und AKJP

 

Literaturempfehlung:

Aichhorn, A. (1965): Die Übertragung. In Verwahrloste Jugend. Die Psychoanalyse in der Fürsorgeerziehung (5. Aufl., S. 153–181). Bern: Huber.

Binswanger, R. (1978): Rahmenbedingungen analytisch orientierter Psychotherapie im Strafvollzug. Psyche. Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen, 32(12), 1148–1156.

Buchholz, M. B., Lamott, F. & Mörtl, K. (2010): Reale Schuld – die Rolle des impliziten Wissens in der therapeutischen Auseinandersetzung. Aus einer Untersuchung an Sexualstraftätern. In B. Müller & J. Körner (Hrsg.), Schuldbewusstsein und reale Schuld (S. 129–158). Gießen: Psychosozial-Verlag.

Freud, S. (1999): Die Verbrecher aus Schuldbewusstsein. In Studienausgabe. Band X: Schriften zur Behandlungstechnik (Originalarbeit 1916). Frankfurt am Main: Fischer.

Kernberg, O. F. (2023): Differentialdiagnose antisozialen Verhaltens bei narzisstischen Persönlichkeitsstrukturen. Persönlichkeitsstörungen, 27, 118–146. Stuttgart: J. G. Cotta’sche Buchhandlung.

Kernberg, O. F. (2006): Die Psychodynamik und psychotherapeutische Behandlung psychopatischer, narzisstischer und paranoider Übertragungen. In O. F. Kernberg, Narzissmus, Aggression und Selbstzerstörung: Fortschritte in der Diagnose und Behandlung schwerer Persönlichkeitsstörungen (S. 181–206). Stuttgart: Klett-Cotta.

Lackinger, F. (2013):  Primärer und sekundärer Krankheitsgewinn bei delinquenten Patienten. Persönlichkeitsstörungen – Theorie und Therapie, 17(1), 33–42.

Pecher, W. (1989):  Genese und Psychodynamik kriminellen Verhaltens aus neuerer psychoanalytischer Sicht. In Das Gefängnis als Vater-Ersatz (S. 26-61). Frankfurt am Main: R. G. Fischer Verlag.

Pecher, W. (2023):  Psychodynamische Therapie. In B. Wischka, W. Pecher & B. van den Boogaart (Hrsg.), Behandlung im Strafvollzug (S. 271–290). Berlin, Heidelberg: Springer.

Rauchfleisch, U. (1981):  Zum Agieren „dissozialer Persönlichkeiten“. Psyche. Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen, 35(6), 527–543.

Rauchfleisch, U. (1982): Zur ambulanten Psychotherapie mit Delinquenten. Psyche. Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen, 36(4), 307–326.

Winnicott, D. W. (1988): Die antisoziale Tendenz. In Aggression. Versagen der Umwelt und antisoziale Tendenz (S. 157–171). Stuttgart: Klett-Cotta.

Mögliche andere oder weitere Literatur wird am ersten Termin bekannt gegeben. Die zu lesende Literatur wird für die folgende Abende als Referate verteilt. Teile der Literatur sind auf der Drop-Box oder beim Dozenten erhältlich.

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen bitte bis 10.01.2027 per Mail an den Dozenten: praxiscabot@gmail.com

19. und 27. Februar 2027 | EXPLIZIT, IMPLIZIT? THEORIE, IMPROVISATION UND DIE FRAGE NACH DER WAHRHEIT IN ANALYTISCHEN PSYCHOTHERAPIEN | KRIEBEL / PETRI | IPP

Achim Kriebel und Isabell Petri: Theorie, Improvisation und die Frage nach der Wahrheit in analytischen Psychotherapien

  • IPP-Codierung: A1, A2, A3, B1, B2, B3, B5, B6 // B, A, F, Th
  • HIT-Codierung: B

Es gibt deutliche empirische Evidenz dafür, dass der Erfolg von Therapieverläufen nicht durch theoretische Konzeptionen („Verfahren“) oder verbale Instrumente („Interventionen“). bestimmt wird. Entscheidende Impulse für Entwicklungen und Veränderungen in psychodynamischen Therapien sind nicht planbar. Sie ereignen sich auch jenseits der intellektuell-sprachlichen Ebene in impliziter Kommunikation, sind nur anteilig wahrnehmbar und reflektierbar – und dennoch wirksamer Teil eines gemeinsamen Prozesses. Dies ist insofern nicht verwunderlich, als sich wesentliche struktur- und persönlichkeitsbildende Einflüsse in früher Lebenszeit in aufeinander bezogenen Begegnungen, Handlungen und Erfahrungen vor jeder sprachlichen Kompetenz einschreiben und später wohl nur auf diesen Erfahrungsebenen intersubjektiv zugänglich und veränderbar werden.

Wie können wir theoretische und behandlungspraktische Konzeptionen mit der Schaffung eines offenen therapeutischen Raumes verbinden, in dem sich diese „Ereignisse“ als Ausdruck eines gemeinsamen Unbewussten spontan herstellen können? Welche Rolle spielen (neben den expliziten) persönliche implizite Theorien und Motive dabei? Welche Absicherungen und Regelungen braucht es, um sich auf die Ebene einer gleichermaßen kontrollierten wie spontanen gemeinsamen Improvisation einlassen zu können? Wie können wir (auch in der Berichtsabfassung zum Antrag) damit umgehen, dass wir uns – zugespitzt formuliert – in der Regel nur sicher sein können, dass wir nicht wirklich das tun, was wir beabsichtigen zu tun? Was wären dann „Begegnung“ und „Wahrheit“: vielleicht die sich annähernde oder und im Augenblick geteilte Schnittmenge der Gedanken und Gefühle der Beteiligten im Hinblick auf ein bestimmtes Phänomen innerhalb oder außerhalb des therapeutischen Raumes?

Mit diesen Fragen wollen wir uns, auch anhand eigener klinischer Erfahrungen, auf einfache Weise beschäftigen. Mit Hilfe von Fallvignetten der Teilnehmenden und der Seminarleitenden erkunden wir, wie wir uns auf oft überraschende Begegnungsmomente einlassen, intuitive Entscheidungen treffen und unsere Impulse gleichermaßen spontan wie reflektierend nutzen können. Die Teilnehmenden werden gebeten, im Vorfeld des Seminares in einzelnen Sitzungsdokumentationen ihr Befinden und ihre Gedanken im Sitzungsverlauf festzuhalten, die letztlich therapeutische Entscheidungen (z.B. „Interventionen“) zur Folge haben. Die angegebene Literatur kann beim Durchsehen erste Anregungen und Einstimmungen ermöglichen.

Termine:

Freitag, 19. Februar 2027 | 19:00 – 22:00 Uhr
Samstag, 27. Februar 2027 | 09:30 – 15:30 Uhr

Teilnehmer:innenbegrenzung:

Offen für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer:innen des IPP, HIT, HIP und AKJP
Maximal 15 Teilnehmende.

 

Literaturempfehlung:

Bohleber W (2007): Der Gebrauch von offiziellen und von impliziten Theorien. Psyche, 61, 995-1016

Ermann M (2026): Pluralismus und die Verwendung psychoanalytischer Konzepte. Forum der Psychoanalyse, 42, 6-18

Klöpper M (2026): Emotionsbasierte psychodynamische Psychotherapie. Stuttgart: Klett-Cotta: Mertens W & Storck T (Hg) (2026): Wahrheit. Gießen: Psychosozial

Ogden T H (2025): Lebendig werden im Therapierraum. Gießen: Psychosozial

Orange D et al (2001): Intersubjektivität in der Psychoanalyse (v.a. Kap.2: Jenseits der Technik – Psychoanalyse als eine Form der Praxis) Frankfurt: Brandes & Apsel

Stern D et al (2012): Veränderungsprozesse. Frankfurt: Brandes & Apsel, 2012

Storck T (2016): Verstehen und Nicht-Verstehen als Elemente der therapeutischen Beziehung. In: G Gödde & S Stehle (Hg) (2016): Die therapeutische Beziehung in der psychodynamischen Psychotherapie (vor allem Teil III: Dimensionen der therapeutischen Beziehung)

Walther-Moog V (2017): Über Spontaneität des Psychoanalytikers/Psychotherapeuten. In: E Neumann & M Naumann-Lenzen: Psychodynamisches Denken und Handeln. Gießen: Psychosozial.

Weischede G & Zwiebel R (2009): Neurose und Erleuchtung. Anfängergeist in Zen und Psychoanalyse. Stuttgart: Klett-Cotta

 

Anmeldung und Organisation:

Anmeldungen bitte möglichst bis zum 5. Februar 2027 via E-Mail an: achimkriebel@t-online.de oder isabell.petri@posteo.de