Wintersemester 2020/21


Ulrich Treiber
Suizidalität                                                                                A2, B3, B4                                                                                                                                        (Nachholseminar aus dem Sommersemester 2020; Präsenzveranstaltung)

Dieses Seminar ist als Fortsetzung eines früheren Seminars Krisenintervention konzipiert. Nachdem dort erste theoretische wie praktische Aspekte von Krisenintervention erarbeitet wurden, soll es hier vorwiegend um den Spezialfall der Suizidalität gehen. Wir werden insbesondere

  • psychodynamische Hypothesen zur Entstehung von Suizidalität erörtern,
  • die besondere Situation der einzelnen Teilnehmer_innen beleuchten, in der sie im Rahmen ihrer Tätigkeit jeweils mit dem Thema Suizidalität konfrontiert sind und
  • in Rollenspielen Ihr spezifisches ‚Handwerkszeug‘ für den Umgang mit suizidalen Patienten (weiter-)entwickeln.

 

Zu diesem Seminar fand im SS 2020 ein (Video-)Einführungsabend statt, bei dem auch die zu lesende Literatur besprochen wurde und einzelne Kurzreferate verteilt wurden.

Es ist auf jeden Fall erforderlich, sich für dieses Seminar bei Frau Kuhlmann neu anzumelden, da aus Corona-Gründen eine Höchstzahl an Teilnehmern festgelegt ist, da das Seminar in Präsenzformat stattfinden soll. Falls noch Plätze jenseits der TN-Zahl des Einführungsabends frei sind, sind weitere TN gern willkommen.

 

Termine: Samstag, 24.10.2020 und  31.10.2020
Uhrzeit: 9:30 – 13:30 Uhr

 

Teilnehmer_innen:   Aus- und Weiterbildungsteilnehmer_innen des HIT, gern auch HIP und IPP (max. 10). Eine Neuanmeldung zu diesem Seminar ist erforderlich.

 

Literatur:

  • PiD (Psychotherapie im Dialog) Themenheft Suizid 2-2012, Thieme, Stuttgart, New York
  • Die weitere Literatur wurde im Video-Einführungsabend vereinbart und kann gern beim Dozenten erfragt werden.

 

 

Anmeldung und Organisation:  HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann   Fax 06221-8953033  Email: info@hit-heidelberg.de          Anmeldungen bis zum 14.10.2020  bitte schriftlich per E-Mail, Fax oder Post                    
Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen auch an den Dozenten: utreiber@t-online.de

 

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Bernhard Hain

 Digitalisierung in Medizin und Psychotherapie – Chancen, Visionen, Grenzen, Risiken                                                                                                                     A3, A9, A11, B2 (als Präsenzseminar geplant/ggf. als Online-Seminar)                             

 „Digitalisierung“ ist immer noch ein hoch aufgeladener Begriff. Nüchtern betrachtet geht es um die Integration neuer Techniken in vorhandene Arbeitsabläufe. In der Medizin ist das mit vielen Facetten schon Realität. Kann die Digitalisierung auch der Psychotherapie und Psychoanalyse hilfreich zur Seite stehen, gibt es Grenzen, gibt es Risiken?

In diesem Seminar werden Informationen zu technischen, rechtlichen und diskursiv geprägten Begriffen und Rahmenbedingungen vermittelt, z.B „Personalisierte Medizin“, „Deep Learning“, „Big Data“, „App vom Arzt“.

Zur Anwendung in der Psychotherapie werden aktuelle Studien und Texte in Auszügen gelesen und diskutiert.
Es besteht die Gelegenheit, eigene Erfahrungen zum Thema in Therapie, Supervision und Lehre einzubringen und zu diskutieren.

 

Termine: Donnerstag 14.01.2021 und 28.01.2021   Zeit:   jeweils  20:30  bis  22:00 Uhr

 Teilnehmer:
Aus- und Weiterbildungsteilnehmer_innen des HIT, gern auch HIP, IPP; max. 10 TN bei Präsenzveranstaltung


Literatur:

„Denken 3.0“ Buch / ebook, Hrsg. Frank Schirrmacher, FAZ-Archiv 2013
„App vom Arzt“ Buch / ebook, J. Spahn, J. Debatin, M. Müschenisch, Herder 2016
„Digitalisierung in der Medizin“ Buch / ebook, J. Jörg, Springer 2018
„Digitale Demenz“ Buch / ebook, M. Spitzer, Droemer 9.Auflage 2014
In „Psychotherapie im Dialog“ Juni 2011: „Internet in Psychotherapie und Beratung“ B. Hain, K. Hünnemeyer, M. Teufel, N. Rieber, B. Wild: „Die Videokonferenz-Gruppe in der psychoedukativen Nachsorge nach Adipositaschirurgie“In „Psychotherapeut“ 4-2018:
Th. Fydrich, W. Schneider: „Digitalisierung und Psychotherapie“ S 269 ff.
Schuster u.a.: „Computer und Psychotherapie-geht das zusammen?“ S 271ff.
Ch. Eichenberg, L. Hübner; „Psychoanalyse via Internet“ S. 276 ff.

 

Anmeldung und Organisation:  HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann   Fax 06221-8953033  Email: info@hit-heidelberg.de          Anmeldungen bis zum 14.10.2020  bitte schriftlich per E-Mail, Fax oder Post                    
Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen auch an den Dozenten: 
Bernhard.Hain@rkh-kliniken.de


Cornelius Honold
Einführung in die psychoanalytische Entwicklungslehre                                                A1, A 2.1, A5, A12 
(Nachholseminar aus dem SS 2020; Präsenzveranstaltung)

 In diesem Seminar wollen wir uns beschäftigen mit den Grundlagen der psychoanalytischen Entwicklungslehre sowie einem Überblick über deren historische Entwicklung. Triebtheoretische Aspekte werden wir mit Überlegungen zur Ich- und Selbst-Entwicklung sowie zu Objektbeziehungen zusammentragen, um dann die Bedeutung von Internalisierungs- und Externalisierungsvorgängen für das Verständnis von Struktur, Grundkonflikten und deren Verarbeitungsmodi für die klinische Praxis in den Mittelpunkt zu stellen.

Alle SeminarteilnehmerInnen werden gebeten, bereits zum 1. Seminartag aus der aufgeführten Literatur die angegebenen Seiten aus dem Buch von S. Mentzos zur Vorbereitung gelesen zu haben.

 

Termine:   Samstag   09.01.2021  und  30.01.2021

 Zeit:    jeweils  9:30 Uhr bis 14:30 Uhr

 

Teilnehmer/-begrenzung:
offen für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des HIT, IPP und HIP  (max 10 TN); es ist eine erneute Anmeldung erforderlich!

Literatur:
Stavros Mentzos: Neurotische Konfliktverarbeitung, Seiten 38-60, 88-104, 123-141, Fischer Verlag, 258. Auflage (2015).
Hoffmann/Hochapfel: Neurosenlehre, Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin, Seiten 25-57, Schattauer Verlag, 8. Auflage (2009).               
Mertens/Waldvogel: Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe, Kohlhammer Verlag, 4. Auflage (2014)

Anmeldung und Organisation:
HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                                  
Fax 06221-8953033  Email: info@hit-heidelberg.de  Anmeldungen bis zum 14.10.2020  bitte schriftlich per E-Mail, Fax oder Post         
Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an den Dozenten: corneliushonold@web.de

 

 

Cornelius Honold
Traumaadaptierte psychodynamische Therapie               A1, A2.1, A2.2, A9, A12, B3, B5 
(Nachholseminar aus dem SS 2020; Präsenzveranstaltung)                
Nachdem sich die psychoanalytisch begründete Psychotherapie historisch zunächst intensiv mit der Behandlung »traumatisierter« Menschen auseinandergesetzt hatte, scheint mitverursacht durch neue, vor allem psycho-biologische Forschungsergebnisse und daran orientierte Behandlungskonzepte eine zunehmende Aufteilung in Patienten mit zu bearbeitenden neurotischen Konflikten auf der einen und „traumatisierte“ Patienten auf der anderen Seite wichtig. So wichtig, dass sich diese sogar nachvollziehen lässt bis in die therapeutischen Identitäten der Behandler und Behandelnden als beispielsweise Analytiker und Analysanden im Unterschied zu »Traumatherapeuten« und »Traumapatienten«. Es wurden sogar eigene Ausbildungsinstitute für »Traumatherapie« gegründet, die sich ausschließlich der Vermittlung der Kompetenzen zur Behandlung von Traumatisierten widmen. In diesem Seminar wollen wir anhand der angegebenen Literatur und der klinischen Erfahrung der SeminarteilnehmerInnen versuchen, die Brücke zwischen klassischer, konfliktzentrierter Neurosenlehre und den Modellen zu den sogenannten »Traumafolgestörungen« zu beleben und über eine integrative »psycho-dynamische traumaadaptierte Therapie« nachzudenken. Das Seminar richtet sich somit vornehmlich an Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen in psychodynamischer Psychotherapie, die sich innerhalb dieser Ausbildung (und Identitätsbildung) für Modelle zur integrativen Behandlung traumatisierter Patienten interessieren.

 

Termine:  Samstag, 07. und 21.11.2020     Zeit:    jeweils 9:30 – 14:30 Uhr

Teilnehmer/-begrenzung: offen für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des HIT, IPP und HIP  (max 10 TN); es ist eine erneute Anmeldung erforderlich!

 Literatur:
Reddemann, Luise und Fischer, Gottfried (2010): Worauf es ankommt: Psychodynamische Traumatherapien, in: Psychotherapie Bd. 15, Heft 2, Seite 263-278.
Reddemann, Luise (2013): Einige grundsätzliche Überlegungen zur Gruppentherapie in der Traumabehandlung und wie man Gruppen als Ressource nutzen kann, in: Mattke, Reddemann, Strauß: Keine Angst vor Gruppen, Stuttgart: Klett-Cotta.
Grassmann, Herbert (2004): Körperpsychologische Grundlagen einer Traumatherapie
– Posttraumatische Übertragungsphänomene im therapeutischen Dialog. In: Psychologische Medizin, 15/3, S. 43-47.
Uexküll, Thure von (2002): Lehrbuch der Psychosomatischen Medizin, 6. Auflage, Kapitel Psychotraumatologie, S. 631-641. München: Urban & Fischer.

Anmeldung und Organisation:
HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                                  
Fax 06221-8953033  Email: info@hit-heidelberg.de  Anmeldungen bis zum 14.10.2020  bitte schriftlich per E-Mail, Fax oder Post         
Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an den Dozenten: corneliushonold@web.de

 

Martin Wöllner

Einführung in die Gruppenanalyse und Gruppentherapie               A6, A9, B2, B3
(als Präsenzveranstaltung geplant; ggf. als Online-Seminar)

 „Wir können kurzerhand sagen, dass alles, was mental ist, von Anfang an eine Angelegenheit von mehr als einer individuellen Person und eines Gehirns ist“               (S .H. Foulkes).

Dieses Seminar erarbeitet grundlegende Konzepte der psychodynamischen Gruppentherapie und möchte sie erfahrbar machen. Dazu werden Übersichtsartikel, Medien und Übungen in Kleingruppen verwendet und ggf. Raum für Kasuistiken gegeben, weil Seminarteilnehmer*innen möglicherweise aktuell oder in früherer Berufstätigkeit in Klinikgruppen gearbeitet haben oder damit in Berührung kamen.

 

Termine: Donnerstag  21.01.2021  und  Samstag   06.02.2021

 Zeit:  donnerstags  20:30 – 22:00 Uhr
samstags       09:15-10:45, 11:00-12:30, 13:15-14:45, 15:15-16:45 Uhr

 Teilnehmer/-begrenzung: Offen für HIT, IPP und HIP; maximal 10 TN bei Präsenzveranstaltung

 Literatur:
Köhnke, D. (2010): Einführung in die Gruppenanalyse pp 1-14 (unveröffentlichtes Manuskript mit freundlicher Genehmigung)
Leszcz M und Kobos JC (2018): Wie wissenschaftliche Evidenz praktisch genutzt werden kann: […] APGA Leitlinien in: Strauß, B., Mattke, D. (Hrsg.) Gruppenpsychotherapie. Lehrbuch für die Praxis pp. 211-223, Springer, Heidelberg Berlin
Behr H und Hearst L (2009): Gruppenanalytische Psychotherapie. Kap. 3 Planung einer analytischen Gruppe pp. 39-51 Klotz Magdeburg

 Als vertiefende Literatur können die beiden Lehrbücher verwendet werden und Yalom, I D (2016). Theorie und Praxis der Gruppenpsychotherapie. Pfeiffer, München

 Anmeldung und Organisation:
HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                                      
Fax 06221-8953033  Email: info@hit-heidelberg.de             Anmeldungen bis zum 14.10.2020  bitte schriftlich per E-Mail, Fax oder Post         Absagen bitte an Frau Kuhlmann (HIT) sowie bei kurzfristigen Absagen (unter zwei Wochen vor Seminarbeginn) auch an den Dozenten: psmpraxiswoellner@t-online.de

Seminare des IPP offen für TeilnehmerInnen des HIT


Achim Kriebel und Rüdiger Weis                                      
B2, B3, B6; A2, A1
(Un-)Endlichkeiten        (Präsenzveranstaltung des IPP)
Erfahrungen von (Un-)Endlichkeit und Be- und Entgrenzung sind im Lebenszyklus unvermeidbar und entwicklungsnotwendig. Die Dynamik dieser Dimension und das (Nicht-)Gelingen der konkreten Auseinandersetzungen (z.B. in Situationen von Trennung, Abschied und Loslassen) entscheidet über den Fortgang der weiteren Entwicklung. Ausgehend von Überlegungen zur Entstehung depressiver Zustände, zur zeitlichen Planung und zum Abschluss psychoanalytisch begründeter Therapien beschäftigen wir uns mit diesem existenziellen Spannungsfeld unter behandlungstechnischen, entwicklungs-psychologischen, gesellschaftlich-kulturellen und persönlichen Aspekten. Eigene Beiträge und Ideen der Teilnehmer*innen sind willkommen und können am Auftaktabend koordiniert werden.

 

Termine:  Freitag,     05.02.2021,  Samstag, 13.03.2021     (insges. 5 Doppelstunden)

 Zeit:  Freitag     18:30 – 22:00 Uhr,     Samstag  09:30 – 15:00 Uhr

 

Teilnehmerzahl:begrenzt entsprechend der Rahmenbedingungen für Präsenzveranstaltungen zum Seminarzeitpunkt (vorauss. 10 TN). Für Aus- und Weiterbildung-steilnehmer*innen des IPP (auch modulare Weiterbildung) und Mitglieder des HIT.

 Literatur zur Einstimmung:
Diederichs P (Ed.) (2006) Die Beendigung von Psychoanalysen und Psychotherapien. Gießen, Psychosozial
Grieser J (2019) Der Tod in der psychischen Entwicklung. Forum der Psychoanalyse, 35, 117-135
Pflichthofer D (2013) Das Ende der Analyse und die postanalytische Beziehung. Forum der Psychoanalyse, 29, 201-222
Rohde-Dachser, C (2018) Jenseits der Zeit. Berührungen der Psychoanalyse mit dem Unendlichen. In: B. Unruh et al.: Rebellion gegen die Endlichkeit. Gießen, Psychosozial
Schleu A & Thorwarth J (2018) Zeitlosigkeit als Verführung. In: B. Unruh et al.: Rebellion gegen die Endlichkeit. Gießen, Psychosozial
Teising M (2018) Illusion der Unendlichkeit und Anerkennung der „Restlaufzeit“. In: B. Unruh et al.: Rebellion gegen die Endlichkeit. Gießen, Psychosozial

 

Organisation:
Wird vom IPP organisiert. Anmeldung bis spätestens Ende Oktober 2020 bei den Dozenten erbeten. Danach erhalten die Teilnehmer*innen ein aktualisiertes Programm mit Literaturliste zugeschickt: achimkriebel@t-online.de  oder   ruediger.weis123@t-online.de


Rainald Neumeie
r
Psychoanalytische Konzeptionen in ihrer geschichtlichen Entwicklung,                                             A1, A2.1, A3, A12, B3, B5, B6
Teil 4 und 5 (Online-Seminar)   

Die bisherigen Seminarteile haben sich mit Grundlagentexten von S. Freud und Weiterentwicklungen bei A. Freud, in der Ich-Psychologie und in frühen Ansätzen von Objektbeziehungstheorien wie etwa bei M. Klein und Fairbairn auseinandergesetzt.

Die Reihe wird mit zwei Seminaren im WS 2020/21 fortgesetzt.

Zunächst stehen weitere Theorien und Erkenntnisse zur Entwicklung des Kindes und seiner für die Entwicklung wesentlichen Einbettung in die frühe Beziehungs-welt im Zentrum. Der Blick richtet sich vermehrt auf die zu Beginn der Psycho-analyse vernachlässigten frühen Fähigkeiten und die primäre Weltzugewandt-heit des Menschen und die mit dieser Bezogenheit verknüpften Störungs-gefahren.

Dies soll besonders anhand von Autoren wie D.W. Winnicott und J. Bowlby geschehen. Auch die psychosoziale und gesellschaftliche, über die frühen Jahre hinausreichende Entwicklungsperspektive von Erikson und Blos soll aufgegriffen werden, ebenso Ansätze von Lichtenberg und Stern. Eventuell wird auch Literatur zu pränatalen Aspekten der Entwicklung einbezogen.

Weiter sollen die Narzissmuskonzeptionen und Überlegungen zu den frühen Objektbeziehungen bei H. Kohut und O. Kernberg, in denen sich sehr unter-schiedliche Entwürfe des kindlichen Werdens und geradezu unterschiedliche Menschenbilder (vgl. Thomä und Kächele, Lehrbuch der psychoanalytischen Therapie, Bd. 1) spiegeln, behandelt werden. Eine hier immer mitlaufende theoretische Frage ist die nach der Rolle der Aggression in der menschlichen Psyche. Aus der Moderne sollen Ansätze bei Fonagy (Mentalisierung) und in der sogenannten relationalen Psychoanalyse (Mitchell)  behandelt werden.

 Termine:
montags  05.10.2020, 19.10.2020, 02.11.2020, 23.11.2020, 07.12.2020  (Teil 4)        sowie        
18.01.2021, 01.02.2021, 22.02.2021, 08.03.2021, 22.03.2021  (Teil 5)

 Zeit:     jeweils 20:30 – 22:00 Uhr

 
Teilnehmer/-begrenzung:
Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des IPP und des HIT sowie des HIP. Teilnehmer, die am ersten Teil nicht teilgenommen haben, sind willkommen.               

Literatur:Literatur im Detail wird im Seminar bekannt gegeben.

 Anmeldung und Organisation:
Wird vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung beim Dozenten über E-Mail: Dr.R.Neumeier@t-online.de

 

 

Sabine v. Falkenhausen-Leube und Sabine Ameskamp
Erstinterview – Seminar                                                          A2.1, A2.2, A4, A5, B1, B2, B6  
(als Präsenzseminar geplant/ggf. als Online-Seminar)
Die erste Begegnung ist von größter Bedeutung für Verlauf und Geschick einer Therapie. Hier begegnen sich zwei Personen mit ihren bewussten und unbewussten Anteilen, die sofort miteinander zu interagieren beginnen. 

Im Erstinterview erheben wir nicht nur biografische und medizinische Fakten, studieren Abwehrmechanismen oder ermitteln das Strukturniveau der PatientIn. Im Zentrum der psychodynamischen Arbeit am Erstinterview steht das Erleben und Erfassen der Szene, die sich zwischen den beiden Beteiligten ereignet. Das Instrument dafür ist die ganze Person der TherapeutIn mit all ihren Erlebnissen, Empfindungen und Reaktionen während dieser ersten Begegnung.

Im Seminar wollen wir uns intensiv der Betrachtung dieser Phänomene zuwenden. Das heißt, wir versuchen, Übertragungs- und Gegen-Übertragungs-Phänomene zu identifizieren, eine Idee von der Psychodynamik zu bekommen und herauszufinden, ob und wie diese Beiden miteinander in einen fruchtbaren therapeutischen Prozess eintreten können.

Das ist eine herausfordernde und spannenden Aufgabe. Wir wollen ihr uns nähern, in dem wir anhand eines detaillierten Protokolls dieser Begegnung möglichst nahe an der Szene bleiben. Daher wird JedeR von Ihnen eigene Erstbegegnungen mit Patienten ausführlich schriftlich festhalten und im geschützten Rahmen des Seminars der Gruppe vorstellen und gemeinsam diskutieren.

Parallel dazu lesen und besprechen wir gemeinsam fortlaufend einen grundlegenden Text von Thomas Ogden.


Termine:
Montag, 9.11., 16.11., 30.11., 14.12.2020 und 11.01.2021                                                         
Zeit: montags  jeweils 20:30 – 22:00 Uhr


Teilnehmer / -begrenzung: 
Herzlich willkommen sind Interessierte aus allen Instituten; maximal 10 Teilnehmer bei Präsenzveranstaltung

Literatur:                                                                                                                                                                   
 Argelander, H.: Das Erstinterview in der Psychotherapie.  Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft                                                                                                                    
Bion, W.: Notes on Memory and Desire. The Psychoanalytical Forum 2:3, 1967                            
Ekstaedt, A.:  Die Kunst des Anfangs. Suhrkamp 1995                                                            
Ogden, Th.: Das psychoanalytische Erstgespräch. In: Frühe Formen des Erlebens. Psychosozial Verlag  2006. S. 171-198                                      
Sandler, J.: Gegenübertragung und Bereitschaft zur Rollenübernahme. Psyche 4/76

Anmeldung und Organsiation:                                                                                                                  
Wird vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung bei den Dozentinnen über E-Mail: svfalkenhausen@t-online.de oder sabineameskamp@gmx.de

                                                                                                                                                                                                                                 

 

Sebastian Leikert

 Der Körper in der psychoanalytischen Behandlungstechnik               A1, A2.1, A2.2, A3, A4, A12, B3, B5, B6
(als Präsenzseminar geplant/ ggf. online)              
Von Beginn an interessiert sich die Psychoanalyse für den Körper. Seit Freuds Arbeit Hemmung, Symptom und Angst (1926d) ist der Gedanke formuliert, dass es Abwehrprozesse im Körperselbst gibt, die die Verbindung zu symbolischen Strukturen unterdrücken und so ein Unbewusstes hervorbringen, das sich allein in den Körper einschreibt. Erst mit Bucci (1997) werden die metapsycho-logischen Grundlagen geschaffen, dies präzis zu beschreiben und erst in jüngerer Zeit (Lombardi 2008, Dejours 2019) gibt es konkrete behandlungs-technische Konzepte, um diese Formationen des Unbewussten aufzugreifen. Meine Publikation wird den Rahmen für die Einordnung dieser Autoren bilden. Vor allem aber wird es um konkrete behandlungstechnische Fragen und Beispiele gehen: in welchen Aspekten ist Körperlichkeit eine allgemeine Komponente von Übertragung und Gegenübertragung? An welcher Stelle sind davon Elemente des leiblichen Unbewussten (verkapselte Körperengramme) zu unterscheiden?, welche Behandlungstechnik ist hier angemessen?, wie kann man hier die Gegenübertragung nutzen?, muss die Deutung als behandlungs-technischer Kern durch eine psychoanalytische Wahrnehmungs-arbeit ergänzt werden? Akzente des Seminars werden am 6. November mit den Teilnehmer-Innen vereinbart.

Termine:   Freitag     06.11. und 04.12.2020      Samstag  05.12.2020                        

Zeit:freitags      20.30-22.00 Uhr,      samstags   09.30-17.00 Uhr

Teilnehmer:
Aus- und Weiterbildungsteilnehmer_innen des PP, HIT und HIP; max. 10 TN bei Präsenzveranstaltung

Literatur: 
Bucci, Wilma (1997) Symptoms and Symbols: A Multiple Code.Theory of Somatization. Psychoanal. Inquiry, 17(2):151-172
Coates, Susan W. (2018) Können Babys Traumata im Gedächtnis behalten? Symbolische Formen der Repräsentation bei frühkindlicher ­Traumatisierung. Psyche Z Psychoanal 72, 993 – 1021.
Dejours, Christophe (2019) Die beiden Körper: der biologische und der erotische Körper. In: Body- Corps- Körper; Bulletin der Euroäische Psychoanalytilsche Föderation, S. 19 – 31.
Freud, S. (1905d) Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie. G.W. Bd. V 27 – 145.
Freud, S. (1920g) Jenseits des Lustprinzips. G.W. Bd. XIII. 1 – 69.
Freud, S. (1926d) Hemmung, Symptom und Angst. G.W. Bd. XIV, S. 113 – 205
Hinshelwood, R., D. (1993) Wörterbuch der kleinianischen Psychoanalyse. Stuttgart: Verlag Internationale Psychoanalyse.
Laplanche, Jean (1996) Implantation, Intromission. In: Ders.: Die unvollendete kopernikanische Revolution in der Psychoanalyse. Frankfurt, Fischer,  109 – 114.
Leikert, S. (2019) Das sinnliche Selbst – Das Körpergedächtnis in der psychoanalytischen Behandlungstechnik. Frankfurt/M., Brandes und Apsel Verlag.
Lombardi, Riccardo (2008)  The Body in the Analytic Session: Focusing on the Body-Mind Link. Intern. J. Psychanal 89(1) :  89-109
Masud-Khan, Mohammed (1963) Das kumulative Trauma. In, ders. Selbsterfahrung in der Therapie. München, Kindler (1977).
van der Kolk, Bessel (2015) Verkörperter Schrecken – Traumaspuren in Gehirn, Geist und Körper und wie man sie heilen kann. Lichtenau/Westf. (Probst Verlag).
Winnicott, D. W. (1977) Von der Kinderheilkunde zur Psychoanalyse. Frankfurt a. M. Fischer.

 

Anmeldung und Organisation:
Wird vom IPP organisiert. Bitte um Anmeldung direkt beim Dozenten                           
E-Mail: S.Leikert@web.de

 

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Beate May

Depression:  Psychodynamik und Behandlung                              A2.1, A4, B3, B5                        
(Nachholseminar aus dem SS 2020; Präsenzveranstaltung)

Depression ist eine häufig gestellte Diagnose. Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl von Krankheitsbildern unterschiedlicher Genese und Ausprägung. In diesem Seminar befassen wir uns mit der Psychogenese und Psychodynamik der neurotischen Depression. Ausgehend von der Entwicklungsgeschichte des Begriffs und theoretischen Überlegungen werden anhand ausgewählter Texte und klinischer Vignetten differentialdiagnostische und behandlungstechnische Aspekte erörtert. 

Termine: Mittwoch, 13.01.,27.01., 10.02., 24.02., 10.03.2021

 Zeit: 20:30 – 22:00 Uhr

 Teilnehmer: Offen für IPP, HIT und HIP (Präsenzveranstaltung; max. 10 TN). Es ist eine erneute Anmeldung erforderlich

Literatur (kann elektronisch zur Verfügung gestellt werden):
Abraham, K. (1912): Ansätze zur psychoanalytischen Erforschung und Behandlung des manisch-depressiven Irreseins und verwandter Zustände. Zentralblatt für Psychoanalyse II, 6:302-315                                                                                                                                        
Eicke-Spengler, M. (1977): Zur Entwicklung der Theorie der Depression. Psyche, 31,1079 1125                                                                                                                                          
Freud, S. (1916-1917): Trauer und Melancholie. G.W.X, S. 428-446                                                         
Green, A. (1992): Die tote Mutter. Psyche, 47, 205-240 Kernberg, O.F. (1999): „Trauer und Melancholie“, 80 Jahre später. Forum der Psychoanalyse,
15, 304-311
Will, H. (1994): Zur Phänomenologie der Depression aus psychoanalytischer Sicht. Psyche, 48, 361-385 

Vertiefende Literatur:                                                                                     
Klein, M. (1960): Zur Psychogenese der manisch-depressiven Zustände. Psyche, 14, 256 283                                                                                                                Küchenhoff, J. (1999): Trauer, Melancholie und das Schicksal der Objektbeziehungen. Eine Relektüre von S. Freuds „Trauer und Melancholie“ . Jahrbuch der Psychoanalyse, 36, 90-117                                                                                                                                           
Mentzos, S. (1995a): Depression und Manie. Psychodynamik und Therapie affektiver Störungen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen                                                                                                                                    
Sandler, J., Joffe, G. (1980): Zur Depression im Kindesalter. Psyche, 34, 413-429

 Anmeldung und Organisation:
Wird vom IPP organisiert. Ich bitte um Anmeldung unter meiner Mail-Adresse: beate_may@web.de, damit ich Ihnen die Texte vorab zusenden kann.

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Martin Mayer

 Das Ringen um Haltung – Teil 2                                                   A11, B2, B3, B5,B6

(als Präsenzseminar geplant/ ggf. als Online-Seminar)
Das Seminar schließt an das Seminar im letzten Wintersemester an und soll ausgehend von theoretischen Überlegungen wie den „fünf Sprachen der Ethik“ (Shefler) die Verbindungen zu den Behandlungskonzepten wie dem Containing schaffen, um das Gefühl für die Verantwortung des psychodynamisch tätigen Therapeuten und Psychoanalytikers zu fördern.

Literatur und Kasuistik sind wieder Grundlage für die Diskussion. 

Termine:    Samstag, 27.02.2021
Zeit:    9:30-11:00 Uhr, 11:15-12:45 Uhr und 13:00-14:30 Uhr (3 Doppelstd.)

 

Teilnehmer/-begrenzung:

Begrenzte Teilnehmerzahl (max. 10 bei Präsenzveranstaltung)                     
Voranmeldung erforderlich     Aus- und Weiterbildungsteilnehmer des IPP und des HIT sowie des HIP. Teilnehmer, die am ersten Teil nicht teilgenommen haben, sind willkomme

Literatur:

Wird nach verbindlicher Anmeldung per E-mail zugesandt.

 Anmeldung und Organisation:
Wird vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung beim Dozenten. E-mail: praxis@psychotherapiemayer.de

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Klaus Lieberz

 Die Richtlinien-Psychotherapie: Antragsverfahren und Therapieplanung                                  
A10, B1, B2,  B3, B6   (Nachholseminar aus dem Sommersemester 2020; Präsenzveranstaltung)

 Im Seminar wird die Antragstellung für die analytisch begründeten Therapieverfahren besprochen einschließlich des Berichts an den Gutachter. Auch über die voraussichtliche Beendigung des Gutachterverfahrens hinaus (01.01.2023) bleibt eine sorgfältige Therapieplanung incl. Differentialindikation und Prognosestellung sowie deren Dokumentation ein essentieller Bestandteil psychotherapeutischer Tätigkeit. Das Seminar ist für Teilnehmer des HIT Voraussetzung für den Beginn eigener Behandlungen über die Ambulanz.


Termine: 
mittwochs    21.10., 04.11., 11.11., 25.11., 02.12.2020
Zeit:    jeweils  20:30 Uhr bis  22:00 Uhr

 Teilnehmer/-begrenzung:
offen für Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen des IPP, HIT und HIP; begrenzt auf 10 TN. Es ist eine erneute Anmeldung erforderlich.

Literatur:
Faber/Haarstrick: Kommentar Psychotherapie Richtlinien. 11. Auflage 2017
Dührssen, A.: Die biografische Anamnese unter tiefenpsychologischem Aspekt. Hrsg. Rudolf/Rüger 2011, Schattauer Verlag
Rudolf, G.: Psychodynamische Psychotherapie. Schattauer Verlag, 2010

Anmeldung und Organisation:
Wird vom IPP organisiert. Bitte Anmeldung beim Dozenten über E-Mail: info@praxis-prof-lieberz.de
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Kasuistik


Kasuistisch-technisches Seminar (Fallseminar) mit Fallvorstellungen der Aus- und Weiterbildungsteilnehmer sowie von Dozenten                
B1, B2, B3, B5, B6          (als Präsenzseminar geplant/ggf. online)
Beim Umgang mit unbewussten Prozessen nehmen wir vorübergehend eine Haltung des Nicht-Wissens ein, die auszuhalten gelernt/geübt werden muss. Anhand von Fallvorstellungen der Teilnehmer oder der jeweiligen Seminarleiter soll psycho-dynamisches Denken gefördert und die Hypothesenbildung geübt werden.

Bei den „Fällen“ muss es sich nicht grundsätzlich um supervidierte Aus- bzw. Weiterbildungstherapien handeln, sondern Sie haben auch die Möglichkeit, Patientenbegegnungen aus ihrem täglichen Arbeitsumfeld vertiefend zu besprechen (d.h. neben Behandlungsverläufen auch einzelne Stunden im Behandlungsverlauf, probatorische Sitzungen, erste Begegnungen, auch i.R. der psychosomatischen Grund-versorgung).

Das Seminar kann auch als konzeptuelle Anregung genutzt werden für die Gründung von Intervisionsgruppen während oder nach der Aus- bzw. Weiterbildung sowie zum Knüpfen kollegialer Kontakte.


Teilnehmer:
Für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer nur des HIT ab dem 1. Semester.  Bei Präsenzveranstaltung max 10 Teilnehmer.


Für die Weiterbildung in fachgebundener Psychotherapie sind lt. Weiter-bildungsordnung insgesamt 15 Doppelstunden Fallseminar erforderlich.
Wichtig: Eine verbindliche Anmeldung zu den Kasuistik-Abenden ist unbedingt erforderlich. Die Doppelstunden sind auch einzeln belegbar. Absagen bitte an das Sekretariat sowie im Falle kurzfristiger Verhinderung (unter zwei Wochen vor Beginn) Absagen bitte zusätzlich auch an den jeweiligen Dozenten per E-Mail.


Termine und Uhrzeit:

jeweils donnerstags, einzeln buchbare Abende und Doppelstunden

19.11.2020   18:45 – 20:15 und 20:30 – 22:00 Uhr  Dr. phil. Matthias Richter

10.12.2020   18:45 – 20:15 und 20:30 – 22:00 Uhr  Dr. med. Bernhard Hain

04.02.2021   18:45 – 20:15 und 20:30 – 22:00 Uhr  Dipl.-Psych. Lennart Pfeil

 

Anmeldung und Organisation:

HIT (Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie), Frau Kuhlmann                                      
Fax 06221-8953033  E-Mail: info@hit-heidelberg.de    Anmeldungen bis zum 14.10.2020  bitte schriftlich per E-Mail, Fax oder Post                                                Bei kurzfristigen Absagen zusätzlich Absage beim Dozenten: matthiasrichter73@gmx.de, Bernhard.Hain@rkh-kliniken.de, lennart.pfeil@yahoo.de.

 

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