Ulrich M. Treiber

 

Einführung in die Alterspsychotherapie und Gerontopsychosomatik

(Präsenzseminar / ggf. online)

 

In Ihrem Fall geht eine solche Behandlung nicht mehr! Das sagte Freud zu einer ca. 50-jährigen (!) Patientin und untermauerte sein Diktum theoretisch u. a. mit Materialfülle und starrer intrapsychischer Organisation.

Diese Haltung bestimmte lange bis in die 80er, 90er Jahre die Psychoanalyse und die von ihr abgeleiteten Therapieverfahren. Inzwischen ist auch empirisch wohl fundiert, dass diese Annahmen unzutreffend sind und im Gegenteil psychodynamische Therapie mit Älteren ein lohnendes Feld sein kann.

Dieses Seminar macht es sich zur Aufgabe, sowohl theoretisch wie praktisch in die Thematik einzuführen. Es beschäftigt sich mit Epidemiologie, Diagnostik und Therapie psychogener und psychosomatischer Störungen bei Älteren. Besonderer Wert wird auf (Übertragungs-/Gegenübertragungs-)Hindernisse einer solchen Behandlung gelegt. Zielsetzung ist, ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass Psychotherapie mit Älteren nötig, möglich und lohnend sowohl für Patient/-innen wie Therapeut/-innen sein kann.

 

Termine:       Samstag, den 26. 02. und 05.03.2022  

 

Zeit:               jeweils  9.30 – 13.30 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:

HIT, gern auch HIP und IPP (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

 

Einführende Literatur:

Heuft G, Kruse A, Radebold H (2006) Lehrbuch der Gerontopsychosomatik und 

           Alterspsychotherapie. Reinhardt, München Basel

Heuft G (2018) Psychodynamische Gerontopsychosomatik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen

Kipp J, Jüngling G (2007) Einführung in die praktische Gerontopsychiatrie. Zum   verstehenden Umgang mit alten Menschen. Reinhardt, München Basel

Peters M (2017) Psychodynamische Psychotherapie mit Älteren. Eine Einführung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen

Peters M (2009) Psychotherapie im Alter. In: Arolt& Kersting (2009). Psychotherapie in der Psychiatrie. Springer, Berlin Heidelberg New York,  S. 497–518

Weitere Literatur wird im Seminar bekanntgegeben.

Die Möglichkeit zu kurzen Referaten besteht im zweiten Seminarblock

 

 

 

 

Anmeldung und Organisation:

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann
Anmeldungen bis zum 13.10.2021 bitte schriftlich per E-Mail oder Post

E-Mail: info@hit-heidelberg.de

Post:  HIT c/o Frau Kuhlmann Alte Bergheimer Str. 5, 69115 Heidelberg

Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen auch an den Dozenten per E-Mail: utreiber@t-online.de

 

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Cornelius Honold

Einführung in die psychoanalytische Entwicklungslehre                                         (Präsenzseminar / ggf. online)

 In diesem Seminar wollen wir uns beschäftigen mit den Grundlagen der psycho-analytischen Entwicklungslehre sowie einem Überblick über deren historische Entwicklung. Triebtheoretische Aspekte werden wir mit Überlegungen zur Ich- und Selbst-Entwicklung sowie zu Objektbeziehungen zusammentragen, um dann die Bedeutung von Internalisierungs- und Externalisierungsvorgängen für das Verständnis von Struktur, Grundkonflikten und deren Verarbeitungsmodi für die klinische Praxis in den Mittelpunkt zu stellen.

Alle SeminarteilnehmerInnen werden gebeten, bereits zum 1. Seminartag aus der aufgeführten Literatur die angegebenen Seiten aus dem Buch von S. Mentzos zur Vorbereitung gelesen zu haben.
Termine:Samstag, den 22.01. und 05.02.2022

Zeit: jeweils 9:30 Uhr – 14:30 Uhr

Teilnehmer/-begrenzung:

Offen für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des HIT, IPP und HIP (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

 

Literatur:

Stavros Mentzos: Neurotische Konfliktverarbeitung, Seiten 38-60, 88-104, 123-141, Fischer Verlag, 258. Auflage (2015).

Hoffmann/Hochapfel: Neurosenlehre, Psychotherapeutische und Psychosoma-tische Medizin, Seiten 25-57, Schattauer Verlag, 8. Auflage (2009).

Mertens/Waldvogel: Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe, Kohlhammer Verlag, 4. Auflage.

 Anmeldung und Organisation:

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann
Anmeldungen bis zum 13.10.2021 bitte schriftlich per E-Mail oder Post

E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Post: HIT, Alte Bergheimer Str. 5, 69115 Heidelberg

Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an den Dozenten: corneliushonold@web.de

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Sara Schneider„Psychodynamische Behandlung struktureller Störungen“

(Präsenzseminar/ggf. online)

 Im Seminar wird die Entstehung struktureller Störungen / Persönlichkeitsstörungen sowie deren Diagnostik erklärt. Der Schwerpunkt liegt auf der psychodynamischen Behandlung dieser Störungen. Es werden verschiedene therapeutische Ansätze kurz vorgestellt (v.a. mentalisierungsbasierte PT, übertragungsfokussierte PT und strukturbezogene PT). Auf die Techniken der strukturbezogenen Psychotherapie (Rudolf) wird vertieft eingegangen.

Es dürfen gerne eigene Fälle der KandidatInnen eingebracht werden, um die Theorie praktisch zu veranschaulichen.

 Termine:     
Freitag,    den 18.02.2022
Samstag, den 19.02.2022

 Zeit:  freitags   20:30 – 22:00 Uhr 

samstags  9:30 – 17:30 Uhr (mit Mittagspause)

 Teilnehmer/-begrenzung:
offen für TeilnehmerInnen des HIT, IPP und HIP (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

Literatur:

Freyberger, H., et al. (Hrsg) (2018): Persönlichkeitsstörungen. Band 3/2018 der Zeitschrift „Psychodynamische Psychotherapie – Forum der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie“. Stuttgart: Schattauer.

Rudolf, G. (2019): Psychodynamisch denken – Tiefenpsychologisch handeln. Kap. 4. Stuttgart: Schattauer.

 

 Anmeldung und Organisation:

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann
Anmeldungen bis zum 13.10.2021 bitte schriftlich per E-Mail oder Post

E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Post: HIT, Alte Bergheimer Str. 5, 69115 Heidelberg

Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an die Dozentin: psychotherapie.schneider@web.de

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Sara Schneider

 

Sexualität(en) in der TP – Teil 2

(Präsenzseminar/ ggf. online)
In diesem Seminar sollen auf Wunsch der TeilnehmerInnen des Sommersemesters die behandelten Themen aus Teil 1 vertiefend fortgeführt werden, unter besonderer Fokussierung von Gegenübertragungsmanifestationen und entsprechender Fallarbeit.

Da die vertrauensvolle Zusammenarbeit des bereits bestehenden Teilnehmerkreises für diese Arbeit einschließlich der sich ergebenden Selbsterfahrungsaspekte genutzt werden soll, ist das Seminar den TeilnehmerInnen aus Teil 1 vorbehalten.

Das Einbringen eigener Fälle der TeilnehmerInnen ist ausdrücklich erwünscht, jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar.

 Termine:
Freitag,    den 03.12.2021
Samstag, den 04.12.2021

 

Zeit:   freitags       20:30 Uhr – 22:00 Uhr
samstags     9:30 Uhr – 17:30 Uhr  (Mittagspause voraussichtl. 13:00 bis14:00 Uhr)

 

Teilnehmer/-begrenzung:

Ausschließlich TeilnehmerInnen, die den ersten Teil im SS 2021 besucht haben. Das Seminar ist bereits ausgebucht.


Literatur:

Clement, U. & Henning, A.-M. (2018): Wenn es um das eine geht: das Thema Sexualität in der Therapie. Göttingen: V&R.

Ermann, M. (2019): Identität und Begehren – Zur Psychodynamik der Sexualität. Stuttgart: Kohlhammer.

Kehlet Lins, K. (2020): Sprechen über Sex. Heidelberg: Carl-Auer.

Darüber hinaus gemeinsam gelesene Literatur kann von der Dozentin im Seminar zur Verfügung gestellt werden.

 

 Anmeldung und Organisation:

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann
Anmeldungen bis zum 13.10.2021 bitte schriftlich per E-Mail oder Post

E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Post: HIT, Alte Bergheimer Str. 5, 69115 Heidelberg

Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an die Dozentin: psychotherapie.schneider@web.de

 

Klaus Blumenstiel

 Somatoforme Störungen (Präsenzseminar/ ggf. online)

 Symptome im Rahmen von somatoformen Störungen sehen wie körperlich verursachte Beschwerden aus, sind es aber nach dem heutigen Wissensstand nicht. Sie sind ein häufiges Krankheitsbild und kommen im gesamten Spektrum der Medizin vor. Gleichwohl birgt „der rätselhafte Sprung aus dem Seelischen ins Körperliche“ (Freud) bis heute viele ungeklärte Fragen. Die psychotherapeutische Behandlung gilt als schwierig, nicht zuletzt auf Grund der unterschiedlichen Krankheitsmodelle (somatisch orientiertes Modell bei den PatientInnen, psychosomatisches Modell bei den TherapeutInnen). Häufige Komorbiditäten und ein langer Krankheitsverlauf verschlechtern die Prognose zusätzlich.

In diesem Seminar wollen wir uns mit verschiedenen Entstehungsmodellen von somatoformen Störungen beschäftigen, dabei auch neuere Forschungs-ergebnisse einbeziehen und therapeutische Ansätze diskutieren. Außerdem werden wir bezüglich der Diagnostik einen Blick auf die zu erwartenden Verände-rungen in der ICD-11 werfen. Im Seminar werden auch konkrete Patienten-beispiele vorgestellt, das Einbringen eigener Fälle der TeilnehmerInnen ist willkommen.

 

Termine: Mittwoch, den 20.10.,  10.11., 24.11., 01.12., 08.12.2021

 Zeit: jeweils 20:30 – 22:00 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:
offen für TeilnehmerInnen des HIT, IPP und HIP (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

 

Literatur:
Rudolf G (1998) Der Prozess der depressiven Somatisierung. In Rudolf G, Henningsen P (Hrsg) Somatoforme Störungen. Theoretisches Verständnis und therapeutische Praxis. Schattauer, Stuttgart, S 171–184.

Henningsen P (1998) Somatisierung und Affektregulation – Elemente eines interper-sonellen Modells. In Rudolf G, Henningsen P (Hrsg) Somatoforme Störungen. Theoretisches Verständnis und therapeutische Praxis. Schattauer, Stuttgart, S. 185-198.

Lahmann C, Henningsen P, Noll-Hussong M, Dinkel A (2010) Somatoforme Störungen. Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie; 60:227-236.

 

 Anmeldung und Organisation:

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann
Anmeldungen bis zum 13.10.2021 bitte schriftlich per E-Mail oder Post

E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Post: HIT, Alte Bergheimer Str. 5, 69115 Heidelberg

Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an den Dozenten:

blumenstiel@hotmail.de

 

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Cornelius Honold, Werner Knauss, Daniel Nakhla, Sara Schneider

 Kasuistisch-technisches Seminar (Fallseminar) mit Fallvorstellungen der
WeiterbildungsteilnehmerInnen sowie von DozentInnen                                               (Präsenzseminar/ggf. online)

 Beim Umgang mit unbewussten Prozessen nehmen wir vorübergehend eine Haltung des Nicht-Wissens ein, die auszuhalten gelernt/geübt werden muss. Anhand von Fallvorstellungen der TeilnehmerInnen oder der jeweiligen Seminar-leiterInnen soll psycho-dynamisches Denken gefördert und die Hypothesen-bildung geübt werden.

Bei den „Fällen“ muss es sich nicht grundsätzlich um supervidierte Weiterbildungs-therapien handeln, sondern Sie haben auch die Möglichkeit, Patienten-begegnungen aus ihrem täglichen Arbeitsumfeld vertiefend zu besprechen (d.h. neben Behandlungsverläufen auch einzelne Stunden im Behandlungsverlauf, probatorische Sitzungen, erste Begegnungen, auch i.R. der psychosomatischen Grundversorgung).

Das Seminar kann auch als konzeptuelle Anregung genutzt werden für die Gründung von Intervisionsgruppen während oder nach der Weiterbildung sowie zum Knüpfen kollegialer Kontakte.

 TeilnehmerInnen:
Für WeiterbildungsteilnehmerInnen nur des HIT ab dem 1. Semester (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

 Für die Weiterbildung in fachgebundener Psychotherapie sind lt. alter Weiter-bildungsordnung insgesamt 15 Doppelstunden Fallseminar erforderlich, für die Zusatz-WB Psychotherapie lt. neuer WBO 2020 insgesamt 30 Doppelstunden.

Wichtig: Eine verbindliche Anmeldung zu den Kasuistiken ist unbedingt erforderlich. Die Doppelstunden sind auch einzeln belegbar. Absagen bitte an das Sekretariat sowie im Falle kurzfristiger Verhinderung (unter zwei Wochen vor Beginn) Absagen bitte zusätzlich auch an die jeweiligen DozentInnen per E-Mail.

 

Termine und Uhrzeit:

Ein Samstag, drei Donnerstage; einzeln buchbare Doppelstunden

Sa 24.10.2021   09:30–11.00, 11:15-12:45, 13:45–15:15 Uhr, Leitung: Cornelius Honold

Do 25.11.2021  18:30 – 20.00 Uhr und  20:30 – 22:00 Uhr, Leitung: Werner Knauss

Do 20.01.2022  18:30 – 20:00 Uhr und 20:30 – 22:00 Uhr, Leitung: Sara Schneider

Do 24.03.2022  18:30 – 20:00 Uhr und  20:30 – 22:00 Uhr, Leitung: Daniel Nakhla

 

 

Anmeldung und Organisation:

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann
Anmeldungen bis zum 13.10.2021 bitte schriftlich per E-Mail oder Post

E-Mail: info@hit-heidelberg.de, Post: HIT, Alte Bergheimer Str. 5, 69115 Heidelberg

Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an die DozentInnen: (E-Mail Adressen: siehe Liste im Semesterheft)

Seminare am IPP offen für HIT TeilnehmerInnen

 

Andrea Jooß-Herzog

 Projektive Identifikation   (Präsenzseminar/ggf. online)

 als Urform menschlicher Kommunikation, als Modus unseres alltäglichen Mit-einanders, als Phänomen in unseren Behandlungen und als destruktives Symptom schwerer psychischer Störungen.

Das Seminar befasst sich mit theoretischen und behandlungstechnischen Aspekten dieses vielschichtigen Begriffs auch in Verbindung zu Bions verstörend-bereicherndem Konzept von Container-Contained.

 Termine: Freitag,    den 15. und 29.10.2021
Samstag, den 06.11.2021 

 

Zeit:Freitags   18:30 bis 20:00 Uhr
Samstags  9:30 bis 11:00 Uhr und 11:30 bis 13:00 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:
offen für IPP, gerne auch HIT und HIP  (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

 Literaturanregungen:

Frank C., Weiß H. (Hrsg.) (2017): Projektive Identifizierung. Klett-Cotta, Stuttgart, 3. Auflage.                                                                                         
Feldman M. (1999): Projective Identifizierung. Die Einbeziehung des Analytikers. Psyche 1999, 53, S.991-1014                                                                                     Ogden T. (1988): Die Projektive Identifikation. Forum der Psychoanalyse, 4. 1988                     
Bion W. (1992): Lernen aus Erfahrung. Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, Frankfurt a.M., 1. Auflage                                                      
Grinberg L., Sor D., Tabak de Bianchedi: W.R.Bion. Eine Einführung. frommann-holzboog, Jahrbuch der Psychoanalyse Beiheft 17                                    
Lazar R. (2002): Container – Contained. In: Mertens W, Waldvogel B (Hrsg.) (2002): Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe. Kohlhammer Stuttgart, 114 – 118                                                                                                                          
Hinshelwood R. (2004): Wörterbuch der kleinianischen Psychoanalyse. Klett-Cotta, Stuttgart, 2.Auflag

 

 Anmeldung und Organisation:
Wird vom IPP organisiert. Anmeldungen bitte per E-Mail an die Dozentin: jooss-herzog@gmx.de

 

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Achim Kriebel und Rüdiger Weis

 Loslassen!?“  Teil 1: Psychoanalysen und Psychotherapien beenden(Präsenzseminar/ ggf. online)

 Auch lange psychodynamische Therapien – ob nun analytisch oder tiefen-psychologisch konzipiert – gehen irgendwann zu Ende und müssen fachkompetent beendet werden. Dies sollte ein bewusster, gefühlter und geplanter Abschnitt im Behandlungsverlauf sein und – jenseits regressiver Phänomene und Phasen – von Anfang an mitgedacht werden. Die Abschieds-phase in beziehungsorientierten Therapien aktualisiert auf beiden Seiten existenzielle lebensgeschichtliche Erfahrungen von Bedrohtheit, Angst und Zweifel, deren Anerkennung und Bearbeitung wesentlichen Anteil an der weiteren Entwicklung und Prognose unserer PatientInnen haben.

In einem Folgeseminar werden wir uns mit diesen biografisch-psychodynamischen Dimensionen von Endlichkeiten und (Sehnsüchten nach) Unendlichkeiten im Lebenszyklus auseinandersetzen.

 

Termine:  Freitag, 05.11.2021   Samstag, 27.11.2021

 

Zeit:Freitags  18.30 – 22.00 Uhr UND samstags 9:30 – 15:00 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:
offen für IPP, gerne auch HIT und HIP (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

 Einführende Literatur

Diederichs P (Hg.) Die Beendigung von Psychoanalysen und Psychotherapien. Gießen: Psychosozial

Rieber-HunschaI (2005) Das Beenden der Psychotherapie. Stuttgart: Schattauer
Trenk-Hinterberger S(2020) Die letzte Stunde. Wie psychoanalytische Behandlungen enden. Gießen, Psychosozial (zur Anschaffung empfohlen – zur Vorbereitung bitte lesen)

Vertiefende Literatur folgt am Eröffnungsabend.

 Anmeldung und Organisation:
Wird vom IPP organisiert. Anmeldungen bitte bis 23.10.2021 per E-Mail an achimkriebel@t-online.de

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Ulrich Deutschmann

 Psychosen in der analytischen Psychotherapie (Präsenzseminar/ggf. online)

 Nach einer Einführung mit kurzen Streifzügen in die Geschichte der Psychiatrie, sowie einem Überblick über analytische Konzepte zur Behandlung von Psychosen möchte ich ein selbstpsychologisch orientiertes Konzept für den Umgang mit psychotischen Patienten vorstellen. An den drei folgenden Abenden sollen drei Fallgeschichten aus dem Buch von Atwood (s.u.) diskutiert werden. Zum Abschluss besteht die Option eines Besuchs der Prinzhorn-Sammlung, wünschenswerterweise mit der Diskussion über ein Werk einer schizophrenen Künstler*in.

Ziel ist es, ein Gefühl für das radikal Andere im Erleben vieler schizophrener Menschen zu bekommen bzw. zu vermitteln.

 

 Termine: Donnerstag, den 11.11., 02.12., 09.12. und 16.12.2021

Samstag, 18.12.2021 (Besuch der Prinzhorn-Sammlung)

 Zeit:   Donnerstags jeweils 20:30 – 22:00 Uhr                                                                                                     
Die Zeiten für den Samstagstermin erfragen Sie bitte beim Dozenten.

 Teilnehmer:

offen für Teilnehmer des HIT, IPP und HIP (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

Literatur:                                                                                 
 
Atwood, George E. (2017). Der Abgrund des Wahnsinns. Psychoanalytische Erkundungen von Erfahrungen seelischer Zerstörung. Gießen: Psychosozial Verlag

 

 Anmeldung und Organisation:      

Wird vom IPP organisiert.                                                                                                                                                                                                                                     Anmeldung bitte bis 01.10. 2021 per E-Mail an den Dozenten ulrich.deutschmann@t-online.de

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Klaus Lieberz

 Die Richtlinien-Psychotherapie: Antragsverfahren und Therapieplanung    (Präsenzseminar/ ggf. online)                                                                              

 Im Seminar wird die Antragstellung für die analytisch begründeten Therapie-verfahren besprochen einschließlich des Berichts an den Gutachter. Auch über die voraussichtliche Beendigung des Gutachterverfahrens hinaus (31.12.2022) bleibt eine sorgfältige Therapieplanung incl. Differentialindikation und Prognose-stellung sowie deren Dokumentation ein essentieller Bestandteil psycho-therapeutischer Tätigkeit. Der Besuch des Seminars ist für TeilnehmerInnen des HIT eine der Voraussetzungen für den Beginn eigener Behandlungen über die Ambulanz.

 

Termine:  mittwochs    26.01., 02.02., 09.02., 16.02., 23.02.2022

 Zeit:   jeweils  20:30 Uhr bis  22:00 Uhr

 

 

Teilnehmer/-begrenzung:

offen für Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen des IPP, HIT und HIP (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

Literatur:

Faber/Haarstrick: Kommentar Psychotherapie Richtlinien. 12. Auflage 2019
Dührssen, A.: Die biografische Anamnese unter tiefenpsychologischem Aspekt. Hrsg. Rudolf/Rüger2011, Schattauer Verlag
Rudolf, G.: Psychodynamische Psychotherapie. Schattauer Verlag, 2010

 

Anmeldung und Organisation:

Wird vom IPP organisiert. Anmeldungen bitte per E-Mail an den Dozenten: info@praxis-prof-lieberz.de

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Georges-P.  Cabot und Philine Freudenberg                                                                   

 Deutungsoptionen in analytischen u. tiefenpsychologischen Psychotherapien 

Teil I (Präsenzseminar, ggf. online)

 Die Deutung wird im Rahmen der Übertragungs- und Gegenübertragungs-beziehung analytischer Psychotherapien als eine der zentralen Interventions-techniken angesehen und wird aufgrund der bestehenden Pluralität analytischer Schulen sowohl hinsichtlich ihrer verschiedenen Formen als auch ihres Einsatzes kontrovers diskutiert und erscheint in verschiedene Formen differenziert.

Im Seminar wird, ausgehend von Freud, die geschichtliche Entwicklung der Deutung, die Verschiedenheit von Deutungen diskutiert. Neben den Formen der Deutungen (genetische Deutungen, Deutungen innerhalb oder außerhalb der Übertragung, Deutung im Hier und Jetzt, rekonstruktive Deutungen, gesättigte versus ungesättigte Deutungen) sollen vor allem auch vorausgehende Grundlagen, Timing und Bedingungen hierfür im Seminar diskutiert werden. Das erste Referat werden die Dozenten am ersten Abend übernehmen, die übrigen werden am ersten Abend unter den Seminarteilnehmern verteilt und sind für die nachfolgenden Termine vorzubereiten. Die ausgewiesene Literatur stellt eine vorläufige Auswahl dar, welche sich noch zu Beginn des Seminars verändern wird.

 

Termine:

Donnerstag, den 13.01., 27.01., 10.02., 24.02., 17.03.2022

 

Uhrzeit: jeweils 20.30 – 22.00 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:für fortgeschrittene Aus- und Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer des IPP, des HIT und des HIP, die bereits Aus/Weiterbildungsbehandlungen durchführen (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

 

Literatur:

Bollas, C. (2011). Übertragungsdeutung als Widerstand gegen die freie Assoziation.

in  C. Nedelmann: Phantasie und Realität, Psychoanalytische Betrachtungen Kohlhammer Verlag 11-23.
Dreher, U. (1997). Zur Geschichte der klinischen Verwendung der Deutung. Forum der Psychoanalyse 13, 191-209.
Ferro, A. (2004). Deutung: Signale aus dem analytischen Feld und emotionale Transformationen. Psychoanalyse im Widerspruch, 31, 83-96
Etchegoyen, H. (1991). Types of interpretation; Mutative interpretation. In: H. Etchegoyen: The Fundamentals of psychoanalytic technique. London: Karnac-Books. S. 318-346.; S.425-477
Freud, S. (1950) Aus den Anfängen der Psychoanalyse, Briefe an Wilhelm Fließ, Abhandlungen und Notizen aus den Jahren 1887-1902. Fischer, Frankfurt am Main (1962)
Fonagy, P. (1991) Thinking about thinking: Some clinical and theoretical considerations in the treatment of a borderline patient. International Journal of Psycho-Analysis, 72, S.639-656

Greenson, R. (1967). Die Technik der Übertragungsanalyse. In: R. Greenson: Technik und Praxis der Psychoanalyse. Stuttgart: Klett-Cotta. S.279-366
Körner J., (2013). Deuten. In: Sannwald R, Schulte-Markwort M., Resch F. (Hg) Psychotherapeutische Fertigkeiten. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen S. 37-51
Laplanche, J. (1992) Deutung zwischen Determinismus und Hermeneutik. Eine neue Fragestellung. Psyche – Z. Psychoanal, 46, 467-498.
Mertens, W. (1993) Deutung und Rekonstruktion. In: W. Mertens: Einführung in die psychoanalytische Therapie Band 2. Stuttgart: Kohlhammer. S. 88-146
Rotmann‚ M. (1993). Die Deutung „at the point of urgency“ und das Problem des Durcharbeitens In: Gutwinski-Jeggle, Rotmannn (Hg.): Die klugen Sinne pflegend. Edition – Discord, Tübingen
Racker, H. (1997). Übertragung und Gegenübertragung, Studien zur psychoanalytischen Technik, Ernst Reinhardt Verlag München. S. 43-54., S. 209-217.
Sandler, A. (1997). Zur Deutung der Übertragung im Hier und Jetzt. Forum der Psychoanalyse 13, 211-222
Steiner, J. (1993). Probleme der psychoanalytischen Technik: Patientenzentrierte und analytikerzentrierte Deutungen In: J. Steiner: Orte des seelischen Rückzugs. Pathologische Organisationen bei psychotischen, neurotischen und Borderline-Patienten. Stuttgart: Klett-Cotta. S.191-211.
Strachey, J. (1934). Die Grundlagen der therapeutischen Wirkung der Psychoanalyse. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse,21, 486-516.
Tuckett, D. (2020). Übertragung und Übertragungsdeutung neu betrachtet. In: Münch, K. (Hg), Internationale Psychoanalyse, Bd. 15. Einklang und Vielstimmigkeit. Psychosozial-Verlag 251-287.
Will, H. (2016). Ungesättigte und gesättigte Deutung. Psyche – Z. Psychoanal, 70, 2-23.

 Anmeldung und Organisation:
Wird vom IPP organisiert. Anmeldungen bitte per E-Mail an die DozentInnen: Philine@Freudenberg-psychotherapie.de oder praxiscabot@gmail.com

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Rainer Reffert

Angststörungen
Im Seminar soll der Umgang mit Angststörungen in tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Psychotherapien so praktisch wie möglich diskutiert und erarbeitet werden.

An Fallbeispielen der Kursteilnehmer und des Seminarleiters sollen folgende Aspekte im Zentrum stehen: das diagnostische Verständnis der verschiedenen Formen von Angststörungen; Differenzierung von klassischen, neurotischen Ängsten von Ängsten bei Persönlichkeitsstörungen und Ängsten bei Trauma-folgestörungen; Psychodynamik und Handhabung von Übertragungs- und Gegenübertragungs-Phänomenen; Reflexion des Einsatzes von Modifikationen und störungsadaptierten Techniken.

 Termine: Donnerstag, den 03.02.,17.02., 03.03., 10.03., 31.03.2022

 Zeit: jeweils 20:30 – 22:00 Uhr

 Teilnehmer/-begrenzung: offen für IPP, HIT und HIP (bei Präsenz begrenzt auf 10 TN)

 

Literatur:

Zur Einführung:
Freud, Sigmund (1926): Hemmung, Symptom und Angst. GW XIV. S. Fischer Verlag Frankfurt a.M.
Ermann, Michael (1999): Angstneurosen. In: Psychotherapeutische und psychosomatische Medizin, Kapitel 9.2, Seiten 156-169. Kohlhammer Verlag
Mentzos, Stavros (2009): Der phobische Modus und der angstneurotische Modus, Kapitel 10, Seiten 109-123. In: Lehrbuch der Psychodynamik. Vandenhoek & Ruprecht

 

Weitere Literatur wird am 1. Seminarabend bekannt gegeben.

 Anmeldung und Organisation:

 Wird vom IPP organisiert. Anmeldungen bitte per E-Mail an den Dozenten: dr.r.reffert@t-online.de

 

 

 

 

 

 

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